Dienstag, 24. November 2015

Weil heute dein Geburtstag ist ... mein 2. Bloggeburtstag mit einer Schoko-Cassis-Torte

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, Mannomann wie schnell die Zeit vergeht, ich kann es selbst fast nicht glauben:

Mein 2. Bloggeburtstag ist heute !!



Ich hatte mir im letzten Jahr viel Neues vorgenommen, einiges hab ich umsetzen können, vieles auch nicht. Irgendwie fehlt mir im Moment oft die Zeit. Ich schaue ja gern bei anderen Blogger-Kollegen vorbei und bin oft beeindruckt, manchmal ein wenig neidisch für das was sie so tolles abliefern.
Aber ich möchte es nicht zum Krampf ausarten lassen, sondern es soll mir ja auch Spass machen.
Ich freue mich immer über ein, hoffentlich gutes, Feedback ;-) Das erhalte ich ab und zu verbal von Freunden, Bekannten oder auch Kollegen, mit den Kommentaren hapert es immer noch ein wenig ;-(

Aber heute wird erst mal gefeiert!
Zuvor mal wieder ein kleiner Rückblick mit ein wenig Statistik:

Bis heute habe ich 79 Posts verfasst, das sind nur 27 seit dem letzten Geburtstag ;-(
Aber meine Besucherzahlen haben sich sehr positiv entwickelt. Insgesamt hatte ich bis heute rund 21.400 Besucher, also ich find das schon viel .
Hier mal die ersten drei Plätz der beliebtesten Posts:

1. Regenbogenkuchen mit 968 Besucher
2. Himbeertörtchen mit Dekorbiskuit mit 590 Besucher
3. Schoko-Cupcake mit Ganache-Topping und ... mit 460 Besuchern

Aber was sich zu meiner großen Freude wirklich verbessert hat sind die Fotos!  Da mein Maxi S. mit fotografieren angefangen und sich dafür eine Spiegelreflexkamera zugelegt hat, darf ich die auch mit benutzen. Okay mit der Bedienung hapert´s noch ein wenig, auch hier beschäftige ich mich einfach zu wenig mit dem Teil;-(

Aber nun endlich zum gemütlichen Teil der Geburtstagsfeier!
Zum 2. Geburtstag sollte es schon was Größeres sein und die Torte hat mich in dem Buch "Törtchen & Tartelettes" von Matthias Ludwigs von Anfang an angelächelt. Als ich auf dem wunderbaren Blog von Maren die Torte in klein und mit Abwandlung gesehen hatte, ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Naja und der Bloggeburtstag ist doch die ideale Gelegenheit um mal eine opulente Torte zu backen.


Ich war ja selbst ein wenig erschrocken, als ich die Torte fertig zusammengesetzt habe, war sie schon ganz schön groß.


Eigentlich hatte ich ja auch eine Fotoserie zur Entstehung der Torte geplant, aber als ich so angefangen habe zu backen, war ich so versunken, dass ich es vergessen habe.

Schoko-Cassis-Torte


eingelegte Beeren
Zutaten:
150g schwarze Johannisbeeren TK
15g Puderzucker
15g Cassislikör 

Alle Zutaten mischen, damit alles gut durchziehen kann. 

Dann ca. 1kg schwarze Johannisbeeren pürieren und durch ein Sieb streichen.
Nun werden 3 Backbleche Biskuitteig gebacken und ein runder Mürbeteig:

Schoko-Mürbeteig
Zutaten:
45g Puderzucker
60g Butter
1/2 Ei  (ca. 25g)
1/4 TL Salz
15g gemahlene Mandeln
115g Mehl
13g Kakao

Butter, Puderzucker und Salz mit dem Knethaken vermischen, die Mandeln und das Ei nach und nach zugeben. Zum Schluss das Mehl mit dem Kakao mischen, dazugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 30 min. zum Kühlen in den Kühlschrank. (Inzwischen könnte man den Biskuit machen.)
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Dann den Teig ausrollen und einen Boden von 14 cm Durchmesser ausschneiden. Den Boden in eine mit Backpapier ausgelegte Form legen, etwas Backpapier obendrauf und darüber Erbsen zum Blindbacken.  Dann ca. 20 min backen.

