Samstag, 7. Februar 2015

Grapfruit-Curd und Pomelogelee

Kennt ihr die Zeitschrift "Lust auf Genuss"?  Man findet sie meist an der Supermarkt-Kasse. Während man so wartet, lacht einen die Zeitschrift an und man kriegt gleich Appetit ...
Im Januar traf es mich gleich ganz besonders - es geht in der aktuellen Ausgabe 2/2015 nämlich um Orange, Zitrone & Co.
Schon das Titelbild hat mich gleich geflasht - ein englischer Orangenpudding - halbrund mit lauter Orangenscheiben - es sah zum Anbeißen  aus.Also war gleich klar die Zeitschrift muss mit. 
Und der Orangenpudding hat mich auch nicht losgelassen, aber das ist eine andere, lange Geschichte.
Was mich aber auch sofort in den Bann gezogen hat, war das Grapruit-Curd. Lemon-Curd hab ich schon mehrfach gemacht - leeeecker. Und da ich Grapfruit auch sehr mag, konnte es eigentlich nichts mehr schief gehen.



Grapfruit-Curd

1 Grapfruit, am besten rosa
3 Eier
140 gr Zucker
1 Eßl Butter
1 TL Vanillepaste

- von der Grapfruit die Schale mit einem Messer abschneiden und die Frucht filetieren, den Saft dabei auffangen,
. den Fruchtest auch ausdrücken, so dass man ca. 100 ml erhält
- den Saft und die Filets pürieren und durch ein Sieb schütten
- den Saft, den Zucker und die Butter in einem Topf erhitzen und aufkochen
- die Eier in ein höheres Gefäß geben und mit dem Pürierstab mixen, so sind sie schön gleichmäßig, ohne Klümpchen
- den Topf vom Herd ziehen und die Eier in den Topf geben und gut unterrühren, Temperatur runterregeln
- nun den Topf wieder auf die heiße Herdplatte stellen und  10 min vorsichtig erhitzen
- dabei immer wieder umrühren,  das Curd muss schön cremig sein, aber die Eier dürfen nicht stocken
- nun in saubere Schraubgläser füllen - fertig
- das Curd nach dem Öffnen unbedingt im Kühlschrank aufbewaren.


Fazit: Wir finden das Grapfruit-Curd megalecker, mit der herben Note der Grapfruit - toll.
Es schmeckt nicht nur zum Frühstücksbrötchen, auch auf Pancakes ist es eine super Kombi.



Die Label hab ich übrigens von der Seite Jam Labelizer da kann man seine Labels erstellen und dann einfach ausdrucken und aufkleben. Macht doch echt was her!


Nun zum 2. Rezept, dem Pomelogelee.



Pomelogelee

2 Pomelos (ca. 1 kg)
500 gr Gelierzucker (1:19

- die Schale mit einem Messer abscbeiden, so dass die weiße Haut ab ist
- das Fruchtfleisch nun rauslösen, sollte ca. 500 gr ergeben
- das Fruchtfleisch mit dem Gelierzucker in einem Topf geben und umrühren
- das Ganze mind. 2 Stunden stehen lassen, damit Saft gezogen wird
- danach alles fein pürieren und durch ein Sieb geben
- das Püree in eine Topf geben, erhitzen und 4 min. sprudelnd kochen
- nun in saubere Schraubgläser füllen - fertig!


Fazit: Es schmekt schon ganz gut, mir fehlt allerdings noch ein wenig Pep.  Man schmeckt schön die Pomelo, aber die ist ja auch nicht so ein Geschmacks-Burner, jedenfall die ich bisher hatte.

Samstag, 24. Januar 2015

Buchteln mit Vanillesoße

Ich liebe ja Hefeteig.
Und ich liebe Hefeklöße. Das ist dann auch mal ein Mittagessen, was unser Mini S auch gern ißt.
Was ich allerdings noch nie probiert hatte sind Buchteln, auch Rohr- oder Ofennudeln genannt.
Als ich letztens mal wieder das Buch "Backschätze" in den Händen hatte, fielen mir die Buchten gleich wieder ins Auge.

Heute war es dann soweit, die Buchteln standen auf unserer Speisekarte.



