Mittwoch, 6. April 2016

210 Cupcakes zum 10. Jubiläum


Wisst ihr was am 20. März jeden Jahres für ein Tag ist? - (Nein Frühlingsanfang ist erst am 21. ;-))
Also ich verrate es - am 20. März ist der "Internationale Tag des Puppenspiels".

Bei uns in Gelenau gibt es die Gelenauer Marionettenspiele, die von den beiden Puppenspielern Helga und Frank Hübner betrieben werden. Die beiden treten aber nicht nur öffentlich oder bei Veranstaltungen auf, sondern haben sich vor einigen Jahren auch einenTraum erfüllt und in ihrem Keller ein richtig urig gemütliches Kellertheater eingerichtet.
Und da man da schon seit einigen Jahren nicht nur Marionettenvorstellungen erleben, sondern auch lecker essen und feiern kann (Helga kocht auch gern und gut), haben die beiden aus ihrer Wohnetage die Theaterkneipe "Zum Hanswurst" gemacht. Nun kann man dort noch besser feiern, zu einem Steakabend gehen oder zum Whiskyabend, denn das ist Frank´s 2. Leidenschaft.

So und nun führen wir mal beides zusammen, schütteln es gut durch und was kommt raus? - Die Gelenauer Pupentheatertage!
Die beiden Puppenspieler Frank und Helga wollten eine Veranstaltung  organisieren, um auch mal andere Theater nach Gelenau holen, wollten auch andere Facetten des Puppenspiels zeigen. Und so fand 2007 die erste Veranstaltung statt.
Die Veranstaltung ist über die Jahre gewachsen und findet immer um den 20. März, dem (erinnert ihr euch?) Tag des Puppenspiels statt. 
Die Puppenspieltage dauern eine Woche, von Montag bis Freitag treten die unterschiedliche Puppentheater in vielen Schulen und Kindergärten in unserer Gegend auf. Freitagabend ist eine größere Veranstaltung für Erwachsene bei der immer mal ein anderes Puppentheater auftritt (die Vorstellungen am Wochenende finden aber nicht im Kellertheater, sondern in einem größeren Saal statt).
Samstag und Sonntag gibt es 3 unterschiedliche Vorstellungen für Kinder.
Dann am Samstagabend ist das Highlight der große Theaterabend, bei dem das Programm in den letzten Jahren über 4 Stunden ging. Das Programm kann ich nicht so richtig beschreiben, Arnold Böswetter, Felgentreu-Grünmeffert Theater, Musik mit Debbsch und Lebsch, das Ganze hauptsächlich von und mit Franz Lasch (www.locci.de)
Zu diesem großen Theaterabend gibt es für die Gäste ein leckeres Abendessen: auf einen runden Holzbrett steckt in der Mitte ein Spieß, diese Jahr mit einer Roulade, ringsum sind 5 Gläser mit Beilagen (2016: Erbsensuppe, herzhafter Möhren-Knoblauch-Salat, Kartoffelsalat, herzhafter Muffin, Grießflammerie mit Punschpflaumen).
Ja und da komm ich ins Spiel. Seit einigen Jahren helfe ich bei den Vorbereitungen in der Küche mit, denn alles wird frisch gekocht, immer wieder was Neues, mit Liebe zum Detail, ach ja, und das Ganze für mind. 210 Personen!
Dieses Jahr gab es ein kleines Jubiläum - die 10. Gelenauer Puppentheatertage.
Helga hatte die Idee eine Überraschungstorte für Frank zu machen (in meinem Kopf hatte ich gleich ein Bild wie die aussehen könnte) - aber von der Torte sollten alle 200 Gäste ein Stück bekommen (mein Bild zersprang in 1000 Stücke). Und so habe ich mir so meine Gedanken gemacht und in mir kam schon recht früh die Idee Cupcakes zu machen mit einem passenden Fondantaufleger.
Bei dem Fondantaufleger nun die nächste Schwierigkeit, denn da soll schon das Logo der Puppentheatertage drauf.
Aber ich hatte da einen unbezahlbaren Trumpf an der Hand - unser Neffe Tony!! Er hat vor 2-3 Jahren selbst einen 3D-Drucker gebaut und wenn seine Freundin Maxi mal einen besonderen Ausstecher oder so braucht, druckt er ihn "einfach".  Tony war auch gleich begeistert und machte sich an die Umsetzung des Projektes. Das ganze Logo lies sich nicht umsetzen, aber ein Teil davon und ergänzt mit einer 10 ergab sich ein super Bild. Der Ausstecher ist so gemacht, dass ein runder Aufleger aus Fondant ausgestochen und gleichzeitig das Logo eingeprägt wird:

 
 Nach einigen probieren, ließ sich dass alles sehr gut ausstechen und in 2-3 Stunden war alles erledigt.



Die Aufleger hab ich dann 4 Tage gut durchtrocknen lassen, da das Frosting der Cupcakes eher nicht fondanttauglich ist.


Zum Backen einer so großen Menge an Cupcakes wollte ich möglichst nicht mit Muffinblechen arbeiten und so besorgte ich mir Muffintrays im Verbund, was gar nicht so einfach war ;-)
Der Vorteil ist man bäckt die Muffins in dem Tray, kann sie so transportieren und drückt dann einfach den Papprahmen nach unten und schon hat man wunderschöne Muffins.

Für den Kuchenteig hab ich mein Lieblingsrezept abgewandelt und mit Joghurt gearbeitet, was ich richtig toll finde, denn der Teig ist schön saftig, selbst nach 2 Tagen. 

So hab ich mich gut vorbereitet gefühlt, als ich dann freitagmorgen loslegte, meine Küchenmaschine und 2 Backöfen als wichtigstes Equipment.