Schokobiskuit
Das Rezept ist für ein Backblech, ich hab 3 Bleche gebacken, dafür das Rezept verdreifacht.

Zutaten:
70 g gemahlene Mandeln
70g Puderzucker
2 Eier
3 Eiweiß
45g Zucker
55 gesiebtes Mehl
20g gesiebter Kakao
25g geschmolzene Butter

Zuerst den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen, dann Mandeln, Puderzucker und die Eier schön dickcremig aufschlagen. Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen. 1/3 des Eischnee´s unter die Eigelbmasse ziehen, den restlichen Eischnee draufgeben. Anschließend das Mehl mit dem Kakao mischen und ebenfalls auf die Masse geben. Nun alles vorsichtig unterheben. Einen Löffel von der Masse unter die flüssige Butter rühren,  damit werden die Konsistenzen angeglichen und die Massen lassen sich leichter verrühren. Nun also die Buttermischung unter den Rest heben und alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und ca. 8 - 12 min backen
Bei einem Blech den Teig vor dem Backen mit Schokoraspel bestreuen.
Aus dem Biskuit werden dann 2 rund Böden von 14 cm Ø und 2 Böden von 24 cm Ø ausgeschnitten.
Man kann aber auch gleich rund Böden backen.
Aus dem Biskuit mit der Raspelschokolade werden 3cm breite Streifen geschnitten.

Jetzt zu den Füllungen:

Schokoladenmousse
Zutaten:
300g Kuvertüre (70%)
600 ml Sahne
3 Blätter eingeweichte Gelantine

Ich hab ja versehentlich 900ml Sahne genommen und dann riesige Angst ob das Mousse fest genug wird. Es wurde fest, allerdings wird die Torte durch die Menge auch mächtiger.

Cassismousse
Zutaten:
60 ml Cassislikör
12 Blatt eingeweichte Gelantine 
500g schwarzes Johannisbeerpüree
1 l Sahne

Eigelbschaum
Zutaten:
300g Eigelb (15-16  Stück
300g Zucker

Beide Mousse´s werden paralell zubereitet:

Die Kuvertüre wird bei ca. 50°C geschmolzen. Parallel dazu den Likör für das Cassismousse erwärmen und die ausgedrückte Gelantine darin auflösen. 1/3 des Püree´s dazugeben und kurz mit erwärmen. Anschließend das restliche Püree gründlich unterrühren und erst mal beiseitestellen.

Für beide Mousse wird der Eigelbschaum benötigt. Dazu das Eigelb in der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen. Währenddessen den Zucker mit 80 ml Wasser zum Kochen bringen und auf 120°C erhitzen. (meine Infrarotthermometer ist da echt super). Diesen Zuckersirup in einem dünnen Strahl in die Eigelbmasse fließen lassen - während die Maschine weiterrührt. Alles weiter aufschlagen, bis die Masse lauwarm ist.

Für das Schokomousse nun die Sahne cremig schlagen und 1/3 davon unter die geschmolzenen Sahne ziehen. Die Gelantine nur leicht ausdrücken, damit wenig Wasser erwärmen so dass sie sich auflöst. Ein wenig von der Schoko-Sahne-Mischung in die aufgelöste Gelantien rühen und anschließend diese Mischung wieder unter die Schoko-Sahne rühren. 240g des Eigelbschaumes und die restliche Sahne werden nun ebnfalls untergehoben.

Die Sahne für die Cassismousse aufschlagen. Zu der vorbereiten Masse aus dem Cassispüree den restlichen Eigelbschaum und die geschlagene Sahne geben und vorsichtig unterziehen.

