Freitag, 27. März 2020

Maulwurfkuchen - ein Stück Kindheit

Bei Maulwurfkuchen denken die meisten an die Kuppeltorten, mit Banane und dunkle Streusel... ich nicht:

Es gibt so Momente, Gerüche - und Kuchen mit denen verbindet man jedes Mal ganz bestimmte Erinnerungen. 
Bei diesem Maulwurfkuchen ist das immer wieder so. Dann denke ich an meine Schulzeit, an Kuchenbasare und meinen Klassenkameraden Heiko. Der brachte zum Kuchenbasar meist diesen leckeren Kuchen mit, bis wir ihn um das Rezept baten. Und natürlich war seine Mutti so nett und hat uns das Rezept gegeben - seitdem backe ich es immer mal wieder und auch meine Kinder lieben diesen Kuchen. 
Die Kuppeltorte hätten wir damals auch kaum so machen können -dazu hätten uns einfach die Bananen gefehlt...😉😏

Ich hatte den Kuchen schon eine ganze Weile nicht gebacken, bis mein Bruder vor einigen Wochen meinte, er würde gern mal wieder den Maulwurfkuchen essen und dann war er wieder da und ich hab ihn in letzter Zeit schon einige Male gebacken - und wie immer ohne großes Chi Chi, einfach und lecker.

Ein schöner simpler Alltagsuchen, hier gibt´s keine Mauswurfshügel, sondern die Gänge des Maulwurfs:




Maulwurfkuchen


Zutaten
heller Teig:
200 g Butter, zimmerwarm
160 g Zucker
5 Eier
200g Mehl
50 g Speisestärke
3 TL Backpulver
Salz
Zitronensaft

Streusel:
150 g Butter
100 g Zucker
150 g Mehl
30 g Kakao (2 EL)

  
Den Backofen auf 180 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.
Ein Backblech vorbereiten, z.B. das Blech fetten, oder mit Backpapier auslegen oder mit einer Dauerbackmatte auslegen und einen gefetteten Backrahmen daraufstellen.
Die Butter mit dem Zucker richtig schön schaumig rühren (das macht den Teig schön fluffig).
Nach und nach die Eier zugeben. Mehl, Speisestärke, Backpulver und Salz vermischen und unterrühren, dabei nicht zu lange rühren.
Den Teig auf das vorbereitete Backblech geben und breit streichen.

Für die Streusel alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu Streusel verkneten.
Die Streusel auf dem hellen Teig verteilen und für ca. 15 min. backen. Die Oberfläche sollte leicht goldgelb sein und natürlich eine Stäbchenprobe machen.



Wer möchte kann den Kuchen auch noch mit Puderzucker bestreuen, wir mögen ihn einfach so.

Hier gibt´s das Rezept als pdf: Klick

Viel Spaß beim backen und essen!

Sonntag, 16. Februar 2020

Cheesecake mit Brezelboden und Salzkaramell

Immer wenn ich an der Supermarktkasse stehe fällt mein Blick auf die Zeitschriften, die da so aufgestellt sind. Ja, und manchmal, eher selten - nehme ich eine mit. Kurz vor Weihnachten war es mal wieder soweit - das Thema "Karamell - süß und salzig" klang so verlockend.

Nun hat es ein wenig gedauert, bis ich das erste Rezept ausprobiert habe, aber dafür war es ein Volltreffer.

Cheesecakes mag ich sowieso, das Ganze kombiniert mit einem Boden aus Salzbrezeln - klang schon mal sehr lecker. 
Dulche de Leche hatte ich auch noch nie probiert - beste Vorzeichen!

Das man gezuckerte Kondensmilch durch langes Kochen karamellisiert hatte ich schon gehört, aber so richtig konnte ich es mir nicht vorstellen, beste Voraussetzungen um es mal auszuprobieren. Und es hat auch super funktioniert.
Also los:






Cheesecake mit Brezelboden und Salzkaramell
aus der Zeitschrift: Lust auf Genuss 13/2019
für 1 Tarteform Ø 24 cm


Zutaten Dulche de Leche:
1 Dose gezuckerte Kondensmilch 
oder gekaufte Dulche de Leche (dann ist man gleich fertig 😉

Für die Dulche de Leche die Dose gezuckerte Kondensmilch geschlossen in einen Topf geben und ca. 2,5 Stunden köcheln lassen. Dabei darauf achten, dass die Dose immer mit Wasser bedeckt ist. Die Dose abkühlen lassen! -  öffnen und die Creme entnehmen – fertig.

Zutaten Brezelboden: 
180 g Salzbrezeln oder Salzstangen
220 g Haferkekse
250 g Butter

Butter in einem Topf langsam zerlassen.
Inzwischen Brezeln und Kekse mit Hilfe eines Blitzhackers zerkleinern, je nach Belieben. Ich habe alles nicht ganz so fein zerhackt, damit auch noch ein paar kleine Stückchen im Boden sind.
Die Brösel mit der Butter gründlich vermengen, in die Form füllen und auf dem Boden und am Rand gut andrücken. Dann für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.

Zutaten Cheesecrememasse:
75 g Butter
160 g brauner Zucker
250 g Mascarpone
  90 g Creme Fraiche
3 Blatt Gelatine
340 g Frischkäse
ca. TL Salz, noch besser Fleur de Sel

Die Butter schmelzen, den Zucker dazugeben und bei mittlerer Hitze so lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse hell karamellisiert.
Den Mascarpone und die Creme Fraiche langsam dazugeben und unterrühren. Die Masse kann etwas fest werden, beim weiteren Rühren wird es eine dickflüssige homogene Masse.
Die Hitze reduzieren und ca. 10 min weiterköcheln. 
Inzwischen die Gelatine einweichen. Die Karamellcreme vom Herd nehmen, die Gelatine ausdrücken und in die Creme einrühren und dabei auflösen.
Die Creme anschließend auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Den Frischkäse cremig aufschlagen, die Karamellcreme nach und nach unterrühren und mit Salz bzw. Fleur de Sel abschmecken. Die Masse sollte ein leichte Salznote haben.
Die Cheesecreme auf den Boden füllen und glattstreichen. Wenn man ein wenig von unten an die Form klopft wird die Masse schön glatt und auch Luftbläschen entweichen.
Den Cheesecake nun über Nacht kaltstellen.

