Mittwoch, 28. August 2019

Kuchen im Glas

Okay das heute vorgestellte Rezept ist eigentlich kein klassischer Kuchen in Glas, sondern eher ein Dessert. Bei meinem MiniS ist das aber immer ein Kuchen im Glas und vor allem ist das sein absoluter Favorit. Besonders, da er Erdbeeren so sehr mag. Und ja, die Erdbeerzeit ist jetzt längst vorbei, aber es können auch alle anderen Früchte sein, je nach Vorliebe.

Ich nehme für diesen Kuchen immer meine schönen Weck-Gläser in Tulpenform, die mag ich besonders, aber es geht natürlich auch jedes anderes Glas.

Auch bei der Creme kann man nach seinem eigenen Geschmack variieren - soll die Creme nicht so mächtig sein, nimmt man statt Mascarpone einfach Quark,. Soll die Creme cremiger sein, dann einfach etwas mehr Sahne nehmen. 




Im Rezept habe ich die Mengen nur für ein halbes Blech Biskuit angegeben, da es für die Gläser ausreicht. Ich backe immer ein ganzes Blech und mache aus dem Rest eine kleine Biskuitrolle mit Marmeladenfüllung.

Kuchen im Glas
Das Rezept ist ausgelegt für 12 kleine Weck-Tulpengläser (220ml)

Zutaten:

Biskuit:
(für 1/2 Backblech)
2 Eier 
Prise Salz
50 g Zucker
100 g Mehl 

Creme:
250 gr Mascarpone
250 gr Magerquark
(oder nur 500 g Quark 20%)
Vanille 
Zitronenabrieb einer 1/2 Bio-Zitrone
25 gr Zucker
2 EL Zitronensaft
40 gr Holundersirup
300 gr Sahne

800-1000 gr Erdbeeren
Erdbeermarmelade 
Deko

Zubereitung:

Zuerst den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Eier zusammen mit dem Zucker, der Prise Salz und 2 Esslöffel heißem Wasser sehr hellchremig-schaumig schlagen, das dauert auch mit einer Küchenmaschine 8-10 min. Die Masse sollte ordentlich Stand haben.
Das Mehl darüber sieben und vorsichtig und gründlich unterheben.
Die Masse auf ein halbes Backblech streichen und ca. 8 min backen. Da jeder Backofen anders ist, den Biskuit im Auge behalten bis er langsam Farbe annimmt.
Den Biskuit auf ein Stück mit Wasser besprühtem Backpapier oder mit Zucker bestreutem Küchentuch stürzen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Erdbeeren waschen, putzen und in Stück schneiden. Die Menge hängt davon ab, wieviel Erdbeeren im Glas sein sollen.

Für die Creme den Mascarpone, den Quark mit der Vanille, dem Zitronenabrieb, Zitronensaft, Zucker und Holundersirup leicht verrühren, die Sahne zufügen und alles zusammen aufschlagen.


Aus dem Biskuit Kreise ausstechen, die in etwa so groß sind, wie die Glasöffnung. Diese Biskuitkreise mit Erdbeermarmelade bestreichen und auf den Boden der Gläser legen.
Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle nach Wahl füllen und ein wenig auf den Biskuit spritzen. Erdbeeren darauf verteilen und dann mit der Creme eine schöne Rosette spritzen. 

Zum Schluss mit geriebener Schokolade, Erdbeeren oder gehackten Pistazien, oder, oder…. verzieren.

Hier gibts das Rezept noch als PDF: klick







Montag, 20. Mai 2019

Schoko-Mango-Drip-Cake

Für den Sohn meines Kollegen habe ich eine leckere Torte gebacken, bei der ich dann doch den zweiten Blick brauchte um mich in sie zu verlieben. Das liegt sicherlich auch daran, dass vor allem die Deko-Elemente anders geplant waren. Für den Musikliebhaber sollte nämlich oben Noten und Notenschlüssel auf der Torte stehen, aber diesmal gelangen mir die Gelatinezucker-Elemente überhaupt nicht. Also musste Plan B her und damit war ich dann echt zufrieden.



Grundlage bildet ein sehr leckerer, luftiger Schokoladenbiskuit, den ich auf diesem Blog gefunden habe und ich finde ihn wirklich super. Vielleicht schaffe ich es ja mal irgendwann mit eine Kategorie "Grundrezepte" anzulegen - dann ist dieser Biskuit  auf jeden Fall mit von der Partie.