Pro "Ladung" hab ich immer 40 Muffins geschafft, so dass nach 2,5 Stunden alle 240 Muffins fertig waren (30 als Reserve). (Das Rezept folgt am Ende des Posts noch mal detailliert)
Das Frosting habe ich dann am Samstag früh gemacht, dabei leider ein wenig zu viel gerührt, so dass es ein bisschen zu flüssig geworden ist. Durch die Gelantine war es letzten Endes schon fest geworden, aber nicht so schön cremig wie es es haben wollte.

Am Abend war ich mächtig aufgeregt, aber um es vorab zu sagen, es hat alles geklappt!!
Während an die Gäste das Essen rausging, hatte ich mit Maxi´s Hilfe das Frosting aufgespritzt. Dazu hab ich die Wilton 1M benutzt, damit gibt es eine wunderschöne Rosette, leider war mein Frosting ja zu flüssig, so dass die Rosette nicht so richtig schön aussah, aber es kam ja auch der Aufleger noch drauf. Die Cupcakes kamen noch mal für eine Stunde in den Kühlschrank, dadurch wurde auch das Fosting schön fest.
Die "Überraschungstorte" wurde in das Programm eingebaut und ca. 1/2 Stunde vorher machten wir alles fertig. Vorher hatte Frank aus Sperrholz eine große Etagere gebaut, die wurde auf eine rollende Kiste gestellt und sollte in den Saal gerollt werden.
Also haben wir die Aufleger auf die Cupcakes gelegt und diese auf die Etagere gestapelt. Ca. 100 Stück passten drauf, der Rest wurde auf große Tabletts verteilt. Rings um die Etagere und auf die oberste Etage kamen noch Fontänen, damit es auch richtig schön aussieht.
Somit waren wir hinter den Kulissen schon mal fertig. Die Fotos sind nicht so schön, da mit dem Handy gemacht und es war auch recht dunkel.




 Dann kam der große Moment. Gemeinsam mit Maxi wurden die Fontänen entzündet und die "Torte" in den Saal gerollt, passend dazu wurde ein Star Wars-Titel gespielt, aber ich hab es vor Aufregung überhaupt nicht gehört.

 
Seht mal wie Maxi strahlt, wir waren so froh das alles klappt




Dann bekam jeder Gast einen Cupcake, dazu waren die Kellner ganz schnell zur Stelle und verteilten alles in Windeseile.




Das Beste ist aber, dass die Gäste die Cupcakes auch gegessen haben, denn sonst wäre ja die ganze Mühe umsonst gewesen.

Fazit: Es war sehr aufregend, aber es hat alles gut funktioniert, ich war wirklich zufrieden.

Nun noch das Cupcake Rezept:

Zutaten für 10 Stück:
Muffin:
2 Eier
  75g Zucker
125g Mehl
1,5 TL Backpulver
0,5 TL Natron
1,5 EL Backkakao
150g Joghurt
100g Öl
evtl. etwas Milch    

Frosting:
  75g weiche Butter
100g Puderzucker
150g Frischkäse
2-3 EL Zitronensaft
1 Blatt Gelantine 

Zubereitung:  

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Eier mit dem Zucker schön hellgelb aufschlagen, inzwischen das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron und dem Kakao mischen. Auch Öl und Joghurt verrühren. Nun die Mehlmischung abwechselnd mit der Öl-Joghurt-Mischung in den Teig rühren, falls er sehr fest ist, ein wenig Milch zugeben.
Nun den Teig in die Muffinförmchen bis ca. 3/4 einfüllen und etwas 20 min backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen.

Frosting:
Die Gelantine in kalten Wasser einweichen.Die weiche Butter mit dem Puderzucker aufschlagen, dann den Frischkäse unterrühren, aber nicht zu lange rühren! Den Zitronensaft leicht erwärmen, die Gelantine ausdrücken und in em Zitronensaft auflösen. Ein Löffel von der Frischkäsecreme in die Gelantinemischung einrühren, dann alles kurz aber gründlich unter das Frosting ziehen. 
Das Frosting nun aufdressieren ... und genießen   



Samstag, 19. März 2016

Brownie Ostereier - ein leckerer Gag zu Ostern

Heute mal ein richtig schönes Osterei, mit dem seid ihr nächste Woche bestens vorbereitet. 
Außerdem ist es echt witzig wenn man das Ei aufschlägt und ein Kuchen drin ist, denn das sieht man von außen nicht.



Ich hab das Rezept letztes Jahr bei MaLu´s Köstlichkeiten gesehen und gleich mal ausprobiert.
Am Ostersonntag machen wir immer mit einigen Familien eine Osterwanderung. Für die Kinder werden unterwegs im Wald dann kleine Osternester versteckt, die sie suchen dürfen. Dann beim Mittagessen hab ich ihnen die Eier gegeben, aber einige waren leider so clever und haben es umgedreht ;-( damit war bei dem Gag ein wenig die Luft raus, ist aber trotzdem gut angekommen.

Nun zeig ich euch mal wie es geht:

Browni-Ostereier

Zutaten:

zum vorbereiten:
8 - 10 große Eier (L - XL)
100g Salz


für den Teig:
100 g Zartbitterschokolade
65 g Butter
120 g Ei
100g Zucker
60 g Mehl
1,5 EL Kakao
Prise Salz

Als erstes pickst man bei den Eiern ein kleines Loch in die runde Seite. Das macht man vorsichtig größer, so das das Loch einen Durchmesser von ca. 1 cm hat. Nun mit einer Rouladennadel das Eigeld durchstechen und mit dem Eiweiß verrühren, so kriegt man das Ei besser aus der Schale aus der man es rausfliessen lässt und in einer Schüssel auffängt.  Ein wenig braucht man ja sowieso, der Rest ein Omelett zum Abendbrot werden ;-)
Wenn alle Eier ausgeleert wurden, werden sie unter fließenden Wasser vorsichtig, aber gründlich ausgespült. Nun in einer Schüssel 100 g Salz in 1 -2 l Wasser auflösen und die Eierschalen für eine halbe Stunde in die Lösung tauchen. Danach die Eierschalen auf Küchenkrepp abtrocknen lassen.
Mit einem kleine Trichter etwas Öl in die Eierschalen gießen und so kreisen und bewegen dass die Schalen innen eingefettet sind, überschüssiges Öl wieder ausgießen.