Zutaten Streusel:
45 g Butter
30 gr Zucker 
60 g Mehl
Vanilleextrakt
30 g Pekannusskerne

Den Backofen schon mal auf 180°C Über-/ Unterhitze vorheizen.
Die Pekannusskerne zerhacken, wie fein muss jeder selbst entscheiden. Ich habe sie nicht zu fein gehackt da ich noch ein wenig Biss haben wollte.
Aus den restlichen Zutaten Streusel machen und die gehackten Nüsse einarbeiten. 
Die Streusel auf ein mit Backpapier /-folie belegten Blech verteilen und ca. 12 – 15 min goldgelb backen. Anschließend rausnehmen und abkühlen lassen.


Zum Servieren die Tarte aus der Form lösen, mit der Dulche de Leche bestreichen und die Streusel dekorativ darüber verteilen. Die Tarte anschneiden – und genießen.


Hier noch das Rezept zum ausdrucken: Klick


Als es dann ans Probieren ging, war ich im ersten Moment nicht ganz überzeugt, aber meine Männer waren gleich super begeistert.
Eine tolle Kombination, die ziemlich süße karamellige Dulche de Leche in Verbindung mit der Salznote des Brezelbodens, die knusprigen Streusel und die Nüsse gepaart mit der cremigen Cheesecreme - einfach lecker.


Also probiert es aus.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Schokomoussetörtchen mit Timutpfeffer



Wer immer mal auf meinen Blog schaut, weiß dass ich sehr oft die Rezepte von Maren nachbacke. Das liegt einfach daran, dass sie fast jede Woche ein Hammer-Teilchen vorstellt.
Genauso war es bei diesem Rezept, ich hab es gesehen und es wanderte sofort auf meine Nachback-Liste. Zumal mich die besondere Zutat - Timutpfeffer - ganz neugierig machte. Aber es dauerte eine ganze Weile bis ich das Törtchen in die Tat umsetzte. Erst einmal musste der Timutpfeffer her. Okay ich hätte ihn ganz einfach im Internet bestellen können, aber wie es manchmal so ist ....

Aber im Sommer führte uns ein Städtetrip nach Wien und natürlich bummelten wir über den Naschmarkt. An jedem Gewürzstand auf Markten oder im Supermarkt hab ich bisher geschaut ob ich Timutpfeffer erspähe - in Wien war es soweit. Ich war mega begeistert und habe natürlich sofort eine Tüte mitgenommen. Der Verkäufer war ganz lässig - als er mir das Tütchen reichte, meinte er durch seine coole Sonnenbrille: "Riechen Sie da mal rein, das ist der Hammer!" Und ich gebe ihm recht, der Pfeffer ist nicht scharf, hat ein Zitronenaroma - allein der Duft ist wirklich wunderbar. Man hat beim Essen ein leicht prickelndes, kribbelndes Gefühl auf der Zunge.

Nun hatte ich zwar endlich den Timurpfeffer da, aber trotzdem gingen noch einige Wochen ins Land, ehe ich mich endlich aufraffte, die Törtchen zu backen.
Dazu hab ich mich gleich noch in diese schönen Silikonformen  (keine bezahlte Werbung) verliebt, ein Törtchen in Kissen-Optik, das ist doch mal was anderes. Aber natürlich geht auch jede andere Form.



Schokomoussetörtchen mit Timutpfeffer
Für 16 Törtchen (je 85 ml)

Brownieboden
▪ 2 Eier
▪ 50 g Zucker
▪ 80 g Butter
▪ 100 g Zartbitterkuvertüre
▪ 40 g Mehl
▪ 15 g Kakao
▪ 1 Prise Salz

Zuerst den Backofen auf 180 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit der Kuvertüre (Pellets oder kleingehackt) bei kleiner Hitze unter rühren schmelzen. Zur Seite stellen und ein wenig abkühlen lassen.
Inzwischen ein Backblech mit einem Backrahmen, ca. 22 x 22 cm vorbereiten.
Nun die Eier mit dem Zucker dickschaumig aufschlagen. Die Butter-Schoko-Mischung gründlich unterrühren. Mehl, Kakao drüber sieben, eine Prise Salz dazugeben und mit einem Schneebesen unterrühren.
Den Teig in den Backrahmen füllen (nicht höher als 1 cm) und für ca. 12 min backen, anschließend auskühlen lassen. Für meine eckige Formen habe ich dann Quadrate von 5 x 5 cm geschnitten.