Als Füllung dann eine wirklich köstliche Mango-Buttercreme, diesmal habe ich erstmals eine französische Buttercreme ausprobiert - und ja, sie ist sehr lecker.
Damit der Mangogeschmack besser rauskommt, habe ich das Mangopüree etwas einkochen lassen, das kommt echt gut.
Dazu eine Fruchteinlage aus Himbeeren  - das sorgt für den zusätzlichen Frische-kick. 

Beim Finishing hatte ich schon einem Drip-Cake im Blick, mir gefiel nur die leicht gelbe Buttercreme nicht so gut, aber mit weißem Velvetspray hab ich eine perfekte Lösung gefunden. Im Zusammenspiel mit der Mirror-Glaze sah es dann schon fast wie Klaviertasten aus.

Für das Notenband habe ich ein wenig weißen Fondant ausgerollt, zugeschnitten und mit schwarzer Lebensmittelfarbe bemalt. Es ist zwar nicht ganz so schön durchgetrocknet wir gewünscht, dafür war dann die Zeit zu kurz.


Schoko-Mango-Drip-Cake


Schokobiskuit
ergibt 2 Böden á 22 cm Durchmesser, die mindestens einmal teilbar sind.

Zutaten:
8 Eier
Vanilleextrakt
300 g Zucker
190 g Mehl
  60 g Speisestärke
  55 g Backkakao
 1,5 TL Backpulver
  Prise Salz

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C vorheizen, 2 Backformen am Boden mit Backpapier belegen oder,  das mach ich ganz gern, 2 Backringe mit Backpapier einschlagen.
Die Eier trennen, und zuerst die Eiweiße mit einer ordentlichen Prise Salz und dem Zucker zu schönem steifen Schnee schlagen.
Die Geschwindigkeit zurücknehmen und die Eigelbe nach  und nach unterrühren.
Mehl, Stärke, Backpulver und den Kakao vermischen und über die Eiermasse sieben. Das Ganze vorsichtig, aber gründlich unterheben und in die beiden Formen gleichmäßig verteilen und glatt streichen.
Die Böden nun ca. 20 min backen. Mit einer Stäbchenprobe sieht man ob, der Boden fertig ist.
Jeder Backofen ist anders, deshalb muss man das immer ein wenig ausloten.
Den Tortenboden erst ein wenig abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen. Er lässt sich besser schneiden, wenn man ihn einen Tag vorher backt und dann abgekühlt in Frischhaltefolie wickelt.


Fruchteinlage

Zutaten: 
500 g tiefgekühlte Himbeeren
1 TL Puderzucker
4 Blatt Gelatine

Zubereitung:
Die Himbeeren auftauen lassen, mit dem Puderzucker pürieren und durch ein Sieb streichen um die Kerne zu entfernen.Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Anschließend ein wenig von dem Himbeerpüree in einem Topf erhitzen, die aufgeweichte Gelatine darin auflösen.  Die Masse mit dem übrigen Püree gut verrühren.
2 Tortenringe auf ca. 18 cm einstellen mit Folie bespannen und auf eine glatte Unterlage setzen, z.B. Teller, Tablett...
Die Fruchtmasse gleichmäßig einfüllen und dann für 3-4 Stunden in den Gefrierschrank. Die Fruchtschicht kann man auch gut einige Tage vorher vorbereiten.


Französische Buttercreme

Zutaten:
6 Eier
1 Prise Salz
200 g Zucker
500 g  weiche Butter

Je nach Variation:
Vanilleextrakt, Mango....

Zubereitung:
Eier, Salz und Zucker über eine Wasserbad aufschlagen, bis die Masse ca. 85°C erreicht hat. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion macht das etwas leichter: Die 3 Zutaten rein, auf 85°C einstellen und aufschlagen lassen 😊.
Nach Erreichen der Temperatur die Masse vom Wasserbad nehmen (oder Hitzefunktion ausstellen) und mit einem Rührgerät oder Küchenmaschine "kalt rühren", d.h. die Masse hat dann so ca. 25°C.  Kleine Vorwarnung: das dauert schon mal 20-30 min.  Dann ist die Masse schön stabil.
In einer 2. Schüssel nun die Butter sehr schaumig rühren, das dauert ca. 5 min und sie wird deutliche heller. 
Nun die Butter unter die Eiermasse heben.

Die Buttercreme kann nun nach Belieben verfeinert werden.

Ich habe etwa ein Viertel genommen und mit etwas Vanilleextrakt verrührt, diese Vanillebuttercreme  war zum Einstreichen der Torte vorbehalten.

Mangobuttercreme

Dafür eine Mango schälen, pürieren und ein wenig einkochen lassen, das dient zum Einen um den Geschmack zu intensivieren, zum Anderen um ein wenig Flüssigkeit zu reduzieren. 