Die Schalen mit der Öffnung in eine Silikon- oder Minimuffinform stellen, sollten die Eier nicht gerade stehen, nehmt ruhig ein wenig Alufolie zu Hilfe.




Nun erst mal den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Die Schokolade kleinhacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen und ein wenig abkühlen lassen. 
Die Eier mit dem Zucker leicht verschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, allerdings nicht zu sehr aufschlagen, dann die flüssige Schokolade einrühren.
Mehl, Kakao und Salz drübersieben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Dann am besten einen Spritzbeutel mit einer schmalen Tülle, die in die Eierschalenöffnung passt, nehmen und den Teig einfüllen, für den Notfall geht es auch mit einem Gefrierbeutel, von dem man eine Ecke abschneidet.
Den Teig in die Eier füllen, bis zur Hälfte, maximal 3/4 voll.
Anschließend die Brownie-Eier  15 - 20 min backen.



Der Teig der rausquillt einfach abschneiden, am besten wenn er noch warm ist, eine Nachkatze die gern kostet ist bestimmt in der Nähe;-)

Nun die Eier umdrehen und schon sehen sie ganz unschuldig aus.

Lasst es euch schmecken, es wird köstlich!










Dienstag, 15. März 2016

Cake World 2016 in Hamburg

Eigentlich wollte ich den Beitrag schon längst geschrieben haben,aber.... dann gab das Netzkabel des Laptops den Geist auf und ich mag es nicht im Arbeitszimmer zu sitzen. ;-(
Heue nun endlich ein kleiner Berich von unsem Trip nach Hamburg und der Besuch der Cake World. Ach ja: erwartet keine super Fotos, ich hab einfach mit meinem Handy fotografiert, ich wollte keine Kamera mitschleppen.
Mit Maxi hatte ich ja schon einen Tortenkurs und einen Patisseriekurs in Berlin gemacht, im letzten Jahr überlegten wir, mal auf eine Tortenmesse nach Hamburg zu fahren. Dort fand bis 2014 die Tortenshow statt, die letzte Jahr abgesagt wurde und dieses Jahr aber wieder durchgeführt werden sollte. Also stellte ich mich gedanklich schon mal auf Oktober ein.
Dann plötzlich so Anfang Februar kam eine Nachricht, dass vom 26. 28.Februar die Tortenmesse stattfindet, da könnten wir ja fahren... Ich war erst mal ein wenig überrumpelt und hab kurz recherchiert, ja die Tortenmesse wurde leider auch für 2016 abgesagt (die Bilder von 2014 versprachen so schöne Torten ;-() und jetzt im Februar findet die Cake World statt. Okay wir sind ja flexibel.
Also setzten wir uns am Morgen des 26.02 ins Auto und los ging es in den hohen Norden. Von uns aus sind es gut 500 km, also liegt nicht gerade um die Ecke, aber wir hatten Glück, kamen gut durch und landeten gegen Mittag in Hamburg.
Ich war ja das erste mal in Hamburg und wie empfing mich die Stadt - mit Schietwetter - grau nieselig, aber egal.
Unsere erste Stadion waren die Landungsbrücken, von wo aus wir unserer erste Location auf unser Fress- Genießer-Tour unsicher machen wollten. Ich hatte mir von der lieben Maren von Malu´s Köstlichkeiten extra Tips geben lassen, sie hat sogar ihre Tochter mit eingespannt!! Maxi hatte vor allem nach Cupcake-Cafe´s geschaut. Und so steuerten wir zuerst die Zuckermonarchie (Taubenstr. 25) an. Ein hübsches kleines Cafe welches sich über 2 Etagen erstreckte. Wir wurden sozusagen vom Törtchen-Tresen empfangen, wo wir uns 3 Leckereien aussuchten. Über eine Treppe gelangt man auf eine kleine Zwischenetage um dann wenige Stufen später in der oberen Etage zu landen.
Aber vorher suchten wir uns noch 3 Törtchen aus, erst mal noch keine  Cupcakes.


Ich stelle vor: von links nach rechts: Madame Pompadur (Törtchen mit Himbeere, Puffreis und Estragon),  Prince Fleur de Sel (Tartelette mit Schokolade und Salzkaramell), Countess Black Currant (Törtchen mit Cassis und Mohn) .

Mir Freude aßen wir uns durch die Törtchen, wir haben immer schön geteilt, dann kann jeder von jedem probieren. Hier unsere Urteile: zuerst Madame Pompadur - ein wundervoll fluffiges Himbeermousse mit einem schönenes Himbeerkern und Estragon. (Leider waren beim Himbeerkern noch Kerne drin, ich persönlich mag es nämlich nicht), der Puffreisboden hat uns nicht so überzeugt, aber alles in allem sehr lecker!
Nun zum Prinzen: Ein schöner knuspriger Tartelettboden mit einer Karamellschicht und obendrauf Schoko -  beim Salzkaramell hätte ich mir mehr Salz gewünscht, die Karamellstücke als Deko waren sehr gut. Insgesamt war es sehr lecker, aber ich war froh dass ich nur ein halbes Tartelett gegessen habe, es war mir zu mächtig und süß. Zum Schluss noch die Countess: das war unser absoluter Favorit: ein dünner Mürbeteig, darauf noch ein Biskuit, das Mousse mit Mohn war schön fluffig, dann ein Cassismousse und ein Fruchtspiegel. Der Mürbeteig eher süß und mit Crunch, das leichte Mousse und oben die leichte Säure der Johannisbeere - eine wunderbare Kombination
Alles in allem kann ich die Zuckermonarchie sehr empfehlen, schönes Ambiente leckere Törtchen.

