Samstag, 6. Februar 2016

Knusper Walnuss-Pinwheel mit Salzkaramellsoße

Meist halte ich mich selbst für ziemlich unkreativ. Beim Backen und Kochen probiere ich gern mal was Neues, aber ich brauch in der Regel ein Rezept, halte mich ziemlich genau dran und trau mich meist nicht was daran zu verändern. Ich hab einfach Angst das dann alles schief geht.
Aber letztes Wochenende war ich mal richtig kreativ ;-) ich hab mal aus einigen Rezepten  und ein wenig Eigenkreativität mal was zusammengerührt. Die Idee war: einfach aus mehreren Komponenten die mir gut schmecken, was Neues backen. Und ich kann euch sagen, es ist mir gelungen!!
Hefeteig, karamelisierte Walnüsse, Zimt und Zucker zu einem Pinwheel verknotet und als Topping eine Salzkaramellsoße verspricht eine echte Leckerei!


Knusper Walnuss-Pinwheel mit Salzkaramellsoße




Zutaten (für 4 kleine Pinwheels):

karamellisierte Walnüsse:
Walnüsse, nach Belieben
Zucker
Butter
Prise Salz

Hefeteig:
100 ml Milch
11g Hefe
200g Mehl
30g Zucker
Prise Salz
1 kleines Ei
35g Butter

2 EL Zucker
1 TL Zimt
geschmolzene Butter

Salzkaramell

60 g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt
70 g Sahne
1 g Salz
40 g Butter in Stücken

Für den Hefeteig zuerst die Milch leicht erwärmen, die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, Zucker Salz und Ei und die Hefe-Milch dazu und durchkneten. Die Butter in kleinen Stücken ebenfalls mit unter den Teig kneten, bis ein schöner geschmeidiger Teig entsteht, der sich von der Schüssel löst. Ruhig auch eine Minute länger kneten. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. 

Inzwischen die Walnüsse zerhacken in eine beschichtete Pfanne geben und ein wenig anrösten. Den Zucker dazu und leicht mit karamellisieren lassen. Dann die Butter und das Salz einrühren und vom Herd ziehen. Immer mal wieder durchrühren, damit nicht alles zusammenklebt.


Zucker und Zimt mischen

Nach der Gare wird der Teig noch mal kurz durchgeknetet und in 4 Teile geteilt. Die Teile jeweils zu Rechtecken ausrollen, mit reichlich Butter einstreichen, den Zimtzucker drüberstreuen und anschliesend die karamellisierten Walnüsse. Alles ein wenig andrücken und dann die Rechtecke an der langen Seite aufrollen und andrücken. Die Rolle der Länge einschneiden, dabei ein Ende nicht durchschneiden. Die Rollenhälften leicht nach außen drehen und die beiden Stränge miteinander verdrehen und zu einen Pinwheel knoten.


Die Pinwheels auf ein Backblech setzen und nochmal ca. 30 min gehen lassen.
Den Backofen schon mal auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Inzwischen kann man schon mal das Salzkaramell zubereiten:

Dazu den Zucker langsam karamellisieren lassen, vom Herd ziehen und die Sahne und die Vanille unterrühren. Alles verrühen bis es eine homogene Masse ist. (Bei mir dauert das immer ziemlich lange, da der Zucker erst mal sehr klumpt, vielleicht gibt es da einen Trick das es schneller geht, aber den hab ich noch nicht gefunden.) Dann wieder auf den Herd stellen und den Karamell  erhitzen bis er kocht, das Salz und die Butter zugeben und glattrühren.


Die Pinwheels in den Ofen schieben und ca. 15 - 20min backen. 




Abkühlen lassen und den Salzkaramell drübergeben.



Am besten leicht warm genießen.


Fazit: Eine sehr leckere Kombination, die gibt es auf jeden Fall mal wieder.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Orangentarte mit Baiserhaube

Anfang Januar las ich bei Malu´s Köstlichkeiten dass sie mit einigen Bloggernfreundinnen einen tollen Blogevent veranstalten will. Jeden Monat werden 3 Zutaten bekanntgegeben, und damit kann man eine süße oder herzhafte Leckerei kreieren und am Event teilnehmen.
Für Januar stand Orange - Vanille - Muskatnuss auf dem Plan. Gleich stand für mich fest dass ich da unbedingt mal teilnehmen möchte und die Orangentarte geisterte gleich durch meinem Kopf.
An dieser hatte ich mich im letzten Jahr nämlich schon 2 mal erfolglos versucht. Dabei wird erst der Tarteboden blind vorgebacken, danach kommt die Orangenmasse dazu und zum Schluss soll der Baiser nur 2-4 min unter dem Grill gratiniert werden. Soweit so gut, allerding lösste sich bei mir der Eischnee nach dem Abkühlen langsam auf und die Baiserhaube rutscht auf der Tarte hin und her. Ich war echt verzweifelt, aber nun hab ich einen neuen Versuch gestartet und den Baiser einfach länger im Backofen gelassen, mal sehen ob es funktioniert:
Das Rezept stammt aus der Zeitschrift "Lust auf Genuss"


Orangentarte mit Baiserhaube


Zutaten:

Boden:

2 Eigelb
200g Mehl
Prise Salz
1/2 TL Muskat
50g Zucker
100g kalte Butter
1TL Vanillepaste

Orangencreme:
5 Eier
100g Zucker (hier reicht sicher auch die Hälfte)
 4 Bio-Orangen, oder ca. 300 ml Orangensaft und Orangenabrieb
125g Creme Double