Die Mangomasse unter die Grund-Buttercreme rühren, fertig.


Zusammenbau der Torte: 
Die beiden Böden waagerecht teilen, bei mir blieb sogar noch ein "oberer Rest" übrig, aus dem es dann eine schnelle "Restetorte" für uns gab ;-)

Den ersten Boden in einen Tortenring einlegen, ein wenig von der Mangobuttercreme drauf verteilen und die erste Fruchteinlage in die Mittel legen, dann wieder mit Buttercreme bedecken.
Nach dem 2. Tortenboden dann nur eine Schicht Mangobuttercreme und schon  kann schon der 3. Boden drauf. Hier wieder Buttercreme, Fruchteinlage, Buttercreme schichten und mit dem 4 Tortenboden abschließen.
Auf den oberen Tortenboden noch eine ganz dünne schicht Buttercreme um die Krümel zu binden.
Jetzt kommt die Torte erst mal für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank, damit sie fest werden kann.
Anschließend die Torte aus dem Ring lösen und ringsum dünn mit Buttercreme bestreichen um auch am Rand die Krümel zu binden, nochmal kurz in den Kühlschrank. 
Zum Schluss die Torte gleichmäßig mit der Vanillebuttercreme einstreichen.
Das funktioniert übrigens ganz gut wenn man die Creme mit einer kleinen Lochtülle ringsum verteilt, bekommt man das recht gleichmäßig hin.

Die Torte dann am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, ich hab sie in den Gefrierschrank gestellt.
Am nächsten Morgen habe ich die Torte noch mal schön glatt gestrichen und die Seiten mit weißem Velvetspray besprüht.

Ich hatte noch etwas Schoko-Mirror-Glaze im Frost, diese hab ich erwärmt und dann erst den "Drip"- Rand gemacht und dann die Glasur in die Mitte verteilt, damit sich ein schöner Spiegel ergibt.
Man kann aber auch eine Schokoglasur dafür verwenden.

Zum Schluss noch die Früchte auf der Glasur drapieren. Dies übrigens gleich machen, sonst ist die Glasur zu fest und man kann sie nur obendrauf legen und es besteht die Gefahr, dass sie runterkullern.
Ein wenig Goldpuder sollten den Früchten noch ein wenig Glamour verleihen😊




Hier noch ohne Notenband





Im Anschnitt sieht man sehr schön die Fruchteinlage

Samstag, 27. April 2019

Basilikum-Mousse

Oh je, wenn ich auf das Veröffentlichungsdatum des letzten Posts sehe, hab ich ja fast ein schlechtes Gewissen. Aber dafür habe ich heute ein ganz leckeres Rezept.
Ein Dessert mit viel Basilikum klingt erst mal ungewöhnlich, aber es ist eine wunderbar leichte Mousse. - Ein leichter Geschmack nach Limette und ein Hauch von Basilikum darüber ein leckerer Fruchtspiegel - eine tolle Kombination wenn die Tage wärmer werden.
Die Mousse kann prima einen Tag vorher vorbereitet werden.
Wer es etwas sahniger mag, kann auch noch etwas geschlagene Sahne unterheben.
Auch bei den Früchten kann man kreativ sein, ich mag ja Aprikosen am liebsten, aber auch Erdbeeren passen sehr gut zum Basilikum.




Basilikum-Mousse mit Aprikosenpüree


Zutaten:
ergibt etwa 6 Portionen


3 Blatt Gelatine
1 Limette
75 gr Puderzucker
250 gr Sahnequark
frisches Basilikum
3 Eiweiß
1 Prise Salz

Aprikosen aus der Dose
einige getrocknete Aprikosen
oder andere leckere Früchte, z.B. Erdbeeren


Zubereitung:

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Schale der Limette in einen kleinen Topf reiben, die Limette auspressen. Den Limettensaft und 40 gr. Zucker ebenfalls in den Topf geben und miteinander verrühren. Diese Mischung leicht erhitzen, die Gelatine leicht ausdrücken und in der Saft-Mischung auflösen. Dann etwas abkühlen lassen.
Inzwischen das Basilikum waschen und trocken schütteln. (die Menge mach ich immer nach Gefühl, deshalb ist es jetzt schwierig diese genau zu benennen, etwa ½ Bund/ Topf)
Die Basilikumblätter abzupfen und zusammen mit dem Quark und der Gelatine-Mischung in einem Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Diese Masse in eine Schüssel füllen.
Die 3 Eiweiße mit der Prise Salz und dem restlichen Puderzucker steif schlagen. Den Eischnee vorsichtig unter die Quarkmasse heben und in Portionsgläser abfüllen.
Für 2-3 Stunden, oder auch über Nacht kaltstellen.
Die Aprikosen abtropfen lassen und zusammen mit den getrockneten Aprikosen fein pürieren.
Das Püree auf die Mouse geben und mit einigen Basilikumblättchen dekorieren.
Man kann natürlich auch noch geschlagene Sahne unterheben, dann wird es halt sahnig-cremiger und ist nicht mehr ganz so leicht.