Als nächstes ging es zum Pink Ribbon Cupcakes am Glockengießerwall 3, gegenüber dem Hauptbahnhof.




Ein nettes kleines Café, mit einer kleinen Auswahl an Backzubehör und einer schönen Auswahl an Cupcakes. wir haben uns für 2 Cupcakes entschieden: Oreo und Chocolate Creamcheese.







Unser Fazit: sehr lecker!! Ich fand den Creamcheese sehr gut, ein schöner schokoladiger Kuchen mit dem Frischkäsefrosting. Der Oreo war auch sehr gut, mit kleinen Stückchen im Frosting.

Das wars für den ersten Tag in Hamburg und auch genug an Süßem, am Abend gab´s erst mal ein Steak.


Nach einem leckeren Frühstück ging es am Samstag dann endlich zur Cake World 2016. Als wir da ankamen, waren wir recht froh, dass wir mit der Bahn gefahren waren, denn die Autos stauten sich recht lang zurück.



Vor dem Eingang hatte sich eine lange Schlange gebildet, aber wir waren recht zügig drin, das war gegen 10:45 Uhr, später haben wir erfahren, dass ab ca. 11:30 Uhr der Eingang dicht war wegen Überfüllung der Halle und nur wieder jemand rein konnte, wenn jemand rausging ;-)
Aber von dem haben wir erst später was mitgekriegt, wir waren erst mal froh das wir da waren und haben uns ins Getümmel gestürzt. Die Halle war sehr voll und als an wir um die erste Ecke rumkamen sahen wir auch warum: der Stand von "Sally´s Tortenwelt" war dicht umlagert. Maxi verfolgt ihrenYoutube Kanal regelmäßig und hatte auch das kürzlich erschienene Buch gekauft, was sie wegen eines Autogramms auch im Gepäck hatte. Es hatte sich schon eine lange Schlange von Autogrammjägern gebildet, allerdings nur halb so lang wie sie später wurde. 
Wir hatten uns allerdings erst mal zu einem Rundgang entschlossen: im vorderen Teil der Halle waren eine Menge von Anbietern rund um´s Backen, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Motivtorten lag. Da ich mich zu wenig um das Thema kümmere, kann ich nicht einschätzen ob das Angebot umfangreich genug und die Preise okay waren. Kleine Streu-Schmetterlinge und eine Mangopaste durften zum Testen mit zu mir nach Hause. Ich hatte gehofft eine schöne Backform zu sehen, aber bis auf Silikonformen war leider nichts im Angebot. 
Im hinteren Teil der Halle waren die Kekse und Torten aufgestellt, die am Wettbewerb in den einzelnen Katagorien teilnahmen und noch ein wenig Gastronomie. 

Hier mal  ein paar Bilder:

 1. Kategorie: Kekse zum Thema Winter

 Wunderschön, die sind super aufwendig und mit viel Liebe gestaltet


2. Kategorie: Bonsai
 Wow, wie echt, man musste genau hinschauen.


3. Kategorie: Motivtorte Thema Winter


Die liebevollen Detail, die Exaktheit, einfach beeindruckend.
Und das war mein persönlicher Favorit:



4. Kategorie: Schaustück Cartoon

 Wahnsinn!

5. Kategorie: Hochzeitstorte (Dummies erlaubt)


Also bei manchen Blumen hab ich echt überlegt ob die echt sind, aber laut Bedingungen müssen die essbar sein.

Ich fand die geleisteten Arbeiten echt beeindruckend und in einem Fernsehbeitrag hab ich gehört, dass Teilnehmer bereits Anfang Dezember mit den Vorbereitungen begonnen haben.
Umso trauriger fand ich die Präsentation, die Tischdecken hätten gebügelt sein können, die Decken waren nicht einheitlich in einer Linie.., bei der Kategorie Cartoon  mussten 4 Bilder vom Aufbau beigelegt werden, diese lagen in einem Briefumschlag lieblos neben den Schaustücken, die Bilder offen hingelegt wäre interessant für den Betrachter und würden die Leistung sicher untermalen - außerdem sähe es schöner aus.

Durch die gesamte Länge der Halle zog sich letzendlich der Autogrammjäger bei Sally.  Maxi hat sich dann auch mal angestellt, denn wenn man das Buch schon in den hohen Norden schleppt, muss auch das Autogramm rein. Kurzum 2 Stunden hat sie gewartet, aber dann ihr Autogramm mit Fotoerhalten!
Maxi war wenigstens so clever, sich von allen Mitarbeitern die hinten im Buch abgebildet sind, auch noch ein Autogramm geben zu lassen (manche waren echt überrascht).

Mein Fazit:sehr interesante Messe, noch mal muss ich da aber nicht durch die halbe Republik fahren. Die Halle war zu voll, das war auch sicherlich dem Hype um Sally geschuldet (sehr viele junge Mädchen, die hoffentlich auch kochen und backen ;-)). Ihr zolle ich großen Respekt, sie hat jeden Autogrammwunsch erfüllt, immer gelächelt, zwischendrin ihr kleines Baby gestillt. Die Schlange der Wartenden zog sich an den Tischen mit den Wettbewerbstorten lang, so dass es dort sehr eng war.
Die Präsentation der Wettbewerbe war mir zu lieblos, schade für die Teilnehmer.