Buchteln

Zutaten:
200 ml Milch
1 Würfel Hefe (42 gr)
500 gr Mehl
75 gr Zucker
75 gr weiche Butter
1Ei
2 Eiweiß
1 Prise Salz
1 TL Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone

50 gr Butter zum Begießen

- die Milch vorsichtig erwärmen, aber nur lauwarm
- die Hefe hineinbröckeln und auflösen
- Mehl in eine Schüssel geben
- dann alle andern Zutaten ebenso dazugeben
- die lauwarem Hefemilch hineingießen
- nun alles zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten - bei mir macht das ja die Küchenmaschiene ;-)
- die Schüssel mit Frischhaltefolie abecken und an einem warmen Ort (jetzt im Winter ist die Heizung immer ein guter Platz) für eine Stunde gehen lassen - das Volumen sollte sich verdoppeln

- eine Auflaufform oder auch eine Springform (28 cm) gut einfetten
- den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte nochmal durchkneten
- dann zu einer Rolle formen und in 15 Stücke teilen
- die Stücke jeweils zu einer Kugel formen und in die Form setzen
- nochmals abdecken und für 20 min gehen lassen

- Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen
- die 50 gr Butter schmelzen und über die Teigkugeln gießen
- nun die Buchteln auf der unteren Schiene in Backofen  ca . 25 - 30 min goldgelb backen
- evtl mit Puderzucker bestreuen und genießen



Bei uns ißt das jeder ein wenig anders, mein Mini S einfach so ohne alles, mein Maxi S mit Vanillesoße, ich tunke jedes Stück, was ich abschneide in ein wenig geschmolzener Butter und dann in ein wenig Zucker, mein Mann probiert von allem

Und nun noch das Rezept für die Vanillesoße


Vanillesoße

Zutaten:
3 Eigelb
2 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
1 EL Speisestärke
1 TL Vanillextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
350 ml Milch

- alles Zutaten bis auf die Milch glatt rühren
- dann die Milch zugeben
- bei schwacher Hitze solange rühren, bis die Soße dick wird
- Achtung aufpassen, die Soße darf nicht kochen, sonst gerinnt das Eigelb
- Schon fertig!


Fazit: Die Buchteln haben uns super lecker schmeckt, das gibt´s auf jeden Fall mal wieder!
Der Teig war wunderschön fluffig und locker, die leichte Zitronennote fand ich besonders gut.
Ja und die Vanillesoße hab ich schon sehr oft gemacht, da gab es keine Beschwerden, ich selber aber  esse sie nicht, ich mag nämlich keine Vanillesoße

Sonntag, 18. Januar 2015

Bretonischer Butterkuchen

Allen ein gesundes neues Jahr!!!

Die erste Hälfte des ersten Monats ist nun schon wieder vorbei, aber ich war bisher ziemlich uninspiriert. Nicht dass der Backofen dass der Backofen kalt blieb, das Ergebnis war nichts Besonderes.
Bereits Silvester hatte ich Appetit auf einen schönen Pinwheel, halt mal nichts Weihnachtliches.
Da wir Besuch von meiner Freundin hatten stand daher gleich fest: ich mach ein Apfel-Pinwheel.
Nach dem gleichen Rezept des Aprikosen-Pinwheel  bzw. Pflaumen-Pinwheels (klick) mit schön viel Kardamon, mit einer Füllung aus Apfelstückchen, getrockneten Cranberries und leider keinen Zimt.
Ich hatte doch echt die Hoffnung dass meine Mini S dann mal probiert, er mag nämlich keinen Zimt, das erinnert ihn an Grießbrei und Milchreis.
Insgesamt war das Pinwheel trotzdem sehr lecker, aber ich fand es es nicht so aufregend, dass es hier auf den Blog gelandet ist.
Letzte Woche gab es auf Wunsch meines Mini S einen Schokokuchen, allerdings war mir  der zu trocken, entweder hab ich ihn doch 5 min zu lange gebacken, oder es lag am Rezept - also auch nicht blogwürdig.