Oder die Mousse in eine Schüssel füllen und nach dem Auskühlen Nocken abstechen und auf einem Fruchtspiegel präsentieren.

Hier gibts das Rezept noch als PDF: klick







Samstag, 24. November 2018

Ein Number Cake zum 5. Bloggeburtstag

Ja heute ist schon mein 5. Bloggeburtstag, unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.
Ich kann mich noch sehr gut an meinen 1. Bloggeburtstag erinnern. Da habe ich eine tolle Fondanttorte gebacken, von einem Freund schön fotografieren lassen....
Heute werde ich euch nur ein Rezept präsentieren, was ich schon seit ein paar Wochen verbloggen will. Aufgrund eines plötzlichen Krankheitsfalls in der Familie hab ich derzeit nicht die Kraft öfter was zu schreiben und auch die heutige Bloggeburtstagsparty fällt aus.

Eigentlich gibt es sogar 2 Geburtstagskuchen😊 denn unsere beiden Jungs hatten einen runden Geburtstag. Der Große war zuerst dran, da war das ganze noch geheim und damit schon eine schöne Überraschung.



Die Teigschichten sind aus Keksteig, gefüllt mit einer sehr leckeren Frischkäsecreme. Bei der Deko fehlt mir noch was grünes, aber dafür waren die Erdnussbutter Cups sehr lecker.

Number Cake

Zutaten: 
Die Zahlen waren bei mir so groß wie eine DIN A4-Seite, 
deshalb habe ich auch jede Zahl einzeln gebacken und das 1,5-fache Rezept verwendet.


Mürbeteig
240 gr Butter
120 gr Puderzucker
gute Prise Salz
etwas Vanille
1 Ei
380 gr Mehl
120 gr gemahlene Mandeln

Frischkäsecreme
600 gr Sahne
15 TL Sanapart
300 gr Doppelrahmfrischkäse

(alternativ:
400 gr. Sahne
500 gr Mascarpone
8 TL Sahnapart)

120 gr Puderzucker
etwas Zitronenabrieb 
Zitronensaft 

Für die Deko Früchte, Schoko, Fondantdeko, Macarons ........

Für den Mürbeteig alle Zutaten in eine Schüssel geben und zügig zu einem Teig verkneten (lassen). Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Das kann man auch schon sehr gut am Vortag machen und über Nacht kühlen.

Nach der Kühlzeit den Teig etwa 5 mm dünn ausrollen, die Zahlenschablone (Vorlagen findet man im Internet) auflegen und jeweils 2 mal ausschneiden. Dabei auf einen schönen sauberen Rand achten. Jede Zahl auf eine ebene Unterlage legen, mit Folie abdecken und für 1/2 Stunde in den Gefrierschrank legen. Von dem Teig bleibt auf jeden Fall 
Inzwischen den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Dann die Kekszahlen ca. 12 -15 min backen, bis der Rand leicht braun wird.
Anschließend gut abkühlen lassen.

Während die Kekse abkühlen, kann man schon mal die Frischkäsecreme vorbereiten. Dazu alle Zutaten alle miteinander gründlich verrühren und steif schlagen .

Die Creme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und dann kann es losgehen. Die ersten Kekszahlen auf eine Tortenplatte o.ä. legen und mit dem Spritzbeutel kleine Tupfen auf die Kekse.


Jeweils die 2. Lage Kekse auflegen und ebenfalls Tupfen aufspritzen.


Nun kann man die Torte nach Herzenslust verzieren.


Für unseren Kleine habe ich nur das einfache Rezept verwendet, dafür die Zahlen etwas kleiner gemacht.
Außerdem habe ich da für die Creme 
500 gr Mascarpone und 400 gr Sahne und nur 8 TL Sanapart verwendet.
(Ich hatte leider den Fehler gemacht und auch 15 TL Sanapart eingerührt, dabei ist die Creme aber zu fest geworden)

Hier gab es mehr Schoki, denn andere Früchte  mag unser kleiner Junior nicht wirklich.😏 

Alles in allem waren es 2 sehr leckere Torten und unsere Jungs haben sich sehr darüber gereut - und das ist das Wichtigste.