Dann ging es noch mal in die Innenstadt, ins Cafe Paris. Es wurde mir sehr für Frühstück und Abendbrot empfohlen, das konnten wir nicht testen und kamen halt am Nachmittag vorbei.
Wir mussten ein wenig warten, dann fanden wir einen kleine Tisch.
Vielleich ist das das Flair eines Pariser Cafe´s, wir fanden es wie in einer Bahnhofshalle, ziemlich laut, eng und da wir in der Nähe der Tür saßen auch ziemlich zugig, da ein reges raus und rein herrschte.
Da wir nur was getrunken haben, kann ich zur Qualität nichts sagen, aber das Ambiente war eigentlich sehr schön.



Abends haben wir dann sehr gut im "Winterhuder Fährhaus" gegessen, das kann ich echt weiterempfehlen.

Am Sonntag starteten wir ganz früh mit einem Besuch auf dem Fischmarkt bei strahlenden Sonnenschein. 

Landungsbrücken

Ja das muss man mal gesehen haben, wir konnten leider nichts mitnehmen, wir hätten es sonst die ganze Zeit mitschleppen müssen.
Danach ging es zur Hafenrundfahrt, da gehört für einen Touri doch auch zum Hamburg-Besuch.

Dann kam die Härte: wir stiegen die 452 Stufen zum Turm des Hamburger Michels empor.  War schon ein wenig anstrengend, aber wir wurden mit einer tollen Aussicht belohnt.


Mit Beweiß, dass ich auch wirklich oben war ;-)

Unser nachstes Ziel musste noch mal ein Cupcake Café sein: das Liebes Bisschen in der Eifflerstraße im Schanzenviertel.
Wir mussten schon ein wenig suchen, es ging nämlich vom Fußweg noch ein paar Stufen hinunter.
Im ersten Moment waren wir die einzigen Gäste, das änderte sich aber später.
Die Bedienung war sehr freundlich, erkärte uns alles und wir entschieden uns für kleine Cupcakes mit Heidelbeere, mit Erdnussbutter und Rhabarber mit Tonkabohne.



Die Cupcakes fanden wir sehr lecker, gutes Verhältnis zwischen Kuchen und Frosting.
Daneben gab es aber auch noch eine kleine Auswahl an Torten und anderen Leckereien, 
Das Cafe war in Shabby-Lock eingerichtet, allerdings ein wenig zu abgenutzt und in so mancher Ecke war deutlich zu sehen das eine Überarbeitung angebracht wäre, allerdings sagte uns die Bedienung, dass das Café bald Richtung Altona umzieht, das erklärt so einiges, aber nicht die Toilette....
Alles in allem ein schönes Café mit leckerem Angebot und hoffentlich bald neuem Look.

Damit war unser erlebnisreiches Wochenende in Hamburg auch schon zu Ende, aber wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch.

Samstag, 6. Februar 2016

Knusper Walnuss-Pinwheel mit Salzkaramellsoße

Meist halte ich mich selbst für ziemlich unkreativ. Beim Backen und Kochen probiere ich gern mal was Neues, aber ich brauch in der Regel ein Rezept, halte mich ziemlich genau dran und trau mich meist nicht was daran zu verändern. Ich hab einfach Angst das dann alles schief geht.
Aber letztes Wochenende war ich mal richtig kreativ ;-) ich hab mal aus einigen Rezepten  und ein wenig Eigenkreativität mal was zusammengerührt. Die Idee war: einfach aus mehreren Komponenten die mir gut schmecken, was Neues backen. Und ich kann euch sagen, es ist mir gelungen!!
Hefeteig, karamelisierte Walnüsse, Zimt und Zucker zu einem Pinwheel verknotet und als Topping eine Salzkaramellsoße verspricht eine echte Leckerei!


Knusper Walnuss-Pinwheel mit Salzkaramellsoße




Zutaten (für 4 kleine Pinwheels):

karamellisierte Walnüsse:
Walnüsse, nach Belieben
Zucker
Butter
Prise Salz

Hefeteig:
100 ml Milch
11g Hefe
200g Mehl
30g Zucker
Prise Salz
1 kleines Ei
35g Butter

2 EL Zucker
1 TL Zimt
geschmolzene Butter

Salzkaramell

60 g Zucker
1/2 TL Vanilleextrakt
70 g Sahne
1 g Salz
40 g Butter in Stücken

Für den Hefeteig zuerst die Milch leicht erwärmen, die Hefe hineinbröckeln und darin auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, Zucker Salz und Ei und die Hefe-Milch dazu und durchkneten. Die Butter in kleinen Stücken ebenfalls mit unter den Teig kneten, bis ein schöner geschmeidiger Teig entsteht, der sich von der Schüssel löst. Ruhig auch eine Minute länger kneten. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. 

Inzwischen die Walnüsse zerhacken in eine beschichtete Pfanne geben und ein wenig anrösten. Den Zucker dazu und leicht mit karamellisieren lassen. Dann die Butter und das Salz einrühren und vom Herd ziehen. Immer mal wieder durchrühren, damit nicht alles zusammenklebt.


Zucker und Zimt mischen

Nach der Gare wird der Teig noch mal kurz durchgeknetet und in 4 Teile geteilt. Die Teile jeweils zu Rechtecken ausrollen, mit reichlich Butter einstreichen, den Zimtzucker drüberstreuen und anschliesend die karamellisierten Walnüsse. Alles ein wenig andrücken und dann die Rechtecke an der langen Seite aufrollen und andrücken. Die Rolle der Länge einschneiden, dabei ein Ende nicht durchschneiden. Die Rollenhälften leicht nach außen drehen und die beiden Stränge miteinander verdrehen und zu einen Pinwheel knoten.