Jetzt kann man mit dem Zusammensetzen der Torten beginnen:

Einen Tortenring mit 16 cm Ø und einen Tortenring mit  26 cm Ø am besten zuerst mit Tortenrandfolie auslegen. Dann wird der Ring mit 3 cm-Biskuitstreifen ausgelegt. Dabei ruhig die Streifen auf Spannung einlegen. Anschließend gibt man in die Mitte des kleinen Tortenrings den Mürbeteigboden. Darauf kommt eine dünne Schicht der Schokoladenmousse und darüber ein Biskuitboden. In den großen Tortenring wird ebenfalls ein Biskuitboden eingelegt.
Nun kann man die Schokomousse auf beide Torten verteilen, sie sollte etwa so hoch wie der Biskuitstreifen sein. (Bei mir ist es höher geraten, da ich ja zuviel Sahne genommen hatte).
Die eingelegten Beeren ein wenig abtropfen lassen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Die Beeren auf der Mousse (auf beiden Torten) verteilen, jeweils den 2. Tortenboden einlegen, ein wenig andrücken.
Zuerst den aufgefangenen Saft auf die Böden träufeln, anschließend das Cassismousse auf beide Torten verteilen und glatt streichen.
Ich hab die Torte dann für 2 Tage in den Gefrierschrank gestellt, es reicht aber auch eine Nacht im Kühlschrank.

Dann wird die Torte mit einem Cassisspiegel vollendet, den aber einige Stunden vorher machen.

Cassisspiegel:
Zutaten:
100g Cassispüree
 80 ml Prosecco
20 ml Cassislikör
3 Blatt Gelantine

Gelantine einweichen. die restlichen Zutaten erwärmen und die ausgedrückte Gelantine darin auflösen. Alles gut auskühlen lassen. Dann die Masse pürieren, bis eine sämige Soße entsteht.

Diese Soße nun auf die Torten geben und schön glatt streichen. Vorsicht, wenn ihr wie ich die Torten im TK hattet, zieht der Cassisspiegel sofort an, da muss man schnell sein oder, wie ich, mit dem Fön nachhelfen ;-)

Ich habe dann die Torten aus den Ringen gelöst und zusammengesetzt, dadurch, dass sie gefroren waren ging das sehr gut. Anschließend mit Beeren, gezuckerten Rosenblüten und Schokodekor ausdekorieren.


Ja das mit dem Temperieren der Schokolade, damit der Dekor den richtigen Glanz hat, muss ich noch weiter üben.



Die Rosenblätter hab ich dünn mit Eiweiß eingepinselt, leicht antrocknen lassen und mit Zucker bestreut.



Fazit: Seeeehr lecker, erst die locker leichte, fruchtige Cassismousse, dann Schokomousse eine super Kombination


Dienstag, 17. November 2015

Russischer Zupfkuchen

Heute mal ein richig leckerer Kuchen für einen trüben Herbsttag ;-) Wenn es draußen stürmt, nieselt, vielleicht die ersten Flocken rieseln, wird es so richtig schön heimelig wenn es lecker nach gebackenen Kuchen duftet, so ein wenig nach Schokolade .....
Die Kombination von Quark und Schokolade passt auch richtig gut.



Russischer Zupfkuchen

Zutaten:
375 g Mehl
2 TL Backpulver
35 g Kakaopulver
1 Prise Salz
200 g Zucker
1 Ei
200 g kalte Butter

für den Quark:
150 g Butter
3 Eier
500 g Magerquark
150 gZucker
1 Päck. Vanillepudding
1 TL Zitronenabrieb
Vanille

Zuerst den Mürbeteig machen: Mehl Backpulver, Kakao und Salz mischen, in der Mitte eine Mulde formen und Zucker und Ei reingeben. Die Butter in Stückchen schneiden und ebenfalls dazugeben. Alles nun vom Rand aus schnell zu einem Teig kneten, oder die Küchnmaschine arbeiten lassen. Das Ganze sollte zügig geschehen, damit der Teig nicht zu warm wird. Anschließend den Teig in Folie wickeln und ca. 30 min. kühl stellen.