Ach übrigens kann man die Torte auch als Buchstaben backen, dann ist es aber ein Letter Cake 😄

Dienstag, 9. Oktober 2018

Nusszopf

Seit dem letzten Post ist es nun eine ganze Weile her. 
Zum Einen war es mir in diesem Supersommer oft zu heiß zum backen. Da hab ich es mir lieber mit einem Eis gemütlich gemacht.
Zum Anderen hatte ich eine OP an einer Hand (Karpaltunnel) so dass ich da eine Zeit lang gehandicapt war. Aber inzwischen ist alles fast wie vorher und es geht schon wieder ganz gut.

Heute komme ich zu einem Rezept, dem eine längere Geschichte vorangeht.

Im Februar hab ich mich bei einer Reha in Bad Schmiedeberg mal nur um mich gekümmert, viel für mich getan und ganz tolle Leute kennengelernt (ein lieber Gruß an die Anstaltsgruppe 😊)

Jeden Nachmittag haben wir uns nach den Therapien getroffen, haben gern in einem Café einen Kaffee getrunken und sind eine Runde gelaufen.
Und so sind wir auch eines Tages im Cafe am Schwanenteich bei Sabine gelandet. Wir haben uns so unterhalten und da stand ganz schnell fest: wir backen mal was zusammen. Ich hatte richtig Lust darauf,  denn schon vorher hab ich überlegt, mal in der Diätküche!😉 zu fragen ob ich mal einen Kuchen backen darf.
Und so bin ich eines Sonntagmorgen gemeinsam mit Kerstin😘 losgezogen um 2 Torten und einen Nusszopf zu backen.


Der Nusszopf war geschmacklich gut, von der Optik her fand ich, sah er ein wenig explodiert aus.



Und so stand zwar fest, dass ich den Nusszopf verbloggen wollte, aber vorher musste es noch einen Versuch geben, um auch die Optik zu verbessern. 

Nun endlich, habe ich es geschafft einen optisch schönen und leckeren Nusszopf zu backen.







Nusszopf 
nach einem Rezept von Sally 

Zutaten:
Hefeteig:
1 Würfel Hefe
2 EL warmes Wasser
80 gr Zucker
1 TL Salz
1 Eigelb
200 ml Milch
80 gr flüssige Butter 
1 EL Zitronenabrieb
500 gr Mehl

Füllung:
200 gr Haselnüsse
1 TL Zimt
5-6 Kardamomkapseln (oder gemahlenen)
1 Eiweiß
3 EL Zucker
2 EL Kakao
1 EL weiche Butter
Vanilleextrakt
3-4 EL Milch

Zuckerguss:
Puderzucker
Saft einer Zitrone

Zubereitung:
Hefe, Wasser und Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die restlichen Zutaten zufügen und 5 min auf niedrigster Stufe und 5 min auf der nächsten Stufe zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Die Schüssel luftdicht abdecken und den Teig für ca. 1 Stunden gehen lassen.

Inzwischen die Füllung vorbereiten: Dazu zuerst die Kardamomkapseln ein wenig in einer fettfreien Pfanne anrösten, die harte Schale entfernen und zu einem Pulver mörsern. Den frisch gemahlenen Kardamom zusammen mit den restlichen Zutaten zu einer streichfähigen Masse verrühren. Bei den Gewürzen kann jeder nehmen was er gern mag, ich liebe z.B. Kardamom und gerade jetzt, wenn es wieder kühler wird, passt es für mich perfekt.

Ist der Hefeteig schön aufgegangen, wird er auf einer gut bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausgerollt.  Dann mit einer Palette die Nussmasse auf die gesamte Teigfläche streichen.  Nun wird die Teigplatte von der kurzen Seite her möglichst eng aufgerollt.
Mit einem scharfen Messer die Teigrolle bis zur Hälfte einschneide, so dass zwei Stränge entstehen. Diese Stränge umeinander wickeln und dann mit der anderen Hälfte genau so verfahren. Die Enden jeweils zusammendrücken und nach unten einschlagen.




Den Zopf auf ein Backblech legen und in den kalten Backofen schieben. Auf 170°C Ober-/ und Unterhitze einstellen und für ca. 40 min backen. 
Natürlich kann man den Teig nach den Formen erst noch gehen lassen, den Backofen inzwischen vorheizen und dann 
für 30 – 35 min backen. 
Nach dem Backen den Zopf ein wenig auskühlen lassen.





