Posts mit dem Label Kartoffeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kartoffeln werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Mai 2018

Bratkartoffelsalat

In den letzten Post hatte ich ja schon gezeigt, welche süßen Verführungen ich zum Geburtstag meines Mannes gebacken hatte. 
Heute möchte ich eine kleine Serie starten und einige Vorschläge für Fingerfood zeigen, das gab es nämlich zur Feier mit unseren Freunden.
Ich mag Fingerfood ja sehr gern, so ein kleiner Happen, schnell mal noch im Vorbeigehen gemopst geht doch immer. Außerdem spart man sich ein wenig Abwasch. Okay dafür hat man vorher schon eine Menge Arbeit, aber es lohnt sich😊

Den Anfang macht ein super leckerer Kartoffelsalat. Ich hatte ihn auch zum ersten Mal gemacht und war echt begeistert:


Bratkartoffelsalat




Zutaten:

Salat:
ca. 1,5 kg festkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
Öl
Salz
Radieschen

Dressing:
250 gr Speisequark
2 EL Öl
1 EL Balsamico Bianco
Ca. 100 ml Brühe
2 EL Sofortgelatine
Salz
gemahlener Kreuzkümmel
kleingehackter Rosmarin

kleine Gläser zum Anrichten

Verzierung:
einige Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung 
Den Frühstücksspeck in eine große Pfanne legen und langsam warm werden lassen. Den Speck von beiden Seiten schön knusprig braun braten. Den Bacon auf Küchentuch legen und abkühlen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden (ca. 1,5 cm). Die Zwiebeln ebenfalls schälen und fein würfeln. 
Die Bacon-Pfanne wieder auf den Herd stellen, noch etwas Öl dazu und heiß werden lassen. Die Kartoffelwürfel dazugeben, Hitze etwas reduzieren und die Kartoffelwürfel unter gelegentlichen Rühren knusprig braten. Kurze bevor sie fertig sind, die Zwiebeln zugeben und mitbraten. Die Bratkartoffeln salzen und ein wenig pfeffern und kalt werden lassen.

Für das Dressing den Quark mit Öl, Balsamico, Brühe und der Sofortgelatine verrühren. Mit Salz, Kreuzkümmel und Rosmarin kräftig abschmecken.

Die Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.

Anrichten:

Kartoffeln, Dressing und in Portionsgläser schichten, ich habe das 2-mal wiederholt. Dann den Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden und auf die oberen Schicht Dressing streuen und mit einem Stück des knusprigen Bacons verzieren. Bis es losgeht die Gläser kaltstellen.

Natürlich kann man das ganze auch in einer großen Schlüssel anrichten!

Hier gibt es noch das Rezept zum ausdrucken!



Ich mag ja knusprig gebackenen Bauchspeck. Bei meinem Fleischer gibt es ab und zu Schweinebauch den er zusätzlich mit Kräutern würzt und richtig schön räuchert. Den hab ich auch hier benutzt - sehr lecker und schön knusprig.





Ja, dem aufmerksamen Leser ist es bestimmt nicht entgangen: ich hatte keinen Schnittlauch. Schade.

Aber sonst war es ein schöner frischer Kartoffelsalat, passt jetzt im Sommer super zum Grillen.




Mittwoch, 18. Februar 2015

Kartoffelbrot

Seit einiger Zeit denke ich immer mal darüber nach, unser Brot selber zu backen.
Einige Male war ich auf den Plötzblog von Lutz, allerdings klang es mir zu kompliziert und zu langwierig. Vor allem an den Sauerteig traute ich mich nicht ran. Aber irgendwann werde ich es in Angriff nehmen.
Dann entdeckte ich auf dem Blog von Yvonne ein sehr lecker aussehendes Kartoffelbrot und es hat mich gepackt.
Inzwischen hab ich das Brot schon 3 mal gebacken, jeweils mit einer anderen Mehlmischung.
Ich stelle euch als erstes das Rezept und die Vorgehensweise vor. Bei den Zutaten werde ich auch nur von Mehl schreiben, dahinter versteckt sich jedesmal eine andere Zusammensetzung der Mehlmischung. Ich werde anschließend beschreiben, welche Mehlmischung ich verwendet habe und wie das Ergebnis war, dann kann jeder selbst entscheiden was ihm besser zusagt.