In der Zwischenzeit kann man schon mal die Quarkmasse vorbereiten: Zuerst die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Die Eier trennen, die Eiweiße inzwischen kalt stellen. Die Eigelbe mit dem Quark, 100g Zucker, , Puddingpulver, Vanille und Zitronenschale verrühren. Anschließend wird die geschmolzenen Butter eingerührt. Nun die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen und am besten in 2-3 Teilen unter die Quarkmasse ziehen

Den Backofen schon mal auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen. 2/3 des Mürbeteigs rund ausrollen und auf den Boden der Form legen und dabei einen Rand hochziehen. die Quarkmasse nun einfüllen und vom restlichen Teig Streusel zupfen und auf dem Quark  verteilen.

Den Kuchen in den Backofen schieben (2. Schiene von unten) und ca. 50 - 55 min backen.
Danach den Kuchen noch etwa 30 min in der Form abkühlen lassen. danach den Kuchen aus der Form lösen und auskühlen lassen.



Fazit: Am besten noch leicht warm verputzen - mmh lecker.

















Quelle: Backschätze von GU

Mittwoch, 4. November 2015

Baguette Parisienne

Irgendwie hab ich das Gefühl das ich in letzter Zeit ständig Brot backe.
Beim Schreiben des letzten Posts hatte ich gerade ein Ciabatta im Ofen, das sehr gut gelungen ist und letzte Woche gleich noch mal gebacken wurde. Leider hab ich keine Fotos gemacht, aber ich werde es wiederholen.
Heute stand mal wieder Baguette auf dem Programm. Mein MiniS feiert nämlich morgen im Hort seinen Geburtstag und da soll es ein Gurkenkrokodil und Baguette geben und er meinte auch gleich, das muss ich selbst backen. Das macht die Mama doch gerne!

Dieses Baguette hab ich schon sehr oft gebacken, einfach so natur, mit Kräutern, mit Oliven oder mit getrockneten Tomaten und es hat jedesmal sehr gut funtioniert.
Das Baguette ist sehr schnell gemacht, man braucht nur viel Zeit für die Gare.

Aber nun gehts erst mal los:

Baguette Parisienne


Zutaten:
500 g Mehl
13 g Salz
10 g Frischhefe
400 ml Wasser

Zuerst die Hefe in ein Gefäß reinbröckeln und mit dem Wasser aufgießen, umrühren damit die Hefe sich auflöst. Dann in eine große Schüssel (der Teig geht richtig schön auf) das Mehl geben. In die Mitte eine Mulde formen und das Wasser-Hefe-Gemisch hineingießen:


Nun alles mit einer Teigkarte, Spatel o.ä. soweit vermengen dass alles vermischt ist und keine trockenen Nester mehr vorhanden sind. Den Teig allerding nicht kneten!


Die Schüssel mit Folie luftdicht verschließen und für 12 - 16 Stunden kühl stellen (ich stell ihn  immer in den Hausflur). Danach hat der Teig  eine feuchtglänzende Überfläche und viele kleine Blubberblasen.

Dieses Mal hab ich allerdings eine Abweichung vom Rezept vorgenommen: nach der Hälfte der Gärzeit habe ich den Teig gedehnt und gefalten. Das Vorgehen beschreibt am Besten dieses Video Dehnen und Falten von  Lutz Geissler.
Danach ist der Teig etwas fester und am Ende der Gare mit größeren Blasen durchzogen.

Inzwischen kann man schon mal das Backblech vorbereiten. Ich habe kein Baguetteblech, deshalb falte ich ein Stück Backpapier, so dass 3 Unterteilungen entstehen:


Nun den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, in 3 Teile teilen und zu Baguettes formen. Mir hat da auch wieder ein Video von Lutz Geissler sehr geholfen: Baguette formen
Die Baguettes auf das Backpapier setzen und nochmals gehen lassen, ca. 1/2 Stunde


Inzwischen den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Das Blech mit den Teiglingen in den Ofen schieben und mit einem Blumensprüher ein wenig Wasser auf den Boden des Backofens sprühen, das sorgt für eine wunderbare Kruste. Ca. 20 min backen, so dass es schön goldgelb ist, lieber mal 3 min länger, die haben mir nämlich gefehlt.

