Samstag, 4. Oktober 2014

Tortenkurs in Berlin - Teil 2

Heute noch der versprochene ausführlichere Bericht über unseren Trip nach Berlin.

Das Ganze begann gleich mit einem Supergau am Donnerstagabend: Als ich das Abendbrot machte, hab ich mir schön in den Finger geschnitten: ein ganzes Stück vom Fingernagel inklusive Nagelbett - das hat geblutet ... ich war bedient! Aber irgendwie ging es schon.

Und so machten wir uns am Freitagmorgen auf den Weg in die große Stadt - nach Berlin ;-)
Sogar die Bahn war gnädig zu uns und fuhr planmäßig und pünktlich zum Berliner HBf.
Dann unsere Sachen ins Hostel, gleich am Ku´damm und schon "stürzten" wir uns ins Hauptstadtgetümmel.
Da wir sowieso zum Prenzlauer Berg wollten, war unsere erste Stadion der legendäre "Konopkes Imbiss".
Das ist soweit ich weiß, der älteste Imbiss Berlins. Gleich neben dem U-Bahnhof gelegen, perfekt für ´ne Currywurst um dann weiter zu ziehen.


Wir hatten ja extra den ganzen Vormittag nichts gegessen und so hatten wir auch richtig Hunger.
Das große Menü, bestehend aus 2 Currywürsten und einer Portion Pommes war genau das richtige für uns. 


Es hat auch wirklich lecker geschmeckt - wie man sieht ;-)
Die Currywürste gibt es in verschiedenen Schärfegraden, wir haben uns aber nur an die normale Schärfe gewagt.
 
So frisch gestärkt ging es weiter, nur wenige Straßen durch den Prenzelberg.
Das hat uns echt gut gefallen:



An Kneipen vorbei...




auch ´ne  super Idee, die alten Bratpfannen zu verwerten.




Und schon waren wir angekommen an unseren 2. Ziel:



Ein hübscher Laden im sechziger Jahre-Style mit gaaanz viel Backutensilien.
Neben Backformen, Fondanttorten-Zubehör und Farben war ich vor allem von den vielen Keksausstechern begeistern. Einer musste auch mit zu mir nach Hause, den werd ich demnächst unbedingt mal testen;-)




Als nächstes stand ein Café auf der Liste, allerdings haben wir unseren Plan kurzfristig geändert und sind bei Guido Fuhrmann und 
seiner Werkstatt der Süße gelandet.



Beim Anblick der Auslage hatten wir schon mal das erste Problem: alles sah so lecker und verführerisch aus, das wir echt Schwierigkeiten hatten uns zu entscheiden:







Ich hab mich für diese 2 Törtchen entschieden:




Zuerst hab ich das Schoko-Törtchen probiert: außen eine "Schokokruste", innen Nougatmousse und ein super Boden, mit einem leichten Crunch - himmlisch.



Dann das 2. Törtchen, mit Maracuja und Zitronengras: außen ein richtig schöner gelber Biskuit, oben ein Fruchtspiegel aus Maracuja, innen ein fruchtiges Mousse und darin ein Fruchtkern. Der volle Gegensatz zum Nougattörtchen, sehr schön fruchtig, säuerlich - lecker:




Maxi hat sich für ein Schoko-Törtchen und 3 Mini-Törtchen entschieden:



Auch hier super lecker, mal fruchtig, mal schokoladig.
Wir waren hin und weg und haben es in vollen Zügen genossen.
Herr Fuhrmann gibt auch Patisserie-Kurse - da wollen wir unbedingt mal hin!!

Weiter ging es dann in den Laden "Frau Fröhlich"- für alle Freunde des Shabby-Styles eine gute Adresse. Ich fand vieles ganz nett, aber das passt bei mir einfach nicht rein.

Nun  noch zum letzten Punkt auf unserer Liste:die Markthalle 9. Dort gibt es die verschiedensten Stände, frisches Obst und Gemüse, Blumen, Fleisch und Wurst ...und natürlich auch Stände zum Essen. Wir hatten darüber gelesen, aber leider waren wir erst 18 Uhr da und da packen  schon alle ihre Sachen zusammen. Schade, vielleicht beim nächsten Mal.

Abends sind wir auf der Suche nach einem Restaurant im  "Jagger" gelandet. Eine tolle Kneipe, mit Live-Musik und natürlich gutem Essen. Die Bedienung war auch echt sehr freundlich. Ab 22 Uhr gab es auch an diesem Tag Livemusik, allerdings wir waren so müde , dass wir lieber in unser Hostel zurück gegangen sind.

Am Samstag war es dann soweit, unser Fondant-Kurs fand statt.
Ein kleines Stück mit der U-Bahn und schon waren wir da:
In der Wiesbadener Str. ist das Ladengeschäft und der Kursraum von "Tolle Torten" und der "Cake School International".