Dann bin ich aber auf den schönen Blog von MaLu´s Köstlichkeiten auf diese Rezept gestoßen und war gleich hin und weg - und natürlich stand fest, das muss probiert werden.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, nicht mehr nur Rezepte von anderen Blogs nachzubacken, aber da gibt es sooo viele leckere Sachen. Meist fühl ich mich dann auch ein wenig unkreativ, aber ab und zu hab ich auch mal eine tolle Idee ;-)

Eins muss man noch dazu sagen - wenn man gerade mitten in der alljählichen Neujahrsdiät ist ,-) sollte man an diesem Tag aussetzen, keine Ahnung wieviel kcal enthalten sind, es müssen Trilliarden sein, aber egal - echt köstlich.

Bretonischer Butterkuchen



Zutaten:

275 gr Mehl
5 gr Salz
10 gr weiche Butter
165 ml lauwarmes wasser
5 gr frische Hefe
225 kalte Butter
225 Zucker (ich hab nicht soviel gebraucht)

- zuerst das Mehl in eine Schüssel geben,
- weiche Butter in kleinen Stückchen dazu
- Hefe im lauwarmen Wasser auflösen
- aufglöste Hefe zum Mehl geben
- das Ganze zu einem schönen glatten, elastischen Teig verkneten
- in Folie locker gepackt für 1 Stunde in den Kühlschrank geben

- am Ende der Geh-Zeit des Teiges die kalte Butter zwischen Backpapier  auf ca. 15 x 20 cm ausrollen
- den Teig auf bemehlter Arbeitsplatte rechteckig ausrollen, ca. 20 x 50 cm
- in die Mitte des Teiges die ausgerollte Butter legen
- nun das obere Drittel über die Butter falten, dann das untere Drittel nach oben auch darüber falten
- damit ist unten eine Schicht Teig, dann  die Butter, dann die obere Schicht Teig und zum Schluss die untere Schicht Teig - das war jetzt ein wenig kompliziert, ist eigentlich aber ganz einfach, ich hätte halt Fotos machen sollen ;-((
- das ganze Paket nun um 90° drehen und wieder rechteckig ausrollen und genauso wie vorher falten
- das Ausrollen und Falten noch 2 Mal wiederholen
- das Paket in Frischhaltefolie wickeln und wieder für 1 Stunde in den Kühlschrank legen

- nun kommt man langsam zu "Finale"
- dem Backofen auf 180 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen
- Arbeitsfläsche mit ordentlich Zucker bestreuen 
- den Teig auf ca. 40 x 30 cm ausrollen
- mit einem Pizzaschneider 12 Teigquadrate von ca. 9x9 cm schneiden (Bild 1)
- ein kleines Häufchen Zucker auf die Arbeitsfläche streuen, ein Teigquadrat darauf legen (Bild 2)
- nun die gegenüberliegenden Ecken jeweils in die Mitte falten und andrücken (Bild 3und 4)
- die entstanden Ecken  nun auch in die Mitte falten (5 und 6)


- so mit allen Quadraten verfahren
- die Teiglinge in eine Muffinform setzen, eine kleine Tarteform geht auch, hab ich aber nicht


- nun im Backofen ca. 25 min backen,
- der Kuchen muss schön hellbraun, der Zucker schön karamellisiert sein


. dem Butterkuchen gleich aus der Form nehmen, (sonst wird der der Zucker kalt und klebt in der Form fest) und auf einem Rost auskühlen lassen, damit er schön knusprig bleibt

Fazit: Es war echt super lecker, knuspriger karamellisierter Zucker, darunter ein fluffiger Teig bei dem man am Rand schön die Schichten sehen kann und sehr buttrig.
Uns war es ein klein wenig zu viel Butter, ich werde das mit weniger nochmals probieren, aber darunter könnte auch der Geschmack leiden




Freitag, 26. Dezember 2014

Update - Der Erzgebirgische Stollen wird angeschnitten

Vor ein paar Wochen hab ich ja hier geschrieben, wie ich einen Stollen gebachen haben.

Nun endlich ist es soweit, der Stollen  ist durchgezogen und wird noch mal ein wenig gepudert:


und wird angeschnitten:


Mein Fazit: Geschmacklich fanden wir den Stollen echt sehr gut, allerdings ist er zu wenig aufgegangen und damit etwas fest, leicht bröselig. Das ist echt schade, bei der Arbeit die das Teil gemacht hat. Ich hab nun keine Ahnung woran es gelegen hat, zu lange gegangen, falsch gebacken, ich weiß es einfach nicht. Ob ich es nächstes Jahr nochmal versuch kann ich auch noch nicht sagen, mal sehen;-)


 Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und
wünsche allen meinen lieben Lesern einen Guten Rutsch und alles Gute für 2015!