Trotzdem ist ein schönes Baguette entstanden:





 

Fazit: Ein leckeres Baguette was mit wirklich wenig Aufwand gemacht ist.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Pflaumenkuchen

Eigentlich hab ich gedacht zeitlich wird es etwas besser, aber leider Fehlanzeige.
Irgendwas ist halt immer. Relativ spontan hatte ich mich entschlossen vom Schulanfang meines Jüngsten doch ein Fotobuch zu gestalten - peng wieder 2 Wochen rum.
Dabei hab ich in den letzten Wochen schon einiges gebacken, nur meist nicht verbloggt.
Beim Backen hab ich mich allerdings eher auf Altbewährtes gestürzt, z. B. ein Pflaumenpinwheel(ich mag es !!),  das leckere 30-Stunden-Baguette, was mir diesmal besser gelungen ist - tja Übung macht den Meister. Ja und heute ruht gerade hinter mir ein hoffentlich leckeres Ciabatta was ich aber zum ersten Mal probiere.
Grundsätzlich glaub ich die Früchte des Herbstes sind eher die meinen. Viele lieben ja die ganzen Beerenfrüchte, für Erdbeertorte (okay ist eigentlich eine Sammelnussfrucht) verkauft so mancher seine Oma (hoffentlich nur im übertragenen Sinne!) Ich bin da gar nicht so heiß drauf, ich mag sie einfach am liebsten frisch ohne alles.
Aber im Herbst, Pflaumen, Äpfel - das ist so meins ich liebe Apfelkuchen, Apfelpinwheel, Pflaumenkuchen - mmmh lecker.

Deshalb hab ich nun schon vor einigen Wochen ganz spontan einen Pflaumenkuchen gebacken.
Im Supermarkt sah ich Samstag früh die Pflaumen, da ging ich schnell in Gedanken durch, was hab ich zu Hause, was brauch ich noch und schon konnte es losgehen.
Das Rezept ist übrigens aus dem Buch "Backschätze" aus dem Gräfe und Unzer Verlag

Pflaumenkuchen

 

Zutaten:
für den Hefeteig:
125 ml Milch
375 g Mehl
21 g frische Hefe
75 g Zucker
60g weiche Butter
1 Ei (M)
1 TL Zitronenabrieb
1 Prise Salz

für die Streusel:
200g Butter
200g Mehl
100g gemahlene Mandeln
150g Zucker
1Prise Salz
Zimt

und ca. 1 kg Pflaumen

Zuerst wird der Hefeteig vorbereitet: dazu die Milch leicht erhitzen, nicht über 40°C. Darin dann die Hefe auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde reindrücken und die Milch mit der Hefe reingeben. Anschließend die restlichen Zutaten dazugeben und einen schönen geschmeidigen Teig daraus kneten lassen (ich hab eine Küchenmachine, die macht das für mich).
Wenn der Teig fertig ist, die Schüssel mit Folie luftdicht verschließen und den Teig mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Inzwischen kann man ja schon mal die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen.

Nach der Gehzeit wird der Hefeteig noch mal durchgeknetet und so große wie ein Backblech ausgerollt. Dann den Teig auf ein Backblech geben und mit den Pflaumen belegen.

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen

Nun die Streusel aus den entsprechenden Zutaten herstellen. Oft wird ja geschrieben, dass man die Zutaten zwischen den Fingern zu Streusel verreiben soll, ich hab das aber noch nie so hingekriegt. Deshalb lass ich die Streusel ebenfalls von meiner Küchenmaschine machen, da sind sie zwar nicht ganz so krümelig, geht aber auch.

Die Streusel nun auf die Pflaumen verteilen, ich habe dann noch ein wenig Hagelzucker drübergestreut, gehobelte Mandeln wären sicher auch ganz lecker, und ab in den Backofen, für ca. 30 min.