Die Pinwheels auf ein Backblech setzen und nochmal ca. 30 min gehen lassen.
Den Backofen schon mal auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Inzwischen kann man schon mal das Salzkaramell zubereiten:

Dazu den Zucker langsam karamellisieren lassen, vom Herd ziehen und die Sahne und die Vanille unterrühren. Alles verrühen bis es eine homogene Masse ist. (Bei mir dauert das immer ziemlich lange, da der Zucker erst mal sehr klumpt, vielleicht gibt es da einen Trick das es schneller geht, aber den hab ich noch nicht gefunden.) Dann wieder auf den Herd stellen und den Karamell  erhitzen bis er kocht, das Salz und die Butter zugeben und glattrühren.


Die Pinwheels in den Ofen schieben und ca. 15 - 20min backen. 




Abkühlen lassen und den Salzkaramell drübergeben.



Am besten leicht warm genießen.


Fazit: Eine sehr leckere Kombination, die gibt es auf jeden Fall mal wieder.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Orangentarte mit Baiserhaube

Anfang Januar las ich bei Malu´s Köstlichkeiten dass sie mit einigen Bloggernfreundinnen einen tollen Blogevent veranstalten will. Jeden Monat werden 3 Zutaten bekanntgegeben, und damit kann man eine süße oder herzhafte Leckerei kreieren und am Event teilnehmen.
Für Januar stand Orange - Vanille - Muskatnuss auf dem Plan. Gleich stand für mich fest dass ich da unbedingt mal teilnehmen möchte und die Orangentarte geisterte gleich durch meinem Kopf.
An dieser hatte ich mich im letzten Jahr nämlich schon 2 mal erfolglos versucht. Dabei wird erst der Tarteboden blind vorgebacken, danach kommt die Orangenmasse dazu und zum Schluss soll der Baiser nur 2-4 min unter dem Grill gratiniert werden. Soweit so gut, allerding lösste sich bei mir der Eischnee nach dem Abkühlen langsam auf und die Baiserhaube rutscht auf der Tarte hin und her. Ich war echt verzweifelt, aber nun hab ich einen neuen Versuch gestartet und den Baiser einfach länger im Backofen gelassen, mal sehen ob es funktioniert:
Das Rezept stammt aus der Zeitschrift "Lust auf Genuss"


Orangentarte mit Baiserhaube


Zutaten:

Boden:

2 Eigelb
200g Mehl
Prise Salz
1/2 TL Muskat
50g Zucker
100g kalte Butter
1TL Vanillepaste

Orangencreme:
5 Eier
100g Zucker (hier reicht sicher auch die Hälfte)
 4 Bio-Orangen, oder ca. 300 ml Orangensaft und Orangenabrieb
125g Creme Double

Baiser:
4 Eiweiß
160g Zucker
ein wenig Zitronensaft
eine Prise Salz

Die Zutaten für den Boden zu einen Mürbeteig verkneten, in Folie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Inzwischen den Backofen auf 200°C Ober- /Unterhitze vorheizen und eine Tarteform einfetten.
Den Teig ausrollen und in die Form legen. Den Teig  mit einem Stück Backpapier belegen und Hülsenfrüchte reinfüllen. Den Mürbeteig für 25 min vorbacken, anschließend auskühlen lassen.
Die Temperatur des Backofens auf 140°C Ober-/Unterhitze reduzieren.
Für die Orangencreme zuerst die Creme Double mit dem Zucker verrühren, die Eier dazugeben und alles solange rühren bis der Zucker aufgelöst ist.
2 Bio-Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die 4 Orangen auspressen und den Saft mit der Orangenschale unter die übrige Masse mengen. Anschließend die Orangencreme auf den Mürbeteig verteilen und im Backofen für ca. 45 - 55 min stocken lassen.

Die 4 Eiweiß mit einer Prise Salz und ein wenig Zitronensaft steif schlagen und dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee auf der Tarte verteilen und dann für ca 20 min in den Backofen schieben, zum Schluss noch mal kurz den Grill anstellen, damit der Baiser leicht  bräunt, aber Achtung das geht ganz schnell. Oder den Baiser nur kurz unter den 175°C heißen Grill. Versucht es, ich hab die perfekte Lösung für mich noch nicht gefunden.








Naja so richtig zufrieden war ich nicht, der Baiser zog sich wieder ein wenig zusammen und bildete auch einen leichten "See". Das Foto ganz oben war vom letzten Jahr, da sah es erst noch toll aus, ging dann aber auch zurück. Beim Anschnitt merkte ich auch warum der Eischnee weniger war - ein Teil hatte sich unter die Orangencreme verdrückt.
 - Also wer eine Idee hat, was ich falsch mache, ich bin für jeden Tip dankbar!
Geschmacklich hat die Tarte voll gepunktet, allerdings war es mir ein wenig zu süß, im Originalrezept waren insgesamt sogar 400g Zucker angegeben, ich hab es schon reduziert, es hätte aber auch noch weniger gereicht.


    



Freitag, 22. Januar 2016

Monkey Bread

Oh Mann ist es kalt bei uns. Ist es bei euch auch so eisig? Also heute morgen sagte das Thermometer was von -17°C  über den Tag waren es so -5°C und heute abend dann wieder -10°C.
Was bei diesem Wetter aber echt wunderschön ist, ist die Natur. Es hat ja letztes Wochenende ganz leise rieselnd, trotzdem ordentlich geschneit, so richtig leichter Pulverschnee. Also alles ist weiß, die Kinder können prima rodeln und im Schnee toben (okay Schneemann bauen geht nicht) und durch die Kälte glitzert der Schnee so wunderschön, vergesst dagegen Swarowski!
Ich war heute mit meinem MiniS rodeln - ein wunderbarer Anblick- bei blauem Himmel und Sonnenschein haben wir immer wieder wunderschöne Schneekristall-Formationen entdeckt. Es hatten sich warscheinlich durch den Wind kleine Kristallberge gebildet, wunderschön bizarr - ich kann es leider nicht besser beschreiben und hatte natürlich auch keine Fotografiermöglichkeit dabei.
An was ich bei dieser Kälte immer wieder denke ist - Hefekuchen - und wenn ich an Hefekuchen denke, dann meist an Monkey Bread, komischerweise haben wir letztend festgestellt, dass es meinem MaxiS genauso geht.
Nach den ganzen Weihnachtsleckereien und vor allem Stollen, hatte ich besonders großen Appetit auf Hefekuchen und deshalb musste ein Monkey Bread her.