Baiser:
4 Eiweiß
160g Zucker
ein wenig Zitronensaft
eine Prise Salz

Die Zutaten für den Boden zu einen Mürbeteig verkneten, in Folie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Inzwischen den Backofen auf 200°C Ober- /Unterhitze vorheizen und eine Tarteform einfetten.
Den Teig ausrollen und in die Form legen. Den Teig  mit einem Stück Backpapier belegen und Hülsenfrüchte reinfüllen. Den Mürbeteig für 25 min vorbacken, anschließend auskühlen lassen.
Die Temperatur des Backofens auf 140°C Ober-/Unterhitze reduzieren.
Für die Orangencreme zuerst die Creme Double mit dem Zucker verrühren, die Eier dazugeben und alles solange rühren bis der Zucker aufgelöst ist.
2 Bio-Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die 4 Orangen auspressen und den Saft mit der Orangenschale unter die übrige Masse mengen. Anschließend die Orangencreme auf den Mürbeteig verteilen und im Backofen für ca. 45 - 55 min stocken lassen.

Die 4 Eiweiß mit einer Prise Salz und ein wenig Zitronensaft steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee auf der Tarte verteilen und dann für ca 20 min in den Backofen schieben, zum Schluss noch mal kurz den Grill anstellen, damit der Baiser leicht  bräunt, aber Achtung das geht ganz schnell. Oder den Baiser nur kurz unter den 175°C heißen Grill. Versucht es, ich hab die perfekte Lösung für mich noch nicht gefunden.








Naja so richtig zufrieden war ich nicht, der Baiser zog sich wieder ein wenig zusammen und bildete auch einen leichten "See". Das Foto ganz oben war vom letzten Jahr, da sah es erst noch toll aus, ging dann aber auch zurück. Beim Anschnitt merkte ich auch warum der Eischnee weniger war - ein Teil hatte sich unter die Orangencreme verdrückt.
 - Also wer eine Idee hat, was ich falsch mache, ich bin für jeden Tip dankbar!
Geschmacklich hat die Tarte voll gepunktet, allerdings war es mir ein wenig zu süß, im Originalrezept waren insgesamt sogar 400g Zucker angegeben, ich hab es schon reduziert, es hätte aber auch noch weniger gereicht.


    



Freitag, 22. Januar 2016

Monkey Bread

Oh Mann ist es kalt bei uns. Ist es bei euch auch so eisig? Also heute morgen sagte das Thermometer was von -17°C  über den Tag waren es so -5°C und heute abend dann wieder -10°C.
Was bei diesem Wetter aber echt wunderschön ist, ist die Natur. Es hat ja letztes Wochenende ganz leise rieselnd, trotzdem ordentlich geschneit, so richtig leichter Pulverschnee. Also alles ist weiß, die Kinder können prima rodeln und im Schnee toben (okay Schneemann bauen geht nicht) und durch die Kälte glitzert der Schnee so wunderschön, vergesst dagegen Swarowski!
Ich war heute mit meinem MiniS rodeln - ein wunderbarer Anblick- bei blauem Himmel und Sonnenschein haben wir immer wieder wunderschöne Schneekristall-Formationen entdeckt. Es hatten sich warscheinlich durch den Wind kleine Kristallberge gebildet, wunderschön bizarr - ich kann es leider nicht besser beschreiben und hatte natürlich auch keine Fotografiermöglichkeit dabei.
An was ich bei dieser Kälte immer wieder denke ist - Hefekuchen - und wenn ich an Hefekuchen denke, dann meist an Monkey Bread, komischerweise haben wir letztend festgestellt, dass es meinem MaxiS genauso geht.
Nach den ganzen Weihnachtsleckereien und vor allem Stollen, hatte ich besonders großen Appetit auf Hefekuchen und deshalb musste ein Monkey Bread her.


Warum das Monkey Bread heißt? Keine Ahnung, ist auch egal, er ist lecker, das muss reichen. Kleine Hefeteigkugeln gewälzt in Butter und Zimt-Zucker, am besten noch leicht lauwarm,  mehr muss ich doch nicht sagen. Ich hatte ja dieses Mal auf den Zimt verzichtet, in der Hoffnung mein MiniS ißt den Kuchen - schwerer Fehler- er hat den Kuchen trotzdem nicht gegessen und wir hatten keinen Zimtgeschmack.

Monkey Bread

Zutaten:
250g Mehl
125ml Milch
20g Hefe
30g Zucker
1 TL Zitronenabrieb
1 kleines Ei
Prise Salz
35g weiche Butter

Butter
(brauner) Zucker
evtl. Zimt

Die Milch leicht erwärmen (nie über 40°C), die Hefe reinbröckeln und auflösen.
In eine Schüssel das Mehl, den Zucker, das Salz und den Zitronenabrieb vermischen, eine Mulde reindrücken und das Ei und die Hefemilch dazugeben.  Dann alles zu einem Teig verkneten (lassen) und dabei die weiche Butter in Flöckchen mit einarbeiten. Wenn sich dann ein schöner geschmeidiger Teig formt, noch
ca. 3 min. kneten, damit wird der Teig wunderschön weich und elastisch.
Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und ca. 45 min. gehen lassen - jetzt läuft ja meist die Heizung, da ist ein wames Plätzchen leicht gefunden.