Inzwischen wird es in eurer Küche lecker duften:





Fazit: Ein wunderbar fruchtiger sehr saftiger Pflaumenkuchen. die Hälfte hab ich eingefroren, da hatten wir das nächste Wochenende auch noch was davon!


Freitag, 25. September 2015

Buttermilchbrot

Wie versprochen stelle ich euch heute das Brot vor, was ich letztens gebacken habe. Das Rezept habe ich mal wieder auf den Blog Experimente aus meiner Küche, aber leicht abgewandelt.
Das ist echt ganz leicht zu backen und es hat uns auch sehr gut geschmeckt. Als Zutat hätte ich eigentlich noch 50 gr Dinkel- oder Weizenschrot gebraucht, aber da ich nur 1 kg Packungen gefunden habe und mir das erst mal zu viel war, hab ich es durch Mehl ersetzt. Also falls ihr Schrot zu Hause habt, probiert es ruhig aus.

Buttermilchbrot 



Zutaten:
300g Weizenmehl
200g Dinkelvollkornmehl
50g Roggenmehl
55g Wasser
325g Buttermilch
15g Frischhefe
15 g Salz
10g Zucker

Die Hefe in den lauwarmen Wasser auflösen. Zuerst die Mehle, dann die restliche Zutaten in eine Schüssel geben und von der Küchenmaschine erst 5 min langsam und dann 10 min schnell zu einem schönen glatten und straffen Teig kneten lassen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie luftdicht abdecken und 2 Stunden und 45 min zur Gare stellen, Temperatur ca. 24°C.
Nach 1 und nach 2 Stunden den Teig jeweils aus der Schüssel nehmen, lang zu einem Strang ziehen und dann zweimal falten: erst ein Drittel von links nach rechts, dann ein Drittel von rechts nach links einklappen, damit erhält man dann wieder ein kleines Päckchen. Das Päckchen wieder in die Schüssel geben und wieder zur Gare stellen.
Nach der gesamten Garzeit, (ich hab es sogar noch eine Stunde länger gehen lassen, geht auch ;-)) den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und zu einem Batard (ein längliches Brot mit spitzen Enden) formen. Dieses Video beschreibt es wunderbar, so schön hab ich es allerdings nicht hingekriegt.


Das geformte Brot noch mal abdecken, z.B. mit einem Tortencontainer oder einer Schüssel und nochmal 30 min gehen lassen.
Inzwischen den Backofen auf 250°C gut vorheizen. Ich hab diesmal einen Backstein verwendet, diesen oder auch ein Blech unbedingt mit vorheizen. Nach der Garzeit das Brot 2 mal ca. 2cm tief einschneiden, am Besten geht das mit einer Rasierklinge. Das Brot nun vorsichtig auf den heißen Pizzastein heben und in den Ofen schieben, kurz die Tür schließen, dann mit einem Blumensprüher einige Sprühstoße Wasser reinsprühen, so dass schön Dampf entsteht.
Nach 10 min den Backofen kurz öffnen, damit der Dampf entweichen kann und die Temperatur auf 190°C runterdrehen. Nun das Brot noch 40 min backen, dabei die letzten 5 min die Backofentür leicht öffen - dadurch wird die Kruste schön knusprig. Am Ende der Backzeit das Brot auf einen Rost auskühlen lassen.


Wenn das Brot noch leicht warm ist anschneiden, nur ein wenig Butter - mmmmh






Dienstag, 15. September 2015

Kleiner Rückblick, ein Schulkind und mein erster Apfelstrudel

der Sommer neigt sich ja jetzt so ziemlich dem Ende entgegen, die Temperaturen sind schon manchmal gewöhnungsbedürftig (morgens machmal nur 2 °C).
Dieses Wochenende war es aber nochmal richtig schön sonnig und warm.
Aber  da es nicht mehr ganz so heiß ist, hab ich auch wieder Lust den Backofen anzuwerfen.
Am Samtag hab ich ein leckeres Buttermilchbrot (Post folgt) gebacken. Sonntag gab es einen frisch gebackenen Apfelstrudel - den Ersten den ich so gebacken habe.