Schokomousse mit Timutpfeffer
▪ 1 gehäufter TL Timutpfeffer
▪ 200 g Milch
▪ 45 g Schlagsahne
▪ 2 Eigelb
▪ 40 g Zucker
▪ 3 Blatt Gelatine
▪ 250 Zartbitterkuvertüre
▪ 400 g Schlagsahne

Den Timutpfeffer in einem Mörser zerstoßen und mit der Sahne und der Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Den Topf anschließend vom Herd nehmen und mind. 10 min ziehen lassen.
Inzwischen die Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen und zur Seite stellen.
Dann die Eigelbe mit dem Zucker aufschlagen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Pfeffermilch nochmals zum Kochen bringen und durch ein feines Sieb in die Eigelbmasse gießen und gründlich verrühren. Die Masse zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis es leicht eindickt, vom Herd ziehen. Die eingeweichte Gelatine in der warmen Milch auflösen.
Anschließend die Pfeffermilch in 3 Portionen in die geschmolzene Schokolade geben und immer wieder gut glattrühren. Nun die Schlagsahne aufschlagen und unter die Schokomasse ziehen.
Zum Einfüllen einen Spritzbeutel verwenden oder einen Messbecher mit Ausguss.
Die Mousse in die Form füllen – nicht ganz voll und jeweils eine Browniescheibe auflegen, so dass alles glatt mit der Oberfläche abschließt. Mit Frischhaltefolie abdecken und für eine Nacht in den Froster stellen.

Am nächsten Tag aus der Form lösen und mit Velvet Spray besprühen und dekorieren.

Eine Mirror-Glaze sieht sicher auch super aus.


Hier noch das Rezept zum ausdrucken: Klick





Nun ist der Moment gekommen, das Törtchen zu vernaschen. 😋
Zuerst kommt die locker luftige Mousse dann der Brownieboden. Alles seeehr schokoladig und beim Essen kommt dann ein Hauch vom Timutpfeffer - ein wahrer Traum. 
Vielleicht ja das ideale Dessert für Weihnachten?


Freitag, 1. November 2019

Mascarpone-Waldfrucht Torte

Eigentlich wollte ich keine Fondanttorte mehr machen. Jedes Mal habe ich totale Angst ob alles funktioniert, das Eindecken gelingt, die Füllung stabil genug ist usw.

Aber dann bat mich eine Kollegin gaaanz lieb, ob ich nicht eine Torte für ihren Sohn zum 20. Geburtstag machen kann. Und da er großer Bayern-Fan ist, wäre ja eine FC Bayern-Torten super.
Also hab ich erst mal ein wenig gegoogelt und mir diverse Torten angesehen. Schnell war mir allerdings klar, dass ich das Logo nicht selbst schnitzen will, sondern lieber drucken lasse (bei Food creativ). Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, das Logo sah Hammer aus. Und da noch Platz auf der Platte war, wurden noch 10 kleine Logo´s mit aufgedruckt, die waren perfekt als Cupcake-Aufleger.

Als Boden stand ganz schnell ein Vanillebiskuit fest, die Füllung sollte fruchtig sein, nicht so schwer. Ich hab erst einen Testlauf mit einer fruchtigen Swiss Meringue Buttercreme gemacht, die war auch sehr lecker, aber mir zu mächtig. Deshalb habe ich mich für eine Mascarponecreme entschieden und ich denke es war eine gute Wahl. 






Vorbereitung:

1 kg Fondant (ich hatte Massa Ticino Tropic)
Pastenfarbe in gelb, rot und blau, evtl. gold
Zahnstocher
Bäckerstärke

Sterne:
Etwas Fondant in gelb einfärben, ca. 5 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Diese auf eine glatte Unterlage legen und jeweils einen Zahnstocher vorsichtig in die Sterne stecken.
1 am besten 2 Tage trocknen lassen, dann mit goldener Farbe bemalen.




Für die Schrift hatte ich Silikonformen, mit deren Hilfe diese erstellt werden kann. Diese auch am besten 1-2 Tage  vorher machen und leicht mit Folie abdecken, damit sie nicht ganz durchtrocknet.


Mascarpone Waldfrucht Torte




Tag 1:

Fruchteinlage:
mind. 1 Tag vorher vorbereiten

800 g TK Waldfrüchte oder auch andere
4 Blatt Gelatine

Die Früchte auftauen lassen, pürieren und durch ein Sieb streichen um die kleinen Kerne zu entfernen. Anschließend ein wenig einkochen lassen, um die darin enthaltene Flüssigkeit zu reduzieren.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Etwas 350 g vom Püree in einen kleinen Topf geben und leicht erwärmen. Die ausgedrückte Gelatine einrühren und auflösen lassen. Das restliche Püree abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren, das wird noch für die Mascarponecreme gebraucht.
2 Tortenringe auf 18 cm einstellen und mit Frischhaltefolie bespannen, möglich ist auch ein tiefer Teller oder ähnliches. Dazu das Gefäß ebenfalls mit Folie bespannen, damit man den Fruchtspiegel besser raus kriegt. Das Fruchtpüree gleichmäßig auf beide Ringe verteilen, auf eine glatte Platte stellen und einige Stunden am besten über Nacht in den Tiefkühler stellen.

Biskuitboden

6 Eier
1 Prise Salz
160 g Zucker
Vanilleextrakt
240 g Mehl (550)
1 TL Backpulver

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Einen Backring auf 24 cm einstellen und mit Backpapier einschlagen, oder den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen, Egal für welche Variante ihr euch entscheidet,  die Ränder nicht einfetten, der Teig muss "hochklettern" können.
Die Eier trennen, die Eiweiß zusammen mit der Prise Salz steif schlagen. Dabei den Zucker einrieseln lassen. Der Eischnee muss schön steif und glänzend sein.
Die Geschwindigkeit zurücknehmen und die Eigelbe nacheinander unterrühren.
Mehl und Backpulver vermischen und über die Eiermasse sieben, anschließend vorsichtig aber gründlich unterheben.
Die Biskuitmasse in der Backform schön glatt verstreichen, in den Ofen schieben und ca. 20-25 min backen.
Wenn der Boden leicht zu bräunen beginnt, die Stäbchenprobe machen, um zu sehen ob er schon durchgebacken ist. Dann den Boden aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf ein Kuchengitter stürzen und komplett abkühlen lassen.