Kurz vor Ende der Ruhezeit die Butter schmelzen, den Zimt mit dem Zucker in einer Schüssel vermischen. Eine Guglhupf-Form, oder eine andere Form einfetten und mit Mehl ausstäuben.
Den Teig noch einmal kräftig durchkneten, dann kleine Stücke abzupfen und zu Kugeln formen und erst in der flüssigen Butter dann im Zucker wälzen.


Die Kugeln gleichmäßig in der Form verteilen.


Die Form noch mal mit Frischhaltefolie abdecken und für ca. 20 min gehen lassen. die Kugeln gehen dann wunderbar auf.


Inzwischen den Ofen auf 200°C Ober- /Unterhitze vorheizen.

Dann den Monkey Bread etwa 30 - 35 min backen. Aus dem Ofen nehmen, ca. 15 min abkühlen lassen und dann aus der Form lösen. Am besten noch lauwarm essen.


Beim Backen karamelisiert der Zucker und erzeugt dadurch die knuprige Kruste.
Den braunen Zucker den ich verwendet habe, war ein wenig grobkörnig, das fand ich nicht ganz so schön.


Den Monkey Bread ißt man, indem jeder ein Stück rauszupft, der Teig ist herrlich fluffig und von der klebrig, süßen Hülle umgeben.


Man könnte auch noch einen einfachen Zuckerguß über den Kuchen geben, das sieht super aus, aber mir war das zuviel Zucker und außerdem wenn er noch lauwarm ist, würde der Guß eh runterlaufen.


Sonntag, 17. Januar 2016

Mascarpone-Mango-Torte mit Kokosduft

Erst hab ich ja echt überlegt ob ich die Torte überhaupt auf meinem Blog online stelle, aber nach einigem überlegen hab ich mich dann doch noch dafür entschieden. Ein wenig war auch die Optik Schuld, die Torte hat mir nämlich echt gut gefallen.


Aber nun mal von Anfang.
Ich hatte ja erstmals Mango Curd klick gemacht, was mir gut gelungen war. Allerdings hatte ich ja ehrlich übertrieben, da die Mangos so schön vollreif waren, konnte ich mich nicht zurückhalten und so wanderten gleich 3 Mangos in meinen Einkaufskorb. Das Curd hab ich damit auch in 3-facher Menge gemacht. Nun standen gleich 8 Gläser in meinem Kühlschrank und da ich nicht genau weiß wie lang es sich hält, seh ich schon drauf dass es bald verbraucht wird.

Zum Glück stand mal wieder ein Geburtstagsfrühstück auf Arbeit an (die Kollegen richten für das Geburtstagskind ein Frühstück, oder auch mal Brunch aus!), also die beste Gelegenheit ein Törtchen mit Mango Curd zu kredenzen.
Bereits letztes Jahr hatte ich mir die "Sweet Dreams" zum Thema Frühling, Mango, Zitrone usw. gekauft und da wurde ich auch schnell fündig.
Also machte ich mich ans Werk, aber ich hatte unerwartet mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen:
Ich merkete es schon beim Schneiden, der Rührteig war einfach zu fest geworden. Im Rezept waren nur 1/4 TL Backpulver angegeben, das machte mich schon stutzig und ich hab auf 1 TL erhöht, aber ich fürchte das reicht nicht.

Die Torte ist bei den Kollegen ja gut angekommen, geschmacklich fand ich sie auch okay, aber diese festen Böden - nach einem kleinen Stück war man pappsatt.

Also hab ich am Wochenende noch mal einen Versuch gestartet, allerding wollte ich die Torte nicht genauso nachbacken, sondern ich hab den Teig in Muffinform getestet.

Und ich muss sagen, mit dem Ergebnis war ich schon mehr zufrieden.

Um den Muffins ein wenig Pfiff zu verleihen, hab ich in die Mitte noch ein wenig Mango Curd gegeben.



Für den Muffin-Test hab ich übrigens die Hälfte des Torten Rezeptes verwendet. Natürlich hätte ich auch die Mascarpone-Creme auf die Muffins aufspritzen  können, dann wäre es ein schöner Cupcake geworden, aber abends gab es Raclette und da musste noch Platz bleiben ....;-)





Mascarpone-Mango-Torte mit Kokosduft


Zutaten:
für die Böden:
200g Butter, zimmerwarm
250g Zucker
Schale einer Bio-Orange
6 Eier
350g Mehl
1 Päckchen Backpulver
160 ml Kokoscreme
Saft einer Orange, oder 100 ml O-Saft

für die Füllung:
Mango Curd (selbstgemacht: klick)
ca. 150g Mangofruchtfleisch
50g Zucker
1 Bio-Limette
400g Mascarpone
1 TL Vanille-Extrakt
150g Magerquark
2 Blätter Gelantine
evtl. Physalis

Zuerst den Backofen  auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen, 2 Springformen (20cm) mit Backpapier auslegen.
Die Butter mit dem Zucker und der Orangenschale hellgelb schaumig aufschlagen, die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Kokoscreme und dem Orangensaft auch unterrühren. Den Teig auf die 2 Backformen aufteilen und glatt streichen.Die Böden ca. 30 min backen (Stäbchenprobe), abschließend gut auskühlen lassen.