Aber vorher ein kleiner Rückblick, denn für die Ruhe hier auf den Blog waren nicht nur die für das Erzgebirge fast tropischen Temperaturen, sondern auch ein kleines Familienevent verantwortlich, denn unser Mini-S ist jetzt ein Schulkind.

Für alle die nicht aus dem Osten kommen sei mal erklärt:

1. es gibt 85cm große eckige Zuckertüten, die auch nicht unbedingt selbst gebastelt werden muss
2. es gibt in der Schule ein große Einschulungsfeier an einem Samstag, so mit Mama, Papa, Oma, Opa
3. danach  wird der Schulanfang als kleines Familienfest gefeiert, dabei sollen aber die Kinder im Vordergrund stehen, ist ja schließlich keine Hochzeit

Ich kenn es ja nicht anders und find damit bekommt dieser wichtige Schritt im Leben der Kinder einen angemessenen Rahmen. Die Umstellung auf die Schule ist ja auch eine ganz schöne Veränderung für die Kids. Wir haben jetzt die 3. Schulwoche hinter uns und ich muss sagen es läuft schon ganz gut, wir haben stolzes Schulkind, hoffentlich bleibt es so!

Aber vor dem großen Tag stand die wichtige Frage! nach der Schultüte. Da uns keine, im Geschäft wirklich gefiel, unser Sohn  aber auch ein Fan von  "Drachenzähmen leicht gemacht" ist, reifte der Entschluss  die Zuckertüte doch selber zu basteln. Erleichter wurde das durch eine Poster-Zeitung der Drachen, wo ich mir schon überlegte, die Drachen da auszuschneiden und auf die Tüte zu kleben.
Dann hatte isch Glück dass mir eine Nachbarin eine unbenutzte Zuckertüte mit eine älteren Motiv (Schnappi ;-)) schenkte , damit war schon eine gute Grundlage geschaffen. etwas Kopfzerbrechen machte mir noch der Hintergrund - Himmel mit Wolken sollte es sein. Nachdem ich einige Varianten durchgespielt hatte legte ich eines nachmittags los und eher durch Zufall ging es ganz einfach:
Die obere Bordüre mit der auch der Tüll angeklebt ist hab ich erst mal abgeklebt. Dann wurde die Tüte mit weißem Acryl-Lackspray grundiert. Nach der Trocknungszeit mit blauem Acryl-Lackspray leicht und unregelmäßig drüberspühen - fertig ist der Himmel.
Dann hab ich aus den Postern die Drachen ausgeschnitten und auf die Tüte geklebt. Das war eine ganz schöne Fummelei ;-). Zum Schluss alles noch alles mit Klarlack fixieren - fertig.
Auf die Zuckertüte sollte noch ein Plüsch-Ohnezahn und damit es standesgemäß ist - ein Felsen.Den hab ich aus Bauschaum "geschnitzt und bemalt.
Ich war mit der Tüte ja echt zufrieden ;-) und mein Sohn auch , das ist eh die Hauptsache:


Nach der Feier in der Schule haben wir in einem ganz besonderen Ambiente gefeiert: bei uns im Ort gibt es nämlich die Gelenauer Marionettenspiele die nicht nur Marionetten tanzen lassen, sondern auch eine kleine schnuckelige Theaterkneipe "Zum Hanswurst" haben. Dort haben wir dann den Schulanfang gefeiert und ich hab natürlich den Kuchen zum Kaffe selbst gebacken.
Leider hab ich nichts weiter fotografiert, so dass es nur ein Foto gibt.
Folgendes hab ich gebacken:

Maracuja-Mango-Törtchen
Brombeer-Whisky-Törtchen
Schokomousse-Törtchen mit doppelt Karamell
Erdbeer-Tarteletts
Biskuit-Himbeer-Rolle (ohne Foto)
Regenbogenkuchen (ohne Foto)


Dann haben die Marionetten noch für uns getanzt - in einem lustigen abwechslungsreichen Varieté:






Zum Abend gab es dann noch Pizza nach Wunsch aus dem Holzbackofen - sehr lecker und genau das richtige für den kleinen Schulanfänger.