Tag 2:

Vanille-ButtercremeSwiss Meringue Buttercreme

85 g Eiweiß
140 g Zucker
Prise Salz
250 g weiche Butter
40 g Puderzucker
Vanilleextrakt
Das Eiweiß mit dem Zucker und dem Salz in einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad erwärmen und dabei ständig mit dem Schneebesen oder Rührgerät rühren, damit es nicht gerinnt. Das Ganze muss 60°C erreichen um das Eiweiß zu pasteurisieren. Wenn man den Zucker nicht mehr zwischen den Fingern spürt ist die Masse richtig.

Nun die Eiweißmasse vom Herd nehmen und kalt rühren, also mit dem Rührgerät so lange aufschlagen, bis die Masse abgekühlt ist - dass dauert schon mal 20 min. Mit einer Küchenmaschine ist es natürlich ein wenig einfacher, die erledigt das.
Wer eine Küchenmaschine mit Hitzefunktion sein Eigen nennt, kann das ganze Prozedere in der Maschine erledigen, dass ist natürlich einfacher. Dazu die Maschine auf 60°C einstellen die Eiweiße aufschlagen und nach Erreichen der Temperatur einfach die Hitzefunktion ausschalten und die  Masse kalt rühren.
In einer weiteren Schüssel die weiche Butter mit dem Puderzucker sehr schön hellcremig aufschlagen, dabei schon mal das Vanilleextrakt dazugeben.
Den kaltgerührten Eischnee und das Vanilleextrakt nun unter die Buttermasse rühren.

Mascarpone-Creme

500 g Mascarpone
250 g Quark
Vanilleextrakt
das restliche Fruchtpüree
70 g Puderzucker
300 g Sahne
8 TL Sanapart

Die Mascarpone, Quark, Vanilleextrakt Puderzucker kurz verrühren das Fruchtpüree nach Geschmack hinzufügen, ich hatte 
ca. 300 g. Das muss man einfach probieren.
Nun die Sahne dazugeben sowie das Sanapart und alles aufschlagen bis es cremig, fest ist.

Nun ist alles soweit vorbereitet und die Torte kann zusammengebaut werden. 

Dazu den Tortenboden zweimal durchschneiden, die obere leichte Wölbung habe ich weggeschnitten.

Den ersten Tortenboden mit etwas Erdbeermarmelade (kann auch eine andere sein, oder gar keine) bestreichen, einen Tortenring umlegen und fest stellen.
Man kann auch einen Streifen Backpapier mit hineinlegen, dann lässt sich die Torte später besser aus dem Ring lösen.

Die Buttercreme mit einer Lochtülle in einen Spritzbeutel füllen. Da die Mascarponecreme nicht fondanttauglich ist,braucht man eine "Barriere" zwischen der Creme und dem Fondant. Dazu spritzt man an den äußeren Rand des Tortenbodens einen Ring der Buttercreme, eventuell ein wenig am Rand hochziehen.
Nun eine dünne Schicht der Mascarponecreme auf den Tortenboden streichen.
Eine Fruchteinlage darauf legen, leicht andrücken dann noch eine Schicht der Mascarponecreme aufstreichen.  Dann den nächsten Tortenboden auflegen und noch einmal so verfahren wie bei der ersten Schicht, Zum Schluss den letzten Tortenboden auflegen und leicht andrücken. Darauf noch eine dünne Schicht der Buttercreme streichen und die Torte über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag die Torte aus dem Ring lösen und ringsum dünn mit der Buttercreme einstreichen und glatt abziehen. Dann nochmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Nach dieser Kühlzeit die Torte mit der restlichen Buttercreme einstreichen und nochmal ganz glatt abziehen und in den Kühlschrank stellen.

Nun  ist die Torte perfekt vorbereitet um sie einzudecken.
Ca. 600 g Fondant mit roter Pastenfarbe im gewünschten Farbton einfärben. 

Den Fondant auf Bäckerstärke gleichmäßig ausrollen und über sie Torte legen und gleichmäßig eindecken. Dabei von oben nach unten arbeiten, alles schön glatt streichen und den Rand sicher abschneiden.

Ein wenig von dem weißen Fondant mit blauer Pastenfarbe hellblau einfärben und zu einer langen ca. 2-3 mm dicken "Wurst" rollen. Eine zweite Wurst aus weißem Fondant rollen und die beiden Stränge miteinander verdrehen. Die Torte am unteren Rand rundherum mit etwas Zuckerkleber bestreichen und die Kordel umlegen, vorsichtig andrücken und die Enden so verbinden, dass man es nicht sieht.
Ich habe dann die Torte erst mal über Nacht in den Kühlschrank gestellt, da ich sie erst am nächsten Tag brauchte.
Morgens habe ich dann das gedruckte Logo ganz dünn mit Butter eingestrichen und in die Mitte der Torte gelegt. Ringsum dann die vorbereiteten Buchstaben und Zahlen mit Zuckerkleber ankleben und die Sterne reinstecken.

Ich habe die Torte in einer Styropor-Box mit Kühlakku´s transportiert, so ist sie gut angekommen, die Füllung hat standgehalten und soll sehr lecker und fruchtig geschmeckt haben. Genau wie gewünscht, da waren meine Bedenken (mal wieder) umsonst😉





Mittwoch, 28. August 2019

Kuchen im Glas

Okay das heute vorgestellte Rezept ist eigentlich kein klassischer Kuchen in Glas, sondern eher ein Dessert. Bei meinem MiniS ist das aber immer ein Kuchen im Glas und vor allem ist das sein absoluter Favorit. Besonders, da er Erdbeeren so sehr mag. Und ja, die Erdbeerzeit ist jetzt längst vorbei, aber es können auch alle anderen Früchte sein, je nach Vorliebe.