Kartoffelbrot

Zutaten:
250 gr Kartoffeln
575 gr Mehl
1 Würfel Hefe (42 gr)
150 gr lauwarmes Wasser
150 gr lauwarme Milch
1 El Salz

Zubereitung:

Kartoffeln kochen, pellen und fein zerdrücken, stampfen oder durch die Presse drücken.
Dazu kann man aber auch Kartoffeln vom Vortag nehmen, dann geht das Brot auch schneller ,-)
Nun die Milch und das Wasser mischen (ich nehm immer heißes Wasser aus der Leitung und Milch aus dem Kühlschrank - automatisch ist es lauwarm), darin dann die Hefe auflösen und kurz stehen lassen.
Inzwischen Mehl, Salz, Kartoffeln und zum Schluß die Hefe-Milch in eine Schüssel geben und gut durchkneten (lassen).
Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und mind. 1 Stunde gehen lassen, ich lass den Teig nach Möglichkeit 2 -3 Stunden gehen, ich bilde mir immer ein das ist besser so ;-)
Backofen schon mal auf 200°C vorheizen, lieber ein wenig länger, damit der Backraum schön warm ist.
Danach den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten und 2 Brote formen.
Die Brote in den Ofen schieben und die Tür schnell schließen. Nach ein paar Sekunden die Backofentür leicht öffnen und mit einem Blumensprüher einige Male kräftig Wasser reinsprühen.
Die Brote 35 - 45 min backen, das muss man ein wenig ausprobieren, auf jeden Fall müssen die Brote hohl klingen wenn man auf die untere Seite klopft.


Dann am besten leicht warm anschneiden - ein Traum!
Das zweitschönste ist, dass die ganze Wohnung nach frisch gebackenen Brot riecht. - Herrlich!


1. Version:

90 gr Weizenmehl
200 gr Dinkelvollkornmehl
285 gr Dinkelmehl

Ergebnis: Ein wunderbar fluffiges Brot, schöne knusprige Kruste. Das Brot konnte man auch nach 3 Tagen noch gut essen. Mir persönlich war der Dinkelgeschmack eine Spur zu dominant.


2.Version:

575 Roggenvollkornmehl

Ergebnis: Zwar kräftiger im Geschmack, aber sehr kompakt. Uns war es zu fest, allerdings war es nach 3 Tagen noch essbar und nicht zu Stein geworden.


3. Version
100 gr Weizenmehl
100 gr Roggenmehl
375 gr Dinkelvollkornmehl

Ergebnis: Auch diese sehr schön locker, ein wenig kräftiger als Version 1 und auch hier eine schöne Kruste. Auch dieses Brot war nach 3 Tagen noch gut essbar. Bis jetzt mein Favorit.


Sonntag, 14. Dezember 2014

Erzgebirgischer Stollen und Kartoffelkuchen

Die wahren Kenner des Stollenbackens werden jetzt bestimmt die Hände über den Kopf zusammenschlagen -  ja ich  gebe zu Stollen erst am 2. Advent zu backen ist ein wenig spät.

Und eigentlich sind wir auch nicht die großen Stollenesser, aber was ich wirklich super gern esse ist Kartoffelkuchen, kennt ihr den?
Der besteht aus Stollenteig mit gekochten, geriebenen Kartoffeln und dann als Blechkuchen gebacken - leecker!
Das bedeutet man braucht erst mal Stollenteig und deshalb hab ich auch gleich mal meinen ersten Stollen gebacken.
Dieses Rezept hab ich von Lutz vom Plötzblog adaptiert, schaut dort unbedingt mal vorbei, wenn ihr euch auch nur annähernd mit Brotbacken beschäftigt.

Der Aufwand ist wirklich groß, das Ergebnis aber auch, jedenfalls das vom Kartoffelkuchen, der Stollen muss noch bis Weihnachten durchziehen.