Montag, 22. Dezember 2014

Törtchen, Törtchen zum Geburtstag

Auf allen Blog wo ich so vorbeischaue weihnachtet es im Moment überall.
Alle backen und dekorieren, kochen und wichteln, es ist echt sehr lecker anzusehen.
Bei mir kommt keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf meinem Blog auf. Ich hab bisher nur 2 mal Plätzchen gebacken, ja und meinen Stollen - der muss aber noch bis zum Heiligabend auf den Anschnitt warten.
Irgendwie hatte ich mir vieles vorgenommen, dann aber keine richtige Lust oder auch keine Zeit.
Außerdem, wer soll das alles essen? (Na gut wenn meine Kollegen das lesen, schreien die ganz laut auf: "WIR!" )
Aber trotzdem blieb der Backofen nicht ganz kalt.
Letzte Woche feierte meine Mutter ihren 70. Geburtstag und natürlich wollte ich was dafür backen.

Folgendes hatte ich mir vorgenommen:
Mini-Schoko-Cupcakes
Mini-Windbeutel
Mini-Eclairs
Schoko.Mousse-Törtchen
Bratapfel-Törtchen

Und ich kann jetzt schon sagen, es hat auch alles geklappt und die Rückmeldungen waren ebenfalls positiv und das ist ja das Wichtigste!


Die Windbeutel und Eclairs sind ja keine große Sache. Von den Eclairs hab ich auch leider keine Fotos, die hatte ich erst mal vergessen und musste sie noch von zu Hause und dann waren schon viele Gäste da und somit haben wir das nicht extra noch fotografiert.

Wenn ich bis jetzt Törtchen gemacht hab, dann hab ich dazu Dessertring mit 7,5 cm  benutzt. Das war mir allerdings ein wenig zu groß. Also bin ich auf die Suche nach kleineren Dessertringe gegangen, aber das ist gar nicht so einfach. Es gibt zwar welche, aber die waren mir meist zu teuer. Durch Zufall bin ich aber auf Plexiglas-Rohr gestoßen.  also hab ich mir so ein Rohr bestellt ( 7cm Außen- und 6,4 cm Innendurchmesser) und mein lieber Mann hat mir 3 cm hohe Ringe geschnitten - perfekt!

Aber nun möchte ich euch die Teilchen mal näher vorstellen:

Schoko-Mousse Törtchen


Zutaten:
150 gr Löffelbiskuit
1 Eßl. Backkakao
ca. 100 gr Butter

4 Blatt Gelantine
1 Ei
2 Eigelb
30 gr. Orangenlikör
200 gr Vollmilchkuvertüre (geschmolzen)
100 gr Zartbitterkuvertüre (geschmolzen)
2 Becher (400 ml) Sahne

außerdem:

Dessertringe
Tortenrandfolie 5 cm hoch
Velvetspray

Zubereitung:
- die Butter für den Boden schmelzen
- den Löffelbiskuit in eine verschließbare Folientüte geben und mit einem Nudelholz drüberrollen, bis der Biskuit schön zerkleinert ist
- den zerkleinerten Biskuit in eine Schüssel geben,
- den Kakao dazugeben  und mit dem Biskuit vermischen
- die geschmolzene ebenfalls dazu und gut vermischen
- die Dessertringe mit Tortenrandfolie auslegen
- nun den "Teig" auf die Dessertringe (ich hatte 11 Stück) verteilen, so dass der Boden ca. 1 cm hoch wird, nun das Ganze schön fest andrücken und ab in den Kühlschrank, eine 1/2 Stunde reicht
- inzwischen die Mousse vorbereiten:
- die Gelantine in kalten Wasser einweichen
- Eier richtig schön schaumig schlagen
- die eingeweichte Gelantine mit dem Orangenlikör langsam erwärmen, bis sich die Gelantine aufgelöst hat und dann das Ganze unter ständigen Rühren in die Eimasse geben
-  nun die flüssigen Kuvertüren ebenfalls unterrühren
- die Sahne steif schlagen und in 2 Etappen unterheben
- die Mousse in die Dessertringe füllen und glatt streichen
- nun das Ganze am besten über Nacht in den Kühlschrank
- am nächsten Tag die Törtchen nochmal für 2 Stunden in den Gefrierschrank
- inzwischen das Velvet-Spray schön anwärmen - ich hab es in warmes Wasser gestellt
Wenn das Spay nicht angewärmt wird lässt es sich bescheiden verarbeiten, ich habs probiert es war eine Katastophe, ich musste ständig den Spraykopf auswaschen.
- nach der Kühlzeit  die Törtchen vom Dessertring und der Tortenrandfolie befreien und mit dem Velvetspray so gleichmäßig wie möglich besprühen
Das mit dem gleichmäßig ging gar nicht so einfach. Ich hatte die Törtchen jeweils einzeln auf einen Drehteller gestellt und dann besprüht, aber so ein Spray lässt sich schwer dossieren, wenn man den Druckpunkt überwunden hat ist es dann auch schnell zu viel und auch mit viel Druck. Ich hatte das Velvet-Spray von Pati-Versand, vielleicht ist es bei anderen anders? Und legt auf jeden Fall was unter, diese Spray ist ja aus Kakaobutter  und das ist dann wie Leim und ist mühsam weg zu wischen!
- die Törtchen hab ich dann mit  einem Kleks Schokolade, einem Karamell-Körbchen und einer"beschneiten" Himbeere verziert




Auf das Karamell-Körbchen bin ich schon ein wenig stolz, es sieht immer ganz einfach aus, aber es war eine ganz schöne Fummelei







 Der Boden ist ein wenig crunchy, die Mousse ist schön fluffig - ich fand es eine gelungene Kombination, die auch sehr lecker schmeckte.

Bratapfel-Törtchen


Zutaten:
Apfelkern:
1 säuerlicher fester Äpfel
etwas Zucker
etwas Apfelsaft
etwas Orangensaft
2 - 3 Blatt Gelantine
(Entschuldigung genauer gehts nicht ich hab das nach Gefühl gemacht)

Bratapfelpürree:
3 säuerliche feste Äpfel
15 gr Rosinen
15 gr gemahlene Haselnüsse
1 TL Zimt
1 EL brauner Zucker
2 EL Orangenlikör
50 gr. Marzipan

20 gr Butterflocken
Butter für die Form

Bratapfel-Mousse:
1 Tüte Sofort-Gelantine
Bratapfel-Püree
500 gr Mascarpone
150 gr Frischkäse
1 Becher (200ml) Sahne

Kardamon-Honig-Boden:
60 gr Honig
40 gr brauner Zucker
2 EL Milch
1 Ei
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamon (ganze Kapseln anrösten und ohne Schal mörsern)
40 gr Rapsöl
95 gr geraspelte Zucchini
35 gr geriebene Haselnüsse
65 gr Mehl
1 TL Backpulver

außerdem:
Dessertring
Tortenrandfolie

Zubereitung:

Den Apfelkern hab ich schon 3 Tage vorher zubereitet.
- den Apfel in kleine Würfelchen schneiden
- zusammen mit etwas Zucker, Apfel und Orangensaft kurz kochen, damit der Apfel zwar weicher aber bissfest ist
- Gelantine einweichen und in die warme Masse einrühren
- das Ganze nun in eine entsprechende Form einfüllen und im Kühlschrank fest werden lassen
Ich hatte dazu eine Silikon-Halbkugel-Form verwendet, man könnte es aber auch in deine Flache Form füllen und dann Würfel schneiden
Aus der Silikon-Form ließ es sich schön herausdrücken und hatte auch die schöne Halbkugel-Form wie ich es mir vorgestellt hatte.