Ich nehme für diesen Kuchen immer meine schönen Weck-Gläser in Tulpenform, die mag ich besonders, aber es geht natürlich auch jedes anderes Glas.

Auch bei der Creme kann man nach seinem eigenen Geschmack variieren - soll die Creme nicht so mächtig sein, nimmt man statt Mascarpone einfach Quark,. Soll die Creme cremiger sein, dann einfach etwas mehr Sahne nehmen. 




Im Rezept habe ich die Mengen nur für ein halbes Blech Biskuit angegeben, da es für die Gläser ausreicht. Ich backe immer ein ganzes Blech und mache aus dem Rest eine kleine Biskuitrolle mit Marmeladenfüllung.

Kuchen im Glas
Das Rezept ist ausgelegt für 12 kleine Weck-Tulpengläser (220ml)

Zutaten:

Biskuit:
(für 1/2 Backblech)
2 Eier 
Prise Salz
50 g Zucker
100 g Mehl 

Creme:
250 gr Mascarpone
250 gr Magerquark
(oder nur 500 g Quark 20%)
Vanille 
Zitronenabrieb einer 1/2 Bio-Zitrone
25 gr Zucker
2 EL Zitronensaft
40 gr Holundersirup
300 gr Sahne

800-1000 gr Erdbeeren
Erdbeermarmelade 
Deko

Zubereitung:

Zuerst den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Eier zusammen mit dem Zucker, der Prise Salz und 2 Esslöffel heißem Wasser sehr hellchremig-schaumig schlagen, das dauert auch mit einer Küchenmaschine 8-10 min. Die Masse sollte ordentlich Stand haben.
Das Mehl darüber sieben und vorsichtig und gründlich unterheben.
Die Masse auf ein halbes Backblech streichen und ca. 8 min backen. Da jeder Backofen anders ist, den Biskuit im Auge behalten bis er langsam Farbe annimmt.
Den Biskuit auf ein Stück mit Wasser besprühtem Backpapier oder mit Zucker bestreutem Küchentuch stürzen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Erdbeeren waschen, putzen und in Stück schneiden. Die Menge hängt davon ab, wieviel Erdbeeren im Glas sein sollen.

Für die Creme den Mascarpone, den Quark mit der Vanille, dem Zitronenabrieb, Zitronensaft, Zucker und Holundersirup leicht verrühren, die Sahne zufügen und alles zusammen aufschlagen.


Aus dem Biskuit Kreise ausstechen, die in etwa so groß sind, wie die Glasöffnung. Diese Biskuitkreise mit Erdbeermarmelade bestreichen und auf den Boden der Gläser legen.
Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle nach Wahl füllen und ein wenig auf den Biskuit spritzen. Erdbeeren darauf verteilen und dann mit der Creme eine schöne Rosette spritzen. 

Zum Schluss mit geriebener Schokolade, Erdbeeren oder gehackten Pistazien, oder, oder…. verzieren.

Hier gibts das Rezept noch als PDF: klick







Montag, 20. Mai 2019

Schoko-Mango-Drip-Cake

Für den Sohn meines Kollegen habe ich eine leckere Torte gebacken, bei der ich dann doch den zweiten Blick brauchte um mich in sie zu verlieben. Das liegt sicherlich auch daran, dass vor allem die Deko-Elemente anders geplant waren. Für den Musikliebhaber sollte nämlich oben Noten und Notenschlüssel auf der Torte stehen, aber diesmal gelangen mir die Gelatinezucker-Elemente überhaupt nicht. Also musste Plan B her und damit war ich dann echt zufrieden.



Grundlage bildet ein sehr leckerer, luftiger Schokoladenbiskuit, den ich auf diesem Blog gefunden habe und ich finde ihn wirklich super. Vielleicht schaffe ich es ja mal irgendwann mit eine Kategorie "Grundrezepte" anzulegen - dann ist dieser Biskuit  auf jeden Fall mit von der Partie.

Als Füllung dann eine wirklich köstliche Mango-Buttercreme, diesmal habe ich erstmals eine französische Buttercreme ausprobiert - und ja, sie ist sehr lecker.
Damit der Mangogeschmack besser rauskommt, habe ich das Mangopüree etwas einkochen lassen, das kommt echt gut.
Dazu eine Fruchteinlage aus Himbeeren  - das sorgt für den zusätzlichen Frische-kick. 

Beim Finishing hatte ich schon einem Drip-Cake im Blick, mir gefiel nur die leicht gelbe Buttercreme nicht so gut, aber mit weißem Velvetspray hab ich eine perfekte Lösung gefunden. Im Zusammenspiel mit der Mirror-Glaze sah es dann schon fast wie Klaviertasten aus.

Für das Notenband habe ich ein wenig weißen Fondant ausgerollt, zugeschnitten und mit schwarzer Lebensmittelfarbe bemalt. Es ist zwar nicht ganz so schön durchgetrocknet wir gewünscht, dafür war dann die Zeit zu kurz.


Schoko-Mango-Drip-Cake


Schokobiskuit
ergibt 2 Böden á 22 cm Durchmesser, die mindestens einmal teilbar sind.