Zitronensaft und Puderzucker zu einem Guss verrühren und den Zopf damit bestreichen.
Nun den Nusszopf am besten noch ganz leicht warm genießen.

Mit einem Klick geht´s zum Rezept als pdf.






Ich bin ganz begeistert von der schönen Optik, der Zopf ist wunderbar von der Nussmasse durchzogen.



Eigentlich finde ich ja Hefegebäck frisch, noch leicht lauwarm am leckersten. Dieser Hefezopf schmeckt aber auch am nächsten Tag noch schön saftig.




Dienstag, 17. Juli 2018

Erdbeer-Pistazien-Tarte

Leider ist die Erdbeerzeit schon fast vorbei. Erdbeeren sind so ziemlich die einzigen Beeren auf die ich wirklich steh. Johannisbeeren sind z.B. so gar nichts meins - außer im selbstgemachten Johannisbeerlikör.😉
Heute gibt es eine wunderbare Tarte. Einige Male wanderte sie in den letzten Wochen auf unserem Kaffeetisch und immer wieder kam sie gut an.



Eine wundervolle Kombination die fruchtige Süße der Erdbeeren, die cremige Mascarpone, die wundervolle Pistazienmasse mit einem Hauch von Marzipan und der knusprige Mürbeteig- mmmmhh.





Erdbeer-Pistazien Tarte

Zutaten: 
Für eine Tarteform von 35x15 cm

Mürbeteig: 
80 gr kalte Butter
60 gr Zucker
1 Prise Salz
1 Ei gr. L
1 Eigelb gr. L
15 gr flüssige Sahne
210 gr Mehl

Pistazien-Frangipan-Masse:
35 gr gemahlene Pistazien
35 gr gemahlene Mandeln
70 gr weiche Butter
70 gr Zucker
1 Ei Gr. L
1 EL Amaretto

Mascarpone-Creme:
250 gr Mascarpone
Vanille 
Zitronenabrieb einer 1/2 Bio-Zitrone
15 Gr Zucker
2 EL Zitronensaft
40 gr Holundersirup
200 gr Sahne

500 gr Erdbeeren


Zubereitung:

Für den Mürbeteig zuerst Butter Zucker und Salz gut verrühren, nicht schaumig schlagen. Nach und nach das Ei, das Eigelb und die Sahne dazugeben. Zum Schluss das Mehl hinzufügen und alles zu einem schönen Teig verkneten. Dann den Teig in Frischhaltefolie einschlagen und dann für mind. ½ Stunde in den Kühlschrank. Man kann ihn auch gut 1 Tag eher machen oder auch auf Vorrat einfrieren. Ich bringe den Teig auch in der Folie schon ein eine rechteckige Form, das erleichtert später das Ausrollen.

Dann schon mal den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Frangipan-Masse einfach alle Zutaten gründlich miteinander verrühren – auch hier darauf achten, dass sie nicht aufgeschlagen wird.
Nun den Mürbeteig passend für die Tarteform, ca. 4mm dick ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Die Ränder glatt abschneiden.
Die Frangipan-Masse auf den Mürbeteig verteilen und glattstreichen. 
Für ca. 15-20 min backen, anschließend auskühlen lassen.

Den Mascarpone mit der Vanille, dem Zitronenabrieb, Zitronensaft, Zucker und Holundersirup leicht verrühren, die Sahne zufügen und alles zusammen aufschlagen.
Die Creme in einen Spritzbeutel mit einer Tülle nach Wahl füllen und lauter Tupfen auf die gebackene Tarte spritzen, ein wenig von der Creme zur Deko aufheben.


Die Erdbeeren waschen entstielen, evtl. halbieren und dekorativ auf den Tupfen verteilen, dann noch ein paar Mascarpone-Tupfen aufspritzen und mit gehackten Pistazien bestreuen. Bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen.

Hier noch das Rezept als pdf.


Die Pistazienmasse könnte ein wenig grüner sein, dann ist es farblich interessanter😊. Beim nächsten Durchgang habe ich einfach mit ein wenig Lebensmittelfarbe nachgeholfen. Spinat wäre sicher auch einen Versuch wert, vielleicht beim nächsten Mal .....

Man kann natürlich auch variieren, statt Pistazien andere Nüsse verwenden, oder auch andere Früchte. Am Wochenende hab ich die Tarte mit Himbeeren gemacht - auch sehr zu empfehlen.




Sonntag, 24. Juni 2018

Grüne Erdbeercharlotte



Jetzt gibt es ja an allen Ecken schöne frische Erdbeeren. Und da sie hier bei uns von der Sonne gereift sind, nicht in irgendwelchen weit entfernten Gewächshäusern, schmecken sie auch so richtig schön nach Sommer.