Warum das Monkey Bread heißt? Keine Ahnung, ist auch egal, er ist lecker, das muss reichen. Kleine Hefeteigkugeln gewälzt in Butter und Zimt-Zucker, am besten noch leicht lauwarm,  mehr muss ich doch nicht sagen. Ich hatte ja dieses Mal auf den Zimt verzichtet, in der Hoffnung mein MiniS ißt den Kuchen - schwerer Fehler- er hat den Kuchen trotzdem nicht gegessen und wir hatten keinen Zimtgeschmack.

Monkey Bread

Zutaten:
250g Mehl
125ml Milch
20g Hefe
30g Zucker
1 TL Zitronenabrieb
1 kleines Ei
Prise Salz
35g weiche Butter

Butter
(brauner) Zucker
evtl. Zimt

Die Milch leicht erwärmen (nie über 40°C), die Hefe reinbröckeln und auflösen.
In eine Schüssel das Mehl, den Zucker, das Salz und den Zitronenabrieb vermischen, eine Mulde reindrücken und das Ei und die Hefemilch dazugeben.  Dann alles zu einem Teig verkneten (lassen) und dabei die weiche Butter in Flöckchen mit einarbeiten. Wenn sich dann ein schöner geschmeidiger Teig formt, noch
ca. 3 min. kneten, damit wird der Teig wunderschön weich und elastisch.
Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und ca. 45 min. gehen lassen - jetzt läuft ja meist die Heizung, da ist ein wames Plätzchen leicht gefunden.

Kurz vor Ende der Ruhezeit die Butter schmelzen, den Zimt mit dem Zucker in einer Schüssel vermischen. Eine Guglhupf-Form, oder eine andere Form einfetten und mit Mehl ausstäuben.
Den Teig noch einmal kräftig durchkneten, dann kleine Stücke abzupfen und zu Kugeln formen und erst in der flüssigen Butter dann im Zucker wälzen.


Die Kugeln gleichmäßig in der Form verteilen.


Die Form noch mal mit Frischhaltefolie abdecken und für ca. 20 min gehen lassen. die Kugeln gehen dann wunderbar auf.


Inzwischen den Ofen auf 200°C Ober- /Unterhitze vorheizen.

Dann den Monkey Bread etwa 30 - 35 min backen. Aus dem Ofen nehmen, ca. 15 min abkühlen lassen und dann aus der Form lösen. Am besten noch lauwarm essen.


Beim Backen karamelisiert der Zucker und erzeugt dadurch die knuprige Kruste.
Den braunen Zucker den ich verwendet habe, war ein wenig grobkörnig, das fand ich nicht ganz so schön.


Den Monkey Bread ißt man, indem jeder ein Stück rauszupft, der Teig ist herrlich fluffig und von der klebrig, süßen Hülle umgeben.


Man könnte auch noch einen einfachen Zuckerguß über den Kuchen geben, das sieht super aus, aber mir war das zuviel Zucker und außerdem wenn er noch lauwarm ist, würde der Guß eh runterlaufen.


Sonntag, 17. Januar 2016

Mascarpone-Mango-Torte mit Kokosduft

Erst hab ich ja echt überlegt ob ich die Torte überhaupt auf meinem Blog online stelle, aber nach einigem überlegen hab ich mich dann doch noch dafür entschieden. Ein wenig war auch die Optik Schuld, die Torte hat mir nämlich echt gut gefallen.


Aber nun mal von Anfang.
Ich hatte ja erstmals Mango Curd klick gemacht, was mir gut gelungen war. Allerdings hatte ich ja ehrlich übertrieben, da die Mangos so schön vollreif waren, konnte ich mich nicht zurückhalten und so wanderten gleich 3 Mangos in meinen Einkaufskorb. Das Curd hab ich damit auch in 3-facher Menge gemacht. Nun standen gleich 8 Gläser in meinem Kühlschrank und da ich nicht genau weiß wie lang es sich hält, seh ich schon drauf dass es bald verbraucht wird.

Zum Glück stand mal wieder ein Geburtstagsfrühstück auf Arbeit an (die Kollegen richten für das Geburtstagskind ein Frühstück, oder auch mal Brunch aus!), also die beste Gelegenheit ein Törtchen mit Mango Curd zu kredenzen.
Bereits letztes Jahr hatte ich mir die "Sweet Dreams" zum Thema Frühling, Mango, Zitrone usw. gekauft und da wurde ich auch schnell fündig.
Also machte ich mich ans Werk, aber ich hatte unerwartet mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen:
Ich merkete es schon beim Schneiden, der Rührteig war einfach zu fest geworden. Im Rezept waren nur 1/4 TL Backpulver angegeben, das machte mich schon stutzig und ich hab auf 1 TL erhöht, aber ich fürchte das reicht nicht.

Die Torte ist bei den Kollegen ja gut angekommen, geschmacklich fand ich sie auch okay, aber diese festen Böden - nach einem kleinen Stück war man pappsatt.

Also hab ich am Wochenende noch mal einen Versuch gestartet, allerding wollte ich die Torte nicht genauso nachbacken, sondern ich hab den Teig in Muffinform getestet.

Und ich muss sagen, mit dem Ergebnis war ich schon mehr zufrieden.

Um den Muffins ein wenig Pfiff zu verleihen, hab ich in die Mitte noch ein wenig Mango Curd gegeben.