Zutaten:
8 Eier
Vanilleextrakt
300 g Zucker
190 g Mehl
  60 g Speisestärke
  55 g Backkakao
 1,5 TL Backpulver
  Prise Salz

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C vorheizen, 2 Backformen am Boden mit Backpapier belegen oder,  das mach ich ganz gern, 2 Backringe mit Backpapier einschlagen.
Die Eier trennen, und zuerst die Eiweiße mit einer ordentlichen Prise Salz und dem Zucker zu schönem steifen Schnee schlagen.
Die Geschwindigkeit zurücknehmen und die Eigelbe nach  und nach unterrühren.
Mehl, Stärke, Backpulver und den Kakao vermischen und über die Eiermasse sieben. Das Ganze vorsichtig, aber gründlich unterheben und in die beiden Formen gleichmäßig verteilen und glatt streichen.
Die Böden nun ca. 20 min backen. Mit einer Stäbchenprobe sieht man ob, der Boden fertig ist.
Jeder Backofen ist anders, deshalb muss man das immer ein wenig ausloten.
Den Tortenboden erst ein wenig abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen. Er lässt sich besser schneiden, wenn man ihn einen Tag vorher backt und dann abgekühlt in Frischhaltefolie wickelt.


Fruchteinlage

Zutaten: 
500 g tiefgekühlte Himbeeren
1 TL Puderzucker
4 Blatt Gelatine

Zubereitung:
Die Himbeeren auftauen lassen, mit dem Puderzucker pürieren und durch ein Sieb streichen um die Kerne zu entfernen.Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Anschließend ein wenig von dem Himbeerpüree in einem Topf erhitzen, die aufgeweichte Gelatine darin auflösen.  Die Masse mit dem übrigen Püree gut verrühren.
2 Tortenringe auf ca. 18 cm einstellen mit Folie bespannen und auf eine glatte Unterlage setzen, z.B. Teller, Tablett...
Die Fruchtmasse gleichmäßig einfüllen und dann für 3-4 Stunden in den Gefrierschrank. Die Fruchtschicht kann man auch gut einige Tage vorher vorbereiten.


Französische Buttercreme

Zutaten:
6 Eier
1 Prise Salz
200 g Zucker
500 g  weiche Butter

Je nach Variation:
Vanilleextrakt, Mango....

Zubereitung:
Eier, Salz und Zucker über eine Wasserbad aufschlagen, bis die Masse ca. 85°C erreicht hat. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion macht das etwas leichter: Die 3 Zutaten rein, auf 85°C einstellen und aufschlagen lassen 😊.
Nach Erreichen der Temperatur die Masse vom Wasserbad nehmen (oder Hitzefunktion ausstellen) und mit einem Rührgerät oder Küchenmaschine "kalt rühren", d.h. die Masse hat dann so ca. 25°C.  Kleine Vorwarnung: das dauert schon mal 20-30 min.  Dann ist die Masse schön stabil.
In einer 2. Schüssel nun die Butter sehr schaumig rühren, das dauert ca. 5 min und sie wird deutliche heller. 
Nun die Butter unter die Eiermasse heben.

Die Buttercreme kann nun nach Belieben verfeinert werden.

Ich habe etwa ein Viertel genommen und mit etwas Vanilleextrakt verrührt, diese Vanillebuttercreme  war zum Einstreichen der Torte vorbehalten.

Mangobuttercreme

Dafür eine Mango schälen, pürieren und ein wenig einkochen lassen, das dient zum Einen um den Geschmack zu intensivieren, zum Anderen um ein wenig Flüssigkeit zu reduzieren. 

Die Mangomasse unter die Grund-Buttercreme rühren, fertig.


Zusammenbau der Torte: 
Die beiden Böden waagerecht teilen, bei mir blieb sogar noch ein "oberer Rest" übrig, aus dem es dann eine schnelle "Restetorte" für uns gab ;-)

Den ersten Boden in einen Tortenring einlegen, ein wenig von der Mangobuttercreme drauf verteilen und die erste Fruchteinlage in die Mittel legen, dann wieder mit Buttercreme bedecken.
Nach dem 2. Tortenboden dann nur eine Schicht Mangobuttercreme und schon  kann schon der 3. Boden drauf. Hier wieder Buttercreme, Fruchteinlage, Buttercreme schichten und mit dem 4 Tortenboden abschließen.
Auf den oberen Tortenboden noch eine ganz dünne schicht Buttercreme um die Krümel zu binden.
Jetzt kommt die Torte erst mal für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank, damit sie fest werden kann.
Anschließend die Torte aus dem Ring lösen und ringsum dünn mit Buttercreme bestreichen um auch am Rand die Krümel zu binden, nochmal kurz in den Kühlschrank. 
Zum Schluss die Torte gleichmäßig mit der Vanillebuttercreme einstreichen.
Das funktioniert übrigens ganz gut wenn man die Creme mit einer kleinen Lochtülle ringsum verteilt, bekommt man das recht gleichmäßig hin.

Die Torte dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, ich hab sie in den Gefrierschrank gestellt.
Am nächsten Morgen habe ich die Torte noch mal schön glatt gestrichen und die Seiten mit weißem Velvetspray besprüht.

Ich hatte noch etwas Schoko-Mirror-Glaze im Frost, diese hab ich erwärmt und dann erst den "Drip"- Rand gemacht und dann die Glasur in die Mitte verteilt, damit sich ein schöner Spiegel ergibt.
Man kann aber auch eine Schokoglasur dafür verwenden.