Für die Creme die Mascarpone, Vanilleextrakt, die Limettenschale und den Zucker aufschlagen, den Quark löffelweise unterrühren Die Blattgelantine in kaltem Wasser einweichen, dann die Gelantine ausdrücken und zusammen mit dem Saft der Limette leicht erwärmen, so dass sich die Gelantine auflöst. Ein paar kleine Löffel der Quarkcreme in die Gelantine einrühren, damit sich die Temperaturen angleichen und die Gelantien nicht klumpt. Die Gelantine nun in die Quarkmasse rühren. Die Creme ruhig noch ein wenig stocken lassen. Inzwischen den Zusammenbau der Torte vorbereiten.
Die Böden aus der Form lösen, den unteren Boden schön dick mit Mango Curd bestreichen.
Die Mango fein würfeln und auf das Curd streuen.
Die Quarkmasse in einen Spritzbeutel mit einer große Lochtülle füllen. Nun erst auf den unteren Boden die Creme aufspritzen, dann den 2. Boden draufsetzen und leicht andrücken, das Curd und die Creme sollen ruhig ein wenig rausquellen. Die Creme auch auf den 2 Boden spritzen und mit Physalis und fein gewürfelter Mango dekorieren.







Dienstag, 12. Januar 2016

Mango Curd

Ich wünsche allen noch ein frohes neues Jahr, mit viel Gesundheit, Glück und viel Spaß!
Für mich selbst hoffe ich auf viele inspirierende und erfolgreiche Backerlebnisse, viele Lust und Zeit alles auch zu verbloggen ;-)
In der Weihnachtszeit war ich ja echt blogfaul. Meinen Weihnachtsstollen habe ich noch ein zweites Mal gebacken, dann war er für mich besser gelungen, außerdem hab ich noch einen Quarkstollen probiert, der ist für dieses Jahr schon auf die Liste gesetzt, dann stell ich ihn euch vor. Neben einigen Plätzchen, die aber nichts Neues waren und es deshalb auch nicht in den Blog geschafft, habe ich nichts weiter gebacken.
Weihnachten verbringen wir recht ruhig, ganz in Familie und da ich nur noch einen Tag Urlaub hatte, war ich in den Tagen bis Weihnachten und den Zwischentagen auch noch auf Arbeit. Das hat allerdings auch den Vorteil, dass man nicht zuviel essen kann;-)
Inzwischen sind die letzten Plätzchen verputzt, die Stollen sind auch erlegt, jetzt freue ich mich richtig auf was anderes, was Fruchtiges, Quark, Hefe genau weiß ich noch nicht was als nächstes probiert wird.

Als ich  kurz vor Silvester noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen war, lachten mich richtig schöne reife Mangos an, die mussten mit, ich wusste nämlich gleich was ich damit machen wollte: Mango Curd.
Auf die Idee bin ich gekommen, nachdem ich letztes Jahr als ich in Berlin war - klick ein superleckeres Maracuja Olivenöl Curd mitgebracht habe. Was mit Maracuja lecker schmeckt, schmeckt sicher auch mit Mango dachte ich mir, denn Mango mag ich sehr.




Mango Curd


Zutaten: 

1 Mango, ergibt ca. 400 gr Fruchtfleisch
1 El Zitronenabrieb
2 EL Zitronensaft
30 g Zucker
40 g Butter
2 Eier

Die Mango schälen, kleinschneiden und pürieren. Das Mangopüree zusammen mit der Zitronenschale, dem Zitronensaft, Zucker und der Butter in einem Topf erhitzen, so dass es leicht anfängt zu kochen. Unterdessen die Eier in ein Gefäß geben und mit dem Pürierstab mixen.
Den Topf vom Herd ziehen und das Ei gut unterrühren. Nun den Topf wieder auf den Herd stellen und 10 min weiter erhitzen, dabei darf die Masse nicht zu heiß werden (ca. 70°C), da sonst das Ei gerinnt.
Die heiße Masse dann in Schraubgläser füllen  und abkühlen lassen.
Damit sind die Gläser vakuum verschlossen, trotzdem stelle ich sie immer in den Kühlschrank damit nichts verdirbt. Wie lange das Curd haltbar ist, kann ich nicht sagen, ich versuch immer, dass es nach 3 - 4 Wochen aufgebraucht ist.
Auf jeden Fall ist es ein sehr leckeres Mango Curd geworden.


 
 

Sonntag, 6. Dezember 2015

Zur erzgebirgischen Weihnacht gehört auch Erzgebirgischer Stollen

Weihnachtszeit ist schon immer wieder eine besondere Zeit, vor allem hier bei uns im Erzgebirge, nicht umsonst wird es das Weihnachtland genannt.
Ich glaub Außenstehende wundern sich manchmal über unsere Bräuche, sind gleichzeitig aber auch fasziniert davon. Letzendlich hat ja jede Gegend seine Besonderheiten und das ist auch gut so.