Nun zum Bratapfel-Püree:
- Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze
- Apfel schälen und mit einem Ausstecher entkernen
- die restlichen Zutaten für die Füllung miteinander verkneten und in die Äpfel füllen
- die Äpfel in eine mit der Butter gefettete Form stellen und mit Butterflocken belegen
- für ca. 40 min im Ofen schmoren - die Äpfel müssen schön weich und leicht gebräunt sein (aber nicht verbrennen lassen!)
- dann die Bratäpfel auskühlen lassen und anschließend sehr fein pürieren und über Nacht in den Kühlschrank stellen

Jetzt zum Törtchenboden:
- Backofen  auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen
- Honig, Zucker, und Milch in einem Topf erwärmen, bis sich alles gelöst hat
- Eier hellgelb schaumig aufschlagen (dauert schon mal 3-4 min)
- Zimt, Kardamon und Öl dazugeben
- dann flüssige Honig-Mischung und die Zucchini unterrühren
- Haselnüsse, Mehl und Backpulver vermischen und ebenfalls unterrühren
- das Ganze auf ein 1/2 Backblech (entweder abtrennen mit Alufolie oder einen Backrahmen verwenden) geben und ca. 20 -25 min backen
 - Tortenrandfolie in die Dessertringe legen
- den Boden auskühlen lassen  und Ringe in der Größe der Dessertringe ausstechen
- die ausgestochenen Böden in die Dessertringe legen

Bratapfel-Mousse.
- Mascarpone, Frischkäse und Bratapfelpüree sacht verrühren, dann kurz mit dem Mixer rühren
- Sahne steif schlagen und die Sofort-Gelantine einrieseln lassen, anschließend vorsichtig unter die Masse heben
- nun das Ganze am besten in einen Spritzbeutel füllen und einen Teil auf den Boden spritzen
- dann den Apfelkern in die Mitte setzen und die restliche Mousse einfüllen und glatt streichen
- nun das Ganze zum abkühlen in den Kühlschrank
- zum Garnieren hab ich auf ein Sahnehäubchen, Schokodekor (hatte ich irgendwann schon mal gemacht), Fondant-Schneeflocke (ebenfalls vorbereitet) und ein Zuckergitter gesetzt (das schmilzt allerdings sehr leicht bei Luftfeuchtigkeit)



Die Farbe des Törtchen ist vielleicht nicht so toll, dafür punktet es aber mit Geschmack! Leider hab ich kein Anschnittfoto, damit man den Apfelkern sehen kann ;-(

Neben den Törtchen gab es natürlich auch ein paar Mini-Cupcakes:


























Und hier noch ein Mini-Windbeutel:


Während die Windbeutel im Bachofen aufgingen schauten wir rein und stellten fest: einer sieht aus wie ein Küken:


Sonntag, 14. Dezember 2014

Erzgebirgischer Stollen und Kartoffelkuchen

Die wahren Kenner des Stollenbackens werden jetzt bestimmt die Hände über den Kopf zusammenschlagen -  ja ich  gebe zu Stollen erst am 2. Advent zu backen ist ein wenig spät.

Und eigentlich sind wir auch nicht die großen Stollenesser, aber was ich wirklich super gern esse ist Kartoffelkuchen, kennt ihr den?
Der besteht aus Stollenteig mit gekochten, geriebenen Kartoffeln und dann als Blechkuchen gebacken - leecker!
Das bedeutet man braucht erst mal Stollenteig und deshalb hab ich auch gleich mal meinen ersten Stollen gebacken.
Dieses Rezept hab ich von Lutz vom Plötzblog adaptiert, schaut dort unbedingt mal vorbei, wenn ihr euch auch nur annähernd mit Brotbacken beschäftigt.

Der Aufwand ist wirklich groß, das Ergebnis aber auch, jedenfalls das vom Kartoffelkuchen, der Stollen muss noch bis Weihnachten durchziehen.