Erzgebirgischer Stollen

Rumrosinen:
430 gr Rosinen
200 ml Rum

Vorteig:
220 gr Weizenmehl
110 gr Milch
42 gr Hefe

Hauptteig
 450 gr Mehl
250 gr Butter
100 gr Schweineschmalz
3 gr Kardamon (gemahlen)
3 gr Muskat (gemahlen)
140 gr Zucker
3 gr Salz
140 gr ganze Mandeln
3 gr ganze Bittere Mandeln
100 gr Zitronat
20 gr Orangeat

Zum Schluss.
Butter
Puderzucker





- 1-2 Tage vorher Rosinen mit dem Rum mischen und mindestens 24 Stunden quellen lassen, immer mal wieder umrühren

- die Mehl, Milch und Hefe durchkneten und mind. 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen - Teig sollte sich verdreifachen



- in der Zwischenzeit die Zutaten vorbereiten:
Muskat reiben,
Kardamon anrösten, Schale entfernen und mörsern (das ferige Pulver sollte die 3 gr ergeben)
Mandeln mit heißen Wasser überbrühen und aus der Haus schnipsen ( das hab ich als Kind geliebt!)
Mandeln fein mahlen




- Mehl, Butter, Schweineschmalz, Salz, Zucker und den gegangenen Vorteig 5 min auf niedrigster Stufe und 10 min auf zweiter Stufe verkneten



- die restlichen Zutaten und die Rumrosinen von Hand unterkneten


- das Ganze über Nacht kühl stellen, der Teig wird aber kaum an Volumen gewinnen
(Wer nicht wie ich erst am Nachmittag  anfängt, lässt den Teig  2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen.)

- am nächsten Morgen (oder nach 2 Stunden) - den Teig nochmal durchkneten
- wieder 2 Stunden gehen lassen
- Backofen auf 180°C  Ober- und Unterhitze vorheizen
- dann ca. 1 kg Teig abnehmen  und zu einem länglichen Laib formen





- in der Mitte  der Länge nach einschneiden,  ca 1 cm tief

- den Stollen nun ca. 60 min backen, dann mittels Stäbchenprobe prüfen ob der Stollen durchgebacken ist , sonst nochmals um 15 min verlängern

- nach dem Backen sofort ringsum mit flüssiger Butter einstreichen  und auskühlen lassen


Nun gibt es 2 Varianten: bei uns zu Hause wurden die Stollen gelagert und dann kurz vor dem Verzehr gebuttert und gezuckert. Lutz macht da gleich nach dem Backen und lagert ihn so.
Ich hab mich für die Variante von Lutz entschieden, allerdings nicht soviel Butter und Zucker verwendet, evtl. mach ich vor dem anschneiden nochmal was drauf.

- also nochmals mit flüssiger Butter bestreichen und mit reichlich Puderzucker bestreuen
- nochmals mit Butter beträufeln und wider mit Puderzucker betreuen


- den Stollen in Stollentüten, oder Stofftücher einwickeln und min. 2-3 Wochen an einem kühlen Ort durchziehen lassen

Wie der Stollen nun wirklich geworden ist werd ich erst zu Weihnachten erfahren, aber ich werde berichten!

Nun endlich ist es soweit, der Stollen  ist duchgezogen und wird noch mal ein wenig gepudert:



und wird angeschnitten:


Mein Fazit: Geschmacklich fanden wir den Stollen echt sehr gut, allerdings ist er zu wenig aufgegangen und damit etwas fest, leicht bröselig. Das ist echt schade, bei der Arbeit die das Teil gemacht hat. Ich hab nun keine Ahnung woran es gelegen hat, zu lange gegangen, falsch gebacken, ich weiß es einfach nicht. Ob ich es nächstes Jahr nochmal versuch kann ich auch noch nicht sagen, mal sehen;-)



So nun zum 2. Teil :

Kartoffelkuchen


dazu braucht man:

1 kg Stollenteig
300 gr gekochte, gepellte und geriebene Kartoffeln (mehlig kochend)

- Stollenteig und die ausgekühlten Kartoffeln ca. 5 min auf niedrigster Stufe verkneten
- Teig 2 Stunden gehen lassen
- kurz durchkneten  und nochmal 2 Stunden gehen lassen
- Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen
- den Teig auf einem Blech verteilen , ein bisschen mit den Fingern eindrücken
- ca. 30 min backen


- den Kuchen rausnehmen und mit flüssiger Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen


Ich habe den Kuchen gedrittelt, ein Drittel gebuttert und gezuckert und dann gegessen ;-)
Den Rest hab ich eingefroren, den gibt es an den nächsten Wochenenden.

Fazit: Der Kartoffelkuchen war schön fluffig, saftig - einfach megalecker!!! Dafür hat sich der Megaaufwand schon mal gelohnt!