Aber für alle die nicht von hier sind möchte ich nicht nur den Stollen vorstellen, den ich gebacken habe, sondern auch ein wenig vom Erzgebirge erzählen, dabei beziehe ich mich um die Gegend um Annaberg, da ich hier auch lebe. 
Früher hat es hier vor allem Wald und Berge gegeben, irgendwann im 16. Jahhundert hat man Silbererz gefunden und das 2. Berggeschrey ging los, (das 1. Berggschreiy war im 12. Jahrhundert in der Gegend um Freiberg), man kann es mit dem Goldrausch in Amerika vergleichen. Dadurch kamen immer Menschen hierher um hier zu arbeiten und zu leben. Damit wurde die Besiedlung auch dichter und es entstanden, auch planmäßg Städte und Dörfer. Annaberg, die immer noch als die Hauptstadt des Erzgebirges gilt war damals die größte Stadt in Sachsen, größer als Dresden. Wenn man bedenkt wie groß Annaberg heute ist, muss Dresden ja ein Dorf gewesen sein ;-)
Erst diese Woche war ich im Dorotheastollen, da ist einem vieles bewußt geworden, was die Leute hier prägte und noch immer Bestand hat. Die Bergleute waren den ganzen Tag unter Tage mit Hammer und Meißel, dort ist es stockdunkel und sie hatten nur ein kleines Licht. Gerade in den Wintermonaten gingen sie morgens im Dunklen zum Bergwerk und abens wenn sie nach Hause gingen war es wieder dunkel.
Gerade deshlab kann man verstehen wie sie sich nach Licht sehnten und deshalb ist bei uns das Licht in der Weihnachtszeit von besonderer Bedeutung. Wir haben es eindrucksvoll diese Woche erlebt: als wir aus dem Stollen kamen (und der ist jetzt schon ein wenig beleuchtet) schauten wir auf das Mehrfamilienhaus das gleich daneben stand: in jedem Fenster leuchtete ein Schwippbogen, da ist es gleich nicht mehr so dunkel.

http://media05.myheimat.de/2008/12/12/328293_web.jpg?1229109845
so in etwa sieht das aus (Bild von der Seite myheimat.de)
Der Schwippbogen ist dem Mundloch (Eingang) eines Bergwerks nachempfunden.
Die große Sause mit dem Silbererz hielt aber nicht ewig an, die Menschen hier lebten karg und einfach. Aber sie waren auch einfallsreich, es wurde gebastelt und so entstanden z.B. Räuchermänner, Bergmänner, Engel und andere Figuren, anfangs aus Brotteig, später aus Holz und so entstand die erzgebirgische Volkskunst, die sehr vielfältig ist. Es wird geschnitzt, gedrechselt und bemalt. Vor allem für die Frauen war die Einführung des Klöppelns sehr wichtig. Damit konnten sie auch zum Lebensunterhalt beitragen. Es entstanden filigrande Spitzen, Decken usw.. Das Klöppeln ist auch heute weit verbreitet und es gibt sehr moderne Interpretationen die ich meist sehr schön finde, das gleiche gilt auch für die Holzkunst!
Das soll mal ein kleiner Abriß zum Erzgebirge sein, ich will euch mal einen kleinen Ausschnitt zeigen wie das bei mir so aussieht:
Nach dem Totensonntag (der Sonntag vor dem 1. Advent) kann man beginnen das Weihnachtszeug herzuräumen, nicht eher!! Man geht auf den Dachboden holt die Kisten hervor und packt Mann´l fürMann´l und Engel für Engel auf und stellt alles in die Wohnung:


Wir haben im Eßzimmer ein altes Buffet stehen und die meisten Räuchermänner stehen immer darauf. Es ist eine Mischung aus alten Männ´ln und neueren. Die Räuchermänner stellen meist Figuren des täglichen Lebens dar: Nachtwächter, Polizist, Waldarbeiter, oft Türken, keine Ahnung warum, vielleicht war man von dem Exotischen fasziniert)

Ein Stück finde ich immer wieder sehr schön. Es ist ein alter Bergmann, den mein Mann von seinen Großeltern geerbt hat, wie alt er genau ist kann ich aber nicht sagen, er ist ca. 60 cm hoch:


Aber andere Figuren, meist Engel sind sehr beliebt und wir haben verschiedene Ausführungen:
Die beiden äußeren Engel (Arkkordeon und Geige) sind zeimlich alt, von der Oma meines Mannes

Aber auch Szenen aus dem Altag werden nachgestellt, hier sehr filigran eine Tischlerwerkstatt (Maße ca. 6 x 8 cm):


Und neben dem traditionellen gibt es auch moderne Räuchermänner:
nicht nur Olaf aus dem Film "Eiskönigin" ist cool
Das Highlight für uns ist immer wieder unsere große Engelskapelle:


Ich sammle die Engel schon seit 20 Jahren, jedes Jahr kommt ein neuer hinzu und da meine Jungs auch jedes Jahr einen Engel bekommen, ist unsere Kapell schon ganz schön groß geworden.
Dabei gibt es nicht nur Musikanten:

Aber es gibt bei mir natürlich auch einen Adventskranz und andere Deko:



Der Strauß ist mit kleinen erzgebirgischen Anhängern geschmückt
Den Pinguin und den Engel hab ich mal selbst auf der Messe "Hobby, Spiel,Freizeit" in Leipzig bemahlt, sie bestehen aus Keramik und werden dann mit Acrylfarbe recht aufwendig mit einem Pinsel gebrusht .

So nun aber zum Stollen, er soll übrigens das Kind in der Krippe symbolisieren, deshalb auch die weiße Zuckerhaube als Zeichen für die Tücher mit denen das Kind eingewickelt wurde.