Zum Schluss noch die Früchte auf der Glasur drapieren. Dies übrigens gleich machen, sonst ist die Glasur zu fest und man kann sie nur obendrauf legen und es besteht die Gefahr, dass sie runterkullern.
Ein wenig Goldpuder sollten den Früchten noch ein wenig Glamour verleihen😊




Hier noch ohne Notenband





Im Anschnitt sieht man sehr schön die Fruchteinlage

Samstag, 27. April 2019

Basilikum-Mousse

Oh je, wenn ich auf das Veröffentlichungsdatum des letzten Posts sehe, hab ich ja fast ein schlechtes Gewissen. Aber dafür habe ich heute ein ganz leckeres Rezept.
Ein Dessert mit viel Basilikum klingt erst mal ungewöhnlich, aber es ist eine wunderbar leichte Mousse. - Ein leichter Geschmack nach Limette und ein Hauch von Basilikum darüber ein leckerer Fruchtspiegel - eine tolle Kombination wenn die Tage wärmer werden.
Die Mousse kann prima einen Tag vorher vorbereitet werden.
Wer es etwas sahniger mag, kann auch noch etwas geschlagene Sahne unterheben.
Auch bei den Früchten kann man kreativ sein, ich mag ja Aprikosen am liebsten, aber auch Erdbeeren passen sehr gut zum Basilikum.




Basilikum-Mousse mit Aprikosenpüree


Zutaten:
ergibt etwa 6 Portionen


3 Blatt Gelatine
1 Limette
75 gr Puderzucker
250 gr Sahnequark
frisches Basilikum
3 Eiweiß
1 Prise Salz

Aprikosen aus der Dose
einige getrocknete Aprikosen
oder andere leckere Früchte, z.B. Erdbeeren


Zubereitung:

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Schale der Limette in einen kleinen Topf reiben, die Limette auspressen. Den Limettensaft und 40 gr. Zucker ebenfalls in den Topf geben und miteinander verrühren. Diese Mischung leicht erhitzen, die Gelatine leicht ausdrücken und in der Saft-Mischung auflösen. Dann etwas abkühlen lassen.
Inzwischen das Basilikum waschen und trocken schütteln. (die Menge mach ich immer nach Gefühl, deshalb ist es jetzt schwierig diese genau zu benennen, etwa ½ Bund/ Topf)
Die Basilikumblätter abzupfen und zusammen mit dem Quark und der Gelatine-Mischung in einem Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Diese Masse in eine Schüssel füllen.
Die 3 Eiweiße mit der Prise Salz und dem restlichen Puderzucker steif schlagen. Den Eischnee vorsichtig unter die Quarkmasse heben und in Portionsgläser abfüllen.
Für 2-3 Stunden, oder auch über Nacht kaltstellen.
Die Aprikosen abtropfen lassen und zusammen mit den getrockneten Aprikosen fein pürieren.
Das Püree auf die Mouse geben und mit einigen Basilikumblättchen dekorieren.
Man kann natürlich auch noch geschlagene Sahne unterheben, dann wird es halt sahnig-cremiger und ist nicht mehr ganz so leicht.

Oder die Mousse in eine Schüssel füllen und nach dem Auskühlen Nocken abstechen und auf einem Fruchtspiegel präsentieren.

Hier gibts das Rezept noch als PDF: klick







Samstag, 24. November 2018

Ein Number Cake zum 5. Bloggeburtstag

Ja heute ist schon mein 5. Bloggeburtstag, unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.
Ich kann mich noch sehr gut an meinen 1. Bloggeburtstag erinnern. Da habe ich eine tolle Fondanttorte gebacken, von einem Freund schön fotografieren lassen....
Heute werde ich euch nur ein Rezept präsentieren, was ich schon seit ein paar Wochen verbloggen will. Aufgrund eines plötzlichen Krankheitsfalls in der Familie hab ich derzeit nicht die Kraft öfter was zu schreiben und auch die heutige Bloggeburtstagsparty fällt aus.

Eigentlich gibt es sogar 2 Geburtstagskuchen😊 denn unsere beiden Jungs hatten einen runden Geburtstag. Der Große war zuerst dran, da war das ganze noch geheim und damit schon eine schöne Überraschung.



Die Teigschichten sind aus Keksteig, gefüllt mit einer sehr leckeren Frischkäsecreme. Bei der Deko fehlt mir noch was grünes, aber dafür waren die Erdnussbutter Cups sehr lecker.

Number Cake

Zutaten: 
Die Zahlen waren bei mir so groß wie eine DIN A4-Seite, 
deshalb habe ich auch jede Zahl einzeln gebacken und das 1,5-fache Rezept verwendet.


Mürbeteig
240 gr Butter
120 gr Puderzucker
gute Prise Salz
etwas Vanille
1 Ei
380 gr Mehl
120 gr gemahlene Mandeln

Frischkäsecreme
600 gr Sahne
15 TL Sanapart
300 gr Doppelrahmfrischkäse

(alternativ:
400 gr. Sahne
500 gr Mascarpone
8 TL Sahnapart)

120 gr Puderzucker
etwas Zitronenabrieb 
Zitronensaft 

Für die Deko Früchte, Schoko, Fondantdeko, Macarons ........

Für den Mürbeteig alle Zutaten in eine Schüssel geben und zügig zu einem Teig verkneten (lassen). Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Das kann man auch schon sehr gut am Vortag machen und über Nacht kühlen.

Nach der Kühlzeit den Teig etwa 5 mm dünn ausrollen, die Zahlenschablone (Vorlagen findet man im Internet) auflegen und jeweils 2 mal ausschneiden. Dabei auf einen schönen sauberen Rand achten. Jede Zahl auf eine ebene Unterlage legen, mit Folie abdecken und für 1/2 Stunde in den Gefrierschrank legen. Von dem Teig bleibt auf jeden Fall 
Inzwischen den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Dann die Kekszahlen ca. 12 -15 min backen, bis der Rand leicht braun wird.
Anschließend gut abkühlen lassen.

Während die Kekse abkühlen, kann man schon mal die Frischkäsecreme vorbereiten. Dazu alle Zutaten alle miteinander gründlich verrühren und steif schlagen .

Die Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und dann kann es losgehen. Die ersten Kekszahlen auf eine Tortenplatte o.ä. legen und mit dem Spritzbeutel kleine Tupfen auf die Kekse.