Gerade wenn es warm ist, steht uns der Sinn nicht so sehr nach Gebackenem, da essen wir einfach gern ein Eis.  Aber diese wunderbar leichte, fruchtige und erfrischende Charlotte kam super an.

Entdeckt habe ich das Rezept bereits im letzten Jahr bei Malu´s Köstlichkeiten und auch bereits ausprobiert und für sehr lecker empfunden.
Ostern sah ich bei unserem Bäcker dann Torten mit grünem Teig und "Gras" aus Krümeln - das brachte mich auf die Idee der "Grünen Charlotte".

Um diese schöne grüne Farbe zu erhalten habe ich pürierten Spinat verwendet. Einfach frischen Spinat waschen putzen und pürieren, Reste einfach einfrieren für eine weitere Charlotte 😉. Und für Spinathasser: man schmeckt den Spinat nicht mehr - mein Mini-S hat skeptisch geguckt, aber dann für gut befunden.



Grüne Erdbeercharlotte

Zutaten Biskuitrolle:
5 Eier (Gr. M)
120 gr Zucker
1Prise Salz
100 gr Mehl
1TL Backpulver
100gr pürierter Spinat
150 gr Erdbeermarmelade


Zuerst den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier oder einer Backmatte auslegen. 
Mithilfe einer runden 20-er Backform einen Kreis auf Backpapier zeichnen, diesen ausschneiden und die Form damit auslegen. 
Die Eier trennen, das Eiweiß mit dem Zucker sehr steif schlagen. Der Eischnee sollte leicht glänzen. Dann die Eigelbe nach und nach zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, über die Eimasse sieben und unterheben, zum Schluss noch den pürierten Spinat unterheben.
Etwa 100 gr des Teiges in die Runde Backform geben, glattstreichen und 7-8 min backen.
Den restlichen Teig auf dem Backblech verstreichen und im Anschluss auch etwa 8 min backen, er sollte nicht zu dunkel werden. 
Dann den Teig auf ein feuchtes Geschirrtuch stürzen, nochmal drehen und ein wenig abkühlen lassen.
Die Backhaut-Seite mit Marmelade bestreichen. Den Biskuit gleich fest aufrollen (ich hab da auch immer so meine Probleme), in Frischhaltefolie einwickeln und erst mal in den Gefrierschrank legen.  

Zutaten Joghurtcreme:
300 gr griechischer Joghurt
Abrieb einer Zitrone
80 gr Holunderblütensirup
5 Blätter Gelatine
200 gr Sahne
1TL Zucker 
250 gr Erdbeeren
evtl. Basilikum frisch


Als erstes die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Sirup in einen kleinen Topf geben und langsam erwärmen, dabei nicht zu heiß werden lassen, anschließend die Gelatine darin auflösen und vom Herd ziehen.
Den Joghurt mit dem Zitronenabrieb cremig rühren und dann einige Löffel in die aufgelöste Gelatine geben, bis sich die Temperaturen angeglichen haben. Dann alles in den Joghurt rühren. Die Creme anschließend in den Kühlschrank stellen, bis sie zu gelieren beginnt, damit sie dann nicht zu flüssig ist.
Inzwischen die Erdbeeren waschen, vom Stiel befreien und in kleine Stücke schneiden. Das Basilikum ebenfalls waschen und in feine Streifen schneiden.

Eine halbkugelförmige Schüssel, ca. 20x9 cm (z.B. vom schwedischen Möbelhaus) mit Klarsichtfolie auslegen.
Die Biskuitrolle aus dem Frost holen und gleichmäßig etwa 1,5 cm starke Scheiben schneiden. Die Form damit dicht an dicht auslegen.

Inzwischen ist die Joghurtmasse sicherlich geliert. Dann kann man die Sahne mit einem Löffel Zucker steif schlagen und unter die Joghurtcreme heben. Zum Schluss noch die Erdbeeren und das Basilikum unterziehen. 
Diese Masse füllt ihr in die mit den Biskuitscheiben ausgelegte Schüssel und setzt zum Schluss noch den runden Biskuitboden drauf.
Alles schön mit Klarsichtfolie abdecken und in den Kühlschrank stellen, am besten über Nacht.

Vor dem Servieren die Torte auf eine Tortenplatte stürzen und genießen!

Hier noch das Rezept als pdf zum ausdrucken.