Erzgebirgischer Stollen
nach Lutz Geissler vom Plötzblog


Zutaten:

Mehlkochstück:
40 g Ciabattamehl (Weizenmehl Tipo 0)
200 g 3,5% Milch
11 g Salz

Vorteig/Hefestück:
220 g Ciabattamehl (Weizenmehl Tipo 0)
135 g 3,5% Milch
33 g Frischhefe

Früchtemischung:
450 g Sultaninen
120 g Zitronat
80 g Orangeat
100 g Rum (40%)
100 g Weißwein

Butter-/ Mandel-/Gewürz-Mischung:
330 g kalte Süßrahmbutter
200g ganze Mandeln
5 g ganze bittere Mandeln
1 g Kardamonpulver
1 g Muskatblüte gemahlen
0,5 g gemahlener Piment
1 g Zimtpulver
0,5 gemahlender Anis
70 g Zucker
50 g klarer Honig

Hauptteig:
Vorteig
Mehlkochstück
Früchtemischung
Butter-/ Mandel-/Gewürz-Mischung
400 g  Ciabattamehl (Weizenmehl Tipo 0)
50 g 3,5% Milch

zum Abschluß:
200 g Süßrahmbutter
100 g Feinzucker
ca. 200 g Puderzucker

Vorbereitung am Tag vor dem Backen:
Ich hatte diesmal Zitronat und Orangeat im Stück bestellt, diese dann als erstes klein gewürfelt und zusammen mit den Sultaninen in einer Schüssel vermischt. Dann alles mit dem Rum und Weißwein übergießen und gut durchmischen. Die Mischung 12 - 24 Stunden quellen lassen, dabei immer mal wieder mischen. Ich hab die Schüssel mit einem Deckel abgedeckt und in der Küche stehen lassen, denn die Früchtemischung  soll zum Backen ca. 25°C warm sein.
Als nächstes werden die Mandeln in kochendes Wasser gegeben und ca. 10 min ziehen lassen. Dann sind sie bereit um aus der Haut geschnipst zu werden. Die geschälten Mandeln werden anschließen fein gerieben, oder so wie ich im Multihacker ganz fein gehackt.
Beim Kardamon verwende ich immer ganze grüne Kapseln, röste sie in einer Pfanne, löse die Schale ab und zerstoße die Samen im Mörser zu feinem Pulver.
Nun ist alles vorbereitet und man kann die kalte Butter mit den Mandeln, Gewürzen und allen Zutaten verkneten, am besten in der Küchenmaschine, damit es nicht zu warm wird. Die Mischung kommt dann für 12 - 24 Stunden in den Kühlschrank.
Für das Mehlkochstück wird das Mehl mit der Milch und dem Salz glatt gerührt und anschließend aufgekocht - rühren nicht vergessen. alles solange weiterkochen bis ein dicker Brei entstanden ist. Die Masse abdecken und bei Zimmertemperatur mindestens 3-4 Stunden auskühlen lassen.

Einen Tag später wird gebacken:
 Alle Zutaten für das Hefestück werden erst 2 min auf niedrigster Stufe, dann nochmal 5 min auf 2.Stufe der Küchenmaschine geknetet. diesen Vorteig dann 45 - 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen, der Teig wird sich ungefähr verdreifachen.
15 min vor dem Ende der Gehzeit die Butter-/ Mandel-/ Gewürzmischung aus dem Kühlschrank nehmen und kurz durchkneten, denn die Mischung soll knetbar und kühl, aber nicht kühlschrankkalt sein.
Nun den Vorteig, das Mehlkochstück, Milch, Mehl und die Butter-/ Mandel-/ Gewürzmischung erst 3 min auf der niedrigsten und anschließend 10 min auf der zweiten Stufe verkneten. Am Anfang war alles so matschig, dass ich dachte es wird nie was, aber nach dem Kneten entstand wirklich ein zwar weicher Teig, aber er klebt nicht und löst sich vom Rand, genau wie Lutz es angegeben hatte.
Nun soll der Teig für 20 min bei Zimmertemperatur ruhen. Inzwischen die Früchtemischung abtropfen lassen.
Nach der Gare die abgetropfte Früchtemischung entweder von Hand oder vorsichtig mit der Maschine in den Teig kneten. Der Teig wird anschließend in 2 Teile geteilt und jeweils zu längliche Laiben formen und ca. 1 cm tief einschneiden. Da der  Teig sehr weich ist, lieber nicht zu tief einschneiden, damit die Stollenbesser in form bleibt.
Nun wieder 30 min bei Zimmertemperatur gehen lassen.



Inzwischen den Backofen  auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Stollen reinschieben und den Ofen kurz ein wenig ofen stehen lassen, damit die Temperatur auf 180°C runtergeht, mit dem Blumensprüher reinsprühen damit ein wenig Dampf entsteht. Den Stollen ca. 55 min backen, er sollte eine Kerntemperatur von 88 - 92°C haben.
Nach der Backzeit ca. 45 min auskühlen lassen und mit reichlich flüssiger Butter einstreichen.



Anschließend an einem kühlen Ort (12-16°C) reifen lassen.
Ich hab ihn dann in eine Pergament-Stollentüte  gesteckt und weiter kühl gelagert - für 1 Woche, dann haben wir ihn pünklich zum 1. Advent angeschnitten.

Vor dem Anschnitt wird der Stollen wieder mit reichlich Butter eingestrichen, dann schön mit Puderzucker bestreuen und das ganze nochmal wiederholen.