Jeweils die 2. Lage Kekse auflegen und ebenfalls Tupfen aufspritzen.


Nun kann man die Torte nach Herzenslust verzieren.


Für unseren Kleine habe ich nur das einfache Rezept verwendet, dafür die Zahlen etwas kleiner gemacht.
Außerdem habe ich da für die Creme 
500 gr Mascarpone und 400 gr Sahne und nur 8 TL Sanapart verwendet.
(Ich hatte leider den Fehler gemacht und auch 15 TL Sanapart eingerührt, dabei ist die Creme aber zu fest geworden)

Hier gab es mehr Schoki, denn andere Früchte  mag unser kleiner Junior nicht wirklich.😏 

Alles in allem waren es 2 sehr leckere Torten und unsere Jungs haben sich sehr darüber gereut - und das ist das Wichtigste.

Ach übrigens kann man die Torte auch als Buchstaben backen, dann ist es aber ein Letter Cake 😄

Dienstag, 9. Oktober 2018

Nusszopf

Seit dem letzten Post ist es nun eine ganze Weile her. 
Zum Einen war es mir in diesem Supersommer oft zu heiß zum backen. Da hab ich es mir lieber mit einem Eis gemütlich gemacht.
Zum Anderen hatte ich eine OP an einer Hand (Karpaltunnel) so dass ich da eine Zeit lang gehandicapt war. Aber inzwischen ist alles fast wie vorher und es geht schon wieder ganz gut.

Heute komme ich zu einem Rezept, dem eine längere Geschichte vorangeht.

Im Februar hab ich mich bei einer Reha in Bad Schmiedeberg mal nur um mich gekümmert, viel für mich getan und ganz tolle Leute kennengelernt (ein lieber Gruß an die Anstaltsgruppe 😊)

Jeden Nachmittag haben wir uns nach den Therapien getroffen, haben gern in einem Café einen Kaffee getrunken und sind eine Runde gelaufen.
Und so sind wir auch eines Tages im Cafe am Schwanenteich bei Sabine gelandet. Wir haben uns so unterhalten und da stand ganz schnell fest: wir backen mal was zusammen. Ich hatte richtig Lust darauf,  denn schon vorher hab ich überlegt, mal in der Diätküche!😉 zu fragen ob ich mal einen Kuchen backen darf.
Und so bin ich eines Sonntagmorgen gemeinsam mit Kerstin😘 losgezogen um 2 Torten und einen Nusszopf zu backen.


Der Nusszopf war geschmacklich gut, von der Optik her fand ich, sah er ein wenig explodiert aus.



Und so stand zwar fest, dass ich den Nusszopf verbloggen wollte, aber vorher musste es noch einen Versuch geben, um auch die Optik zu verbessern. 

Nun endlich, habe ich es geschafft einen optisch schönen und leckeren Nusszopf zu backen.







Nusszopf 
nach einem Rezept von Sally 

Zutaten:
Hefeteig:
1 Würfel Hefe
2 EL warmes Wasser
80 gr Zucker
1 TL Salz
1 Eigelb
200 ml Milch
80 gr flüssige Butter 
1 EL Zitronenabrieb
500 gr Mehl

Füllung:
200 gr Haselnüsse
1 TL Zimt
5-6 Kardamomkapseln (oder gemahlenen)
1 Eiweiß
3 EL Zucker
2 EL Kakao
1 EL weiche Butter
Vanilleextrakt
3-4 EL Milch

Zuckerguss:
Puderzucker
Saft einer Zitrone

Zubereitung:
Hefe, Wasser und Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die restlichen Zutaten zufügen und 5 min auf niedrigster Stufe und 5 min auf der nächsten Stufe zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig für ca. 1 Stunden gehen lassen.

Inzwischen die Füllung vorbereiten: Dazu zuerst die Kardamomkapseln ein wenig in einer fettfreien Pfanne anrösten, die harte Schale entfernen und zu einem Pulver mörsern. Den frisch gemahlenen Kardamom zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer streichfähigen Masse verrühren. Bei den Gewürzen kann jeder nehmen was er gern mag, ich liebe z.B. Kardamom und gerade jetzt, wenn es wieder kühler wird, passt es für mich perfekt.

Ist der Hefeteig schön aufgegangen, wird er auf einer gut bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausgerollt.  Dann mit einer Palette die Nussmasse auf die gesamte Teigfläche streichen.  Nun wird die Teigplatte von der kurzen Seite her möglichst eng aufgerollt.
Mit einem scharfen Messer die Teigrolle bis zur Hälfte einschneide, so dass zwei Stränge entstehen. Diese Stränge umeinander wickeln und dann mit der anderen Hälfte genau so verfahren. Die Enden jeweils zusammendrücken und nach unten einschlagen.




Den Zopf auf ein Backblech legen und in den kalten Backofen schieben. Auf 170°C Ober-/ und Unterhitze einstellen und für ca. 40 min backen. 
Natürlich kann man den Teig nach den Formen erst noch gehen lassen, den Backofen inzwischen vorheizen und dann 
für 30 – 35 min backen. 
Nach dem Backen den Zopf ein wenig auskühlen lassen.





Zitronensaft und Puderzucker zu einem Guss verrühren und den Zopf damit bestreichen.
Nun den Nusszopf am besten noch ganz leicht warm genießen.

Mit einem Klick geht´s zum Rezept als pdf.






Ich bin ganz begeistert von der schönen Optik, der Zopf ist wunderbar von der Nussmasse durchzogen.



Eigentlich finde ich ja Hefegebäck frisch, noch leicht lauwarm am leckersten. Dieser Hefezopf schmeckt aber auch am nächsten Tag noch schön saftig.