Erzgebirgischer Stollen

Rumrosinen:
430 gr Rosinen
200 ml Rum

Vorteig:
220 gr Weizenmehl
110 gr Milch
42 gr Hefe

Hauptteig
 450 gr Mehl
250 gr Butter
100 gr Schweineschmalz
3 gr Kardamon (gemahlen)
3 gr Muskat (gemahlen)
140 gr Zucker
3 gr Salz
140 gr ganze Mandeln
3 gr ganze Bittere Mandeln
100 gr Zitronat
20 gr Orangeat

Zum Schluss.
Butter
Puderzucker





- 1-2 Tage vorher Rosinen mit dem Rum mischen und mindestens 24 Stunden quellen lassen, immer mal wieder umrühren

- die Mehl, Milch und Hefe durchkneten und mind. 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen - Teig sollte sich verdreifachen



- in der Zwischenzeit die Zutaten vorbereiten:
Muskat reiben,
Kardamon anrösten, Schale entfernen und mörsern (das ferige Pulver sollte die 3 gr ergeben)
Mandeln mit heißen Wasser überbrühen und aus der Haus schnipsen ( das hab ich als Kind geliebt!)
Mandeln fein mahlen




- Mehl, Butter, Schweineschmalz, Salz, Zucker und den gegangenen Vorteig 5 min auf niedrigster Stufe und 10 min auf zweiter Stufe verkneten



- die restlichen Zutaten und die Rumrosinen von Hand unterkneten


- das Ganze über Nacht kühl stellen, der Teig wird aber kaum an Volumen gewinnen
(Wer nicht wie ich erst am Nachmittag  anfängt, lässt den Teig  2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen.)

- am nächsten Morgen (oder nach 2 Stunden) - den Teig nochmal durchkneten
- wieder 2 Stunden gehen lassen
- Backofen auf 180°C  Ober- und Unterhitze vorheizen
- dann ca. 1 kg Teig abnehmen  und zu einem länglichen Laib formen





- in der Mitte  der Länge nach einschneiden,  ca 1 cm tief

- den Stollen nun ca. 60 min backen, dann mittels Stäbchenprobe prüfen ob der Stollen durchgebacken ist , sonst nochmals um 15 min verlängern

- nach dem Backen sofort ringsum mit flüssiger Butter einstreichen  und auskühlen lassen


Nun gibt es 2 Varianten: bei uns zu Hause wurden die Stollen gelagert und dann kurz vor dem Verzehr gebuttert und gezuckert. Lutz macht da gleich nach dem Backen und lagert ihn so.
Ich hab mich für die Variante von Lutz entschieden, allerdings nicht soviel Butter und Zucker verwendet, evtl. mach ich vor dem anschneiden nochmal was drauf.

- also nochmals mit flüssiger Butter bestreichen und mit reichlich Puderzucker bestreuen
- nochmals mit Butter beträufeln und wider mit Puderzucker betreuen


- den Stollen in Stollentüten, oder Stofftücher einwickeln und min. 2-3 Wochen an einem kühlen Ort durchziehen lassen

Wie der Stollen nun wirklich geworden ist werd ich erst zu Weihnachten erfahren, aber ich werde berichten!

Nun endlich ist es soweit, der Stollen  ist duchgezogen und wird noch mal ein wenig gepudert:



und wird angeschnitten:


Mein Fazit: Geschmacklich fanden wir den Stollen echt sehr gut, allerdings ist er zu wenig aufgegangen und damit etwas fest, leicht bröselig. Das ist echt schade, bei der Arbeit die das Teil gemacht hat. Ich hab nun keine Ahnung woran es gelegen hat, zu lange gegangen, falsch gebacken, ich weiß es einfach nicht. Ob ich es nächstes Jahr nochmal versuch kann ich auch noch nicht sagen, mal sehen;-)



So nun zum 2. Teil :

Kartoffelkuchen


dazu braucht man:

1 kg Stollenteig
300 gr gekochte, gepellte und geriebene Kartoffeln (mehlig kochend)

- Stollenteig und die ausgekühlten Kartoffeln ca. 5 min auf niedrigster Stufe verkneten
- Teig 2 Stunden gehen lassen
- kurz durchkneten  und nochmal 2 Stunden gehen lassen
- Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen
- den Teig auf einem Blech verteilen , ein bisschen mit den Fingern eindrücken
- ca. 30 min backen


- den Kuchen rausnehmen und mit flüssiger Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen


Ich habe den Kuchen gedrittelt, ein Drittel gebuttert und gezuckert und dann gegessen ;-)
Den Rest hab ich eingefroren, den gibt es an den nächsten Wochenenden.

Fazit: Der Kartoffelkuchen war schön fluffig, saftig - einfach megalecker!!! Dafür hat sich der Megaaufwand schon mal gelohnt!