Dann war es soweit der Stollen wurde angeschnitten:


Fazit: Mir war der Stollen ein wenig zu trocken, meine Männer fanden ihn gut. Was ich besonders mag ist die leichte Note der Gewürze die in die Nase steigt, bevor man reinbeißt.


Dienstag, 24. November 2015

Weil heute dein Geburtstag ist ... mein 2. Bloggeburtstag mit einer Schoko-Cassis-Torte

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, Mannomann wie schnell die Zeit vergeht, ich kann es selbst fast nicht glauben:

Mein 2. Bloggeburtstag ist heute !!



Ich hatte mir im letzten Jahr viel Neues vorgenommen, einiges hab ich umsetzen können, vieles auch nicht. Irgendwie fehlt mir im Moment oft die Zeit. Ich schaue ja gern bei anderen Blogger-Kollegen vorbei und bin oft beeindruckt, manchmal ein wenig neidisch für das was sie so tolles abliefern.
Aber ich möchte es nicht zum Krampf ausarten lassen, sondern es soll mir ja auch Spass machen.
Ich freue mich immer über ein, hoffentlich gutes, Feedback ;-) Das erhalte ich ab und zu verbal von Freunden, Bekannten oder auch Kollegen, mit den Kommentaren hapert es immer noch ein wenig ;-(

Aber heute wird erst mal gefeiert!
Zuvor mal wieder ein kleiner Rückblick mit ein wenig Statistik:

Bis heute habe ich 79 Posts verfasst, das sind nur 27 seit dem letzten Geburtstag ;-(
Aber meine Besucherzahlen haben sich sehr positiv entwickelt. Insgesamt hatte ich bis heute rund 21.400 Besucher, also ich find das schon viel .
Hier mal die ersten drei Plätz der beliebtesten Posts:

1. Regenbogenkuchen mit 968 Besucher
2. Himbeertörtchen mit Dekorbiskuit mit 590 Besucher
3. Schoko-Cupcake mit Ganache-Topping und ... mit 460 Besuchern

Aber was sich zu meiner großen Freude wirklich verbessert hat sind die Fotos!  Da mein Maxi S. mit fotografieren angefangen und sich dafür eine Spiegelreflexkamera zugelegt hat, darf ich die auch mit benutzen. Okay mit der Bedienung hapert´s noch ein wenig, auch hier beschäftige ich mich einfach zu wenig mit dem Teil;-(

Aber nun endlich zum gemütlichen Teil der Geburtstagsfeier!
Zum 2. Geburtstag sollte es schon was Größeres sein und die Torte hat mich in dem Buch "Törtchen & Tartelettes" von Matthias Ludwigs von Anfang an angelächelt. Als ich auf dem wunderbaren Blog von Maren die Torte in klein und mit Abwandlung gesehen hatte, ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Naja und der Bloggeburtstag ist doch die ideale Gelegenheit um mal eine opulente Torte zu backen.


Ich war ja selbst ein wenig erschrocken, als ich die Torte fertig zusammengesetzt habe, war sie schon ganz schön groß.


Eigentlich hatte ich ja auch eine Fotoserie zur Entstehung der Torte geplant, aber als ich so angefangen habe zu backen, war ich so versunken, dass ich es vergessen habe.

Schoko-Cassis-Torte


eingelegte Beeren
Zutaten:
150g schwarze Johannisbeeren TK
15g Puderzucker
15g Cassislikör 

Alle Zutaten mischen, damit alles gut durchziehen kann. 

Dann ca. 1kg schwarze Johannisbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen.
Nun werden 3 Backbleche Biskuitteig gebacken und ein runder Mürbeteig:

Schoko-Mürbeteig
Zutaten:
45g Puderzucker
60g Butter
1/2 Ei  (ca. 25g)
1/4 TL Salz
15g gemahlene Mandeln
115g Mehl
13g Kakao

Butter, Puderzucker und Salz mit dem Knethaken vermischen, die Mandeln und das Ei nach und nach zugeben. Zum Schluss das Mehl mit dem Kakao mischen, dazugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 30 min. zum Kühlen in den Kühlschrank. (Inzwischen könnte man den Biskuit machen.)
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Dann den Teig ausrollen und einen Boden von 14 cm Durchmesser ausschneiden. Den Boden in eine mit Backpapier ausgelegte Form legen, etwas Backpapier obendrauf und darüber Erbsen zum Blindbacken.  Dann ca. 20 min backen.

Schokobiskuit
Das Rezept ist für ein Backblech, ich hab 3 Bleche gebacken, dafür das Rezept verdreifacht.

Zutaten:
70 g gemahlene Mandeln
70g Puderzucker
2 Eier
3 Eiweiß
45g Zucker
55 gesiebtes Mehl
20g gesiebter Kakao
25g geschmolzene Butter

Zuerst den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen, dann Mandeln, Puderzucker und die Eier schön dickcremig aufschlagen. Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. 1/3 des Eischnee´s unter die Eigelbmasse ziehen, den restlichen Eischnee draufgeben. Anschließend das Mehl mit dem Kakao mischen und ebenfalls auf die Masse geben. Nun alles vorsichtig unterheben. Einen Löffel von der Masse unter die flüssige Butter rühren,  damit werden die Konsistenzen angeglichen und die Massen lassen sich leichter verrühren. Nun also die Buttermischung unter den Rest heben und alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und ca. 8 - 12 min backen
Bei einem Blech den Teig vor dem Backen mit Schokoraspel bestreuen.
Aus dem Biskuit werden dann 2 rund Böden von 14 cm Ø und 2 Böden von 24 cm Ø ausgeschnitten.
Man kann aber auch gleich rund Böden backen.
Aus dem Biskuit mit der Raspelschokolade werden 3cm breite Streifen geschnitten.