Gut gekühlt, frisch aus dem Kühlschrank, ist es eine wunderbar erfrischende  Alternative zum Eis. Fruchtig und leicht kommt sie vom Kuchenteller in euren Mund gehüpft.



Das Ganze funktioniert auch sicher super mit Himbeeren oder Brombeeren.





Sonntag, 10. Juni 2018

Gurken-Mango Cocktail mit Garnelen

Dieses Rezept hab ich bei Melina gefunden und es war Liebe auf den ersten Blick. Erst mal optisch ein richtiger Eye-Catcher und dann auch geschmacklich. Frisch, fruchtig, leicht scharf - eine Hauch von Exotik, super lecker

Ja für die Zubereitung muss einiges Geschnippelt werden, aber dann geht´s ganz fix. 
Gerade jetzt wenn es wärmer wird, passt so ein schöner kühler Salat doch wunderbar, vielleicht zur nächsten Grillparty?
Und so wie bei mir in kleinen Gläschen angerichtet, kommt seine volle Schönheit so richtig zur Geltung.

Ach ja, wer keine Garnelen mag, könnte auch Hühnchen nehmen, mit ein wenig Curry gewürzt, passt es auch super zur Mango.



Gurken-Mango Cocktail mit Garnelen

.


Zutaten:
1 Salatgurke
frischer Dill
2 rote Paprika
2 genussreife Mangos

150 gr Crème fraîche
50 ml Orangensaft
4 Frühlingszwiebeln
200 gr Garnelen
Zitronensaft
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Prise Zucker
Chili (frisch oder getrocknet)

Das Gemüse waschen und dann kann man mit dem schnippeln beginnen: die Gurke halbieren, die Kerne entfernen und in kleine, feine Würfel schneiden. In eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer, Dill würzen und erst mal stehen lassen.
Die Paprika in ebenfalls in kleine Würfel schneiden, zur Seite legen. 
Die Mangos schälen, Eine in kleine Würfel schneiden, die Andere in grobe Stücke schneiden und mit O-Saft und etwas Chili (frisch oder gemahlen) pürieren.  Beim Chili lieber erst mal weniger nehmen und austesten, damit es nicht zu scharf ist -  je nach Geschmack. Die pürierte Mango zu den Mangowürfel geben, die Frühlingszwiebel klein schneiden und ebenfalls dazugeben und alles verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken
Die Garnelen in kleine Stücke schneiden und in ein wenig Olivenöl kurz scharf anbraten. Die sollen noch glasig sein, auch mit wenig Salz und Pfeffer würzen.
Das Crème fraîche verrühren, mit Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker und etwas Zitronensaft abschmecken.
Von den Gurkenwürfelchen das ausgetretene Wasser abschütten.

Dann kann alles in kleine Portionsgläser geschichtet werden.

Zuerst die Mango-Sauce, dann Paprika, Gurke, ein wenig von der Crème fraîche, zum Schluss die Garnelen.
Mit klein geschnittener Frühlingszwiebel, Schnittlauch oder einem Ästchen Dill garnieren. 

Hier gibt´s das Rezept noch als praktische PDF zum ausdrucken










Samstag, 2. Juni 2018

Spinat-Lachs-Rolle

Heute nun das 2. Rezept aus meiner Fingerfood-Reihe.
Diese oberleckere Spinat-Lachs-Rolle habe ich schon sehr oft gemacht und sie ist auch immer sehr gut angekommen. 
Außerdem ist die Zubereitung sehr einfach und sie lässt sich super vorbereiten.


Spinat-Lachs-Rolle






Zutaten: 

180 gr Rahmspinat
1 Ei
200 gr Käse, z.B. Gouda
200 Kräuterfrischkäse
200 gr Räucherlachs








Zubereitung:

Zuerst den Spinat auftauen lassen, den Käse raspeln.  
Dann erst mal den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.












Nun den Spinat mit dem Ei gut verrühren und auf ein mit Backpapier 
(noch besser ist Dauerbackfolie) ausgelegtes Blech gleichmäßig aufstreichen und mit dem Käse bestreuen.




















Das Blech in den Ofen schieben und ca. 15 min backen. 
Der Käse sollte leicht braun sein, also im Blick haben, jeder Backofen ist anders.














Die Masse ganz auskühlen lassen und mit dem Frischkäse bestreichen und mit dem Lachs belegen. 












Dann alles zu einer festen Rolle aufrollen und fest in Folie einpacken.
Einige Stunden, ruhig über Nacht in den Kühlschrank legen.

Dann die Rolle in Scheiben schneiden und anrichten.





Hier noch das Rezept als pdf zum ausdrucken.


Quelle: Chefkoch