Alles in allem war es eine richtig schöne Feier, mein Mini-S war begeistert - und völlig fertig.

So nun aber zum Apfelstrudel.

Vor 2 Wochen war in unserer Tageszeitung ein Artikel über Apfelstrudel, sogar Lafer gab sein breites Wissen dazu preis ;-) Als mein Mann noch meinte, dass ich ja auch mal einen Apfelstrudel machen könnte...

Allerdings hab ich nicht den Mut gehabt dass so richtig mit Strudelteig machen und hab für den Anfang erst mal Blätterteig aus dem Supermarkt genommen.


Apfelstrudel




Zutaten:
Blätterteig aus dem Kühlregal
1 kg Äpfel (am besten Boskop)
Zitronensaft
60 g Semmelbrösel
125 g Butter 
4 Eßl Zucker
2 Eßl gehackte Mandeln
Cranberries 
Zimt
Kardamonkapseln

Mit den Mengenangaben ist es ein wenig schwierig, ich hab das meiste nach Gefühl genommen.



Als erstes die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Viertel noch mal längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, gleich mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.



Die Kardamonkapseln in einer Pfanne ohne Fett rösten, von der Schale befreien und mörsern. Zusammen mit 3 Eßl Zucker, Zimt nach Belieben, gehackte Mandeln und den Cranberries zu den Äpfeln geben und gut durchmischen.
Etwa 60 g Butter schmelzen und die Semmelbrösel darin anrösten. Wenn die Brösel etwas Farbe angenommen haben 1 Eßl Zucker dazugeben und ein wenig mit karamellisieren lassen.
Die restliche Butter ebenfalls schmelzen lassen.
den Backofen schon mal auf 180°C Umluft vorheizen.

Den Blätterteig auspacken und auf einer bemehlten Arbeitsfläche nebeneinander ein wenig überlappend ausrollen.
Nun den Teig noch ein wenig mehr ausrollen, damit er ein wenig dünner wird. Strudelteig wird ja normalerweise gezogen, keine Ahnung ob man das auch mit Blätterteig macht, ich hatte Angst dass der Teig reißt und hab es nicht weiter probiert


Der ausgerollte Teig wird als nächstes schön mit flüssiger Butter eingepinselt und die Semmelbrösel auf ca. 2/3 der Teigplatte verteilt.


Anschließend wird die Apfelmischung auf dem Teig verteilt, dabeiein gutes Stück vom Rand frei lassen.


Die Ränder zur Mitte hin einschlagen und mithilfe des Tuchs einrollen.

Den Strudel  nun vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit dem Tuch als Hilfe geht es ganz gut.

 Da der Teig für mein Backblech zu breit ausgerollt war, hab ich einfach ein Stück abgeschnitten und 2 kleine Mini-Strudel aufgerollt.


Den Strudel noch mal gut mit flüssiger Butter einpinseln und ab in den Backofen. Backzeit ca. 30 min. Zwischendurch nochmal mit Butter einpinseln. Kurz vor Ende der Backzeit hab ich noch ein wenig Honig auf den Strudel gepinselt.


Der Strudel war so groß, ich hatte nicht mal eine so große Kuchenplatte, aber das ist auch egal wenn  der Duft von frisch gebackenen Apfelstrudel durch die Küche zieht.


Es war schon ein toller Moment den Strudel anzuschneiden und festzustellen, er ist schon mal gelungen. Und dann der Moment des Kostens: mmmh dünner Teig und die saftigen Äpfel mit leicht säuerlichen Note. Sehr lecker - das einzige was uns gefehlt hat war eine Kugel Vanille-Eis  (Vanillesoße mag ich nicht so)