Jetzt zu den Füllungen:

Schokoladenmousse
Zutaten:
300g Kuvertüre (70%)
600 ml Sahne
3 Blätter eingeweichte Gelantine

Ich hab ja versehentlich 900ml Sahne genommen und dann riesige Angst ob das Mousse fest genug wird. Es wurde fest, allerdings wird die Torte durch die Menge auch mächtiger.

Cassismousse
Zutaten:
60 ml Cassislikör
12 Blatt eingeweichte Gelantine 
500g schwarzes Johannisbeerpüree
1 l Sahne

Eigelbschaum
Zutaten:
300g Eigelb (15-16  Stück
300g Zucker

Beide Mousse´s werden paralell zubereitet:

Die Kuvertüre wird bei ca. 50°C geschmolzen. Parallel dazu den Likör für das Cassismousse erwärmen und die ausgedrückte Gelantine darin auflösen. 1/3 des Püree´s dazugeben und kurz mit erwärmen. Anschließend das restliche Püree gründlich unterrühren und erst mal beiseitestellen.

Für beide Mousse wird der Eigelbschaum benötigt. Dazu das Eigelb in der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen. Währenddessen den Zucker mit 80 ml Wasser zum Kochen bringen und auf 120°C erhitzen. (meine Infrarotthermometer ist da echt super). Diesen Zuckersirup in einem dünnen Strahl in die Eigelbmasse fließen lassen - während die Maschine weiterrührt. Alles weiter aufschlagen, bis die Masse lauwarm ist.

Für das Schokomousse nun die Sahne cremig schlagen und 1/3 davon unter die geschmolzenen Sahne ziehen. Die Gelantine nur leicht ausdrücken, damit wenig Wasser erwärmen so dass sie sich auflöst. Ein wenig von der Schoko-Sahne-Mischung in die aufgelöste Gelantien rühen und anschließend diese Mischung wieder unter die Schoko-Sahne rühren. 240g des Eigelbschaumes und die restliche Sahne werden nun ebnfalls untergehoben.

Die Sahne für die Cassismousse aufschlagen. Zu der vorbereiten Masse aus dem Cassispüree den restlichen Eigelbschaum und die geschlagene Sahne geben und vorsichtig unterziehen.

Jetzt kann man mit dem Zusammensetzen der Torten beginnen:

Einen Tortenring mit 16 cm Ø und einen Tortenring mit  26 cm Ø am besten zuerst mit Tortenrandfolie auslegen. Dann wird der Ring mit 3 cm-Biskuitstreifen ausgelegt. Dabei ruhig die Streifen auf Spannung einlegen. Anschließend gibt man in die Mitte des kleinen Tortenrings den Mürbeteigboden. Darauf kommt eine dünne Schicht der Schokoladenmousse und darüber ein Biskuitboden. In den großen Tortenring wird ebenfalls ein Biskuitboden eingelegt.
Nun kann man die Schokomousse auf beide Torten verteilen, sie sollte etwa so hoch wie der Biskuitstreifen sein. (Bei mir ist es höher geraten, da ich ja zuviel Sahne genommen hatte).
Die eingelegten Beeren ein wenig abtropfen lassen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Die Beeren auf der Mousse (auf beiden Torten) verteilen, jeweils den 2. Tortenboden einlegen, ein wenig andrücken.
Zuerst den aufgefangenen Saft auf die Böden träufeln, anschließend das Cassismousse auf beide Torten verteilen und glatt streichen.
Ich hab die Torte dann für 2 Tage in den Gefrierschrank gestellt, es reicht aber auch eine Nacht im Kühlschrank.

Dann wird die Torte mit einem Cassisspiegel vollendet, den aber einige Stunden vorher machen.

Cassisspiegel:
Zutaten:
100g Cassispüree
 80 ml Prosecco
20 ml Cassislikör
3 Blatt Gelantine

Gelantine einweichen. die restlichen Zutaten erwärmen und die ausgedrückte Gelantine darin auflösen. Alles gut auskühlen lassen. Dann die Masse pürieren, bis eine sämige Soße entsteht.

Diese Soße nun auf die Torten geben und schön glatt streichen. Vorsicht, wenn ihr wie ich die Torten im TK hattet, zieht der Cassisspiegel sofort an, da muss man schnell sein oder, wie ich, mit dem Fön nachhelfen ;-)

Ich habe dann die Torten aus den Ringen gelöst und zusammengesetzt, dadurch, dass sie gefroren waren ging das sehr gut. Anschließend mit Beeren, gezuckerten Rosenblüten und Schokodekor ausdekorieren.


Ja das mit dem Temperieren der Schokolade, damit der Dekor den richtigen Glanz hat, muss ich noch weiter üben.



Die Rosenblätter hab ich dünn mit Eiweiß eingepinselt, leicht antrocknen lassen und mit Zucker bestreut.



Fazit: Seeeehr lecker, erst die locker leichte, fruchtige Cassismousse, dann Schokomousse eine super Kombination