Für den Muffin-Test hab ich übrigens die Hälfte des Torten Rezeptes verwendet. Natürlich hätte ich auch die Mascarpone-Creme auf die Muffins aufspritzen  können, dann wäre es ein schöner Cupcake geworden, aber abends gab es Raclette und da musste noch Platz bleiben ....;-)





Mascarpone-Mango-Torte mit Kokosduft


Zutaten:
für die Böden:
200g Butter, zimmerwarm
250g Zucker
Schale einer Bio-Orange
6 Eier
350g Mehl
1 Päckchen Backpulver
160 ml Kokoscreme
Saft einer Orange, oder 100 ml O-Saft

für die Füllung:
Mango Curd (selbstgemacht: klick)
ca. 150g Mangofruchtfleisch
50g Zucker
1 Bio-Limette
400g Mascarpone
1 TL Vanille-Extrakt
150g Magerquark
2 Blätter Gelantine
evtl. Physalis

Zuerst den Backofen  auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen, 2 Springformen (20cm) mit Backpapier auslegen.
Die Butter mit dem Zucker und der Orangenschale hellgelb schaumig aufschlagen, die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Kokoscreme und dem Orangensaft auch unterrühren. Den Teig auf die 2 Backformen aufteilen und glatt streichen.Die Böden ca. 30 min backen (Stäbchenprobe), abschließend gut auskühlen lassen.

Für die Creme die Mascarpone, Vanilleextrakt, die Limettenschale und den Zucker aufschlagen, den Quark löffelweise unterrühren Die Blattgelantine in kaltem Wasser einweichen, dann die Gelantine ausdrücken und zusammen mit dem Saft der Limette leicht erwärmen, so dass sich die Gelantine auflöst. Ein paar kleine Löffel der Quarkcreme in die Gelantine einrühren, damit sich die Temperaturen angleichen und die Gelantien nicht klumpt. Die Gelantine nun in die Quarkmasse rühren. Die Creme ruhig noch ein wenig stocken lassen. Inzwischen den Zusammenbau der Torte vorbereiten.
Die Böden aus der Form lösen, den unteren Boden schön dick mit Mango Curd bestreichen.
Die Mango fein würfeln und auf das Curd streuen.
Die Quarkmasse in einen Spritzbeutel mit einer große Lochtülle füllen. Nun erst auf den unteren Boden die Creme aufspritzen, dann den 2. Boden draufsetzen und leicht andrücken, das Curd und die Creme sollen ruhig ein wenig rausquellen. Die Creme auch auf den 2 Boden spritzen und mit Physalis und fein gewürfelter Mango dekorieren.







Dienstag, 12. Januar 2016

Mango Curd

Ich wünsche allen noch ein frohes neues Jahr, mit viel Gesundheit, Glück und viel Spaß!
Für mich selbst hoffe ich auf viele inspirierende und erfolgreiche Backerlebnisse, viele Lust und Zeit alles auch zu verbloggen ;-)
In der Weihnachtszeit war ich ja echt blogfaul. Meinen Weihnachtsstollen habe ich noch ein zweites Mal gebacken, dann war er für mich besser gelungen, außerdem hab ich noch einen Quarkstollen probiert, der ist für dieses Jahr schon auf die Liste gesetzt, dann stell ich ihn euch vor. Neben einigen Plätzchen, die aber nichts Neues waren und es deshalb auch nicht in den Blog geschafft, habe ich nichts weiter gebacken.
Weihnachten verbringen wir recht ruhig, ganz in Familie und da ich nur noch einen Tag Urlaub hatte, war ich in den Tagen bis Weihnachten und den Zwischentagen auch noch auf Arbeit. Das hat allerdings auch den Vorteil, dass man nicht zuviel essen kann;-)
Inzwischen sind die letzten Plätzchen verputzt, die Stollen sind auch erlegt, jetzt freue ich mich richtig auf was anderes, was Fruchtiges, Quark, Hefe genau weiß ich noch nicht was als nächstes probiert wird.

Als ich  kurz vor Silvester noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen war, lachten mich richtig schöne reife Mangos an, die mussten mit, ich wusste nämlich gleich was ich damit machen wollte: Mango Curd.
Auf die Idee bin ich gekommen, nachdem ich letztes Jahr als ich in Berlin war - klick ein superleckeres Maracuja Olivenöl Curd mitgebracht habe. Was mit Maracuja lecker schmeckt, schmeckt sicher auch mit Mango dachte ich mir, denn Mango mag ich sehr.




Mango Curd


Zutaten: 

1 Mango, ergibt ca. 400 gr Fruchtfleisch
1 El Zitronenabrieb
2 EL Zitronensaft
30 g Zucker
40 g Butter
2 Eier

Die Mango schälen, kleinschneiden und pürieren. Das Mangopüree zusammen mit der Zitronenschale, dem Zitronensaft, Zucker und der Butter in einem Topf erhitzen, so dass es leicht anfängt zu kochen. Unterdessen die Eier in ein Gefäß geben und mit dem Pürierstab mixen.
Den Topf vom Herd ziehen und das Ei gut unterrühren. Nun den Topf wieder auf den Herd stellen und 10 min weiter erhitzen, dabei darf die Masse nicht zu heiß werden (ca. 70°C), da sonst das Ei gerinnt.
Die heiße Masse dann in Schraubgläser füllen  und abkühlen lassen.
Damit sind die Gläser vakuum verschlossen, trotzdem stelle ich sie immer in den Kühlschrank damit nichts verdirbt. Wie lange das Curd haltbar ist, kann ich nicht sagen, ich versuch immer, dass es nach 3 - 4 Wochen aufgebraucht ist.
Auf jeden Fall ist es ein sehr leckeres Mango Curd geworden.