Zuerst hat uns Sigrid, unsere Kursleiterin, einige wertvolle Tips zu Fondant gegeben, bevor es richtig losging.
Als erstes haben wir den Fondant eingefärbt. Dabei gibt es ja verschiedene Techniken. Man kann den Fondant durchfärben, so hab ich es gemacht, oder den Fondant marmorieren, sieht auch sehr schön aus.
Dann wurde der Tortendummie mit dem Fondat eingedeckt. Das ging deutlich einfacher, als ich gedacht habe, allerdings hat man mit einem Dummie auch die perfekte Grundlage. Bei einer richtigen Torte muss man da sicher sehr gut vorarbeiten.

Als nächstes haben wir eine Schleife gamacht. Dazu wurde auf den Fondant erst noch ein Muster geprägt und dann die Schleife gestaltet und zum trocknen beiseite gelegt:



Danach waren die Blüten dran, das fand ich am spannensten und das hat mir auch am meisten gebracht.
Dabei werden die Blüten z.B. mit einem Blütenausstecher ausgestochen und mit einem Modelierwerkzeut fährt man an den äußeren Kanten entlang, schon bekommt das Blütenblatt ein wenig Schwung:



Wir haben aber auch noch andere Blüten gemacht, sowie Schmetterlinge und Blätter.

Zum Schluss haben wir noch mit Moulds gearbeitet, hier wird das Muster, Blüte o.a. durch Prägen erstellt.  Der Fondant wird in die Form gedrückt und erhält so die gewünschte Form.
Bei meiner Torte sind der Rand, die Äste, einige Blüten und die Vögel so entstanden.



Zum Schluss haben wir unsere Torte noch so dekoriert wie wir es gern wollten.
Es sind sehr vielfältige und schöne "Kunstwerke" entstanden:











Das ist die Torte von Maxi, vor allem die Koralle zu prägen war echt harte Arbeit, ein ziemliches Gefummel, aber ich finde es hat sich gelohnt!

Hier noch mal meine Torte:



Zum Schluss bekamen wir noch ein Zertifikat:




Damit war der Kurs beendet, aber es waren auch 7 Stunden (10 - 17 Uhr), die wie im Fluge vergingen. Und uns hat es rießigen Spaß gemacht!

Danach schnell die Torte ins Hostel bugsieren und noch ein kleiner Bummel über den Ku´damm.
Zum Essen verschlug es uns in die gleiche Straße wie am Vorabend, da hatten wir einen tollen Italiener gesehen, das Ristorante "Luardi". Der Laden war voll, aber wir haben einen tollen Tisch bekommen. Die Bedienung so richtig schön italienisch, da ein Späßchen, da ein Liedchen trällern, wir fühlen uns ein wenig wie in Italien. Aber auch das Essen war seeehr lecker. Also wenn ihr da seid, das kann ich nur empfehlen!

Damit war auch der Samstag schon vorbei. Am Sonntag ging es gegen Mittag wieder nach Hause. Neben dem normalen Gepäck (wir hatten schon wenig) mussten wir auch noch die Torte balancieren, das ging aber schon ganz gut.

Ja es waren 3 aufregende Tage, die richtig Spaß gemacht haben, hoffentlich nicht zum letzen Mal.

Sonntag, 21. September 2014

Hochzeitstorte Teil II

Vor einigen Wochen hab ich euch ja schon hier berichtet, das ich die Hochzeitstorte für meine Kollegin Sarah backen werde.
Dieses Wochenende war es nun endlich soweit.
Da ich ja keine Fondanttorte machen konnte, musste ich mir etwas anderes ausdenken.
Ich hab mich ein wenig im Netz umgeschaut und einige tolle Ideen gefunden, die meine Inspiration waren:
Eine Torte mit einem roten Dekorbiskuit (rot/weiß war das Thema) in denen der Namen des Brautpaares steht.
Innen eine Schoko- und ein roter Biskuit sowie eine Quark-Sahne-Füllung mit aromatisierten Kirschen (Orangenlikör).
Als Highlight oben auf der Torte eine Schokoschale aus der Früchte "fließen".

Als Zweites kleine Türmchen aus 3 Schichten farbig abgestuften Biskuit, dazwischen eine Frischkäse-Creme und ebenfalls Früchten.

Das kniffligste war die Schokoschale! ein Probestück war ganz gut geworden, aber ich wollte es noch ein wenig schöner ;-)
So begann ich bereits Dienstag die ersten 2 Schalen zu machen, aber ich war nicht zufrieden.
Immer wieder hab ich mir Bilder angeschaut, Beschreibungen gelesen, Videos gesichtet, aber bei mir wollte es einfach nicht so schön strahlenförmig verlaufen.
Mir war irgendwie immer die weiße Kuvertüre zu dickflüssig und damit verlief sie nicht so schön wie sie sollte . Es war echt zum Verzweifeln, meine Stimmung sank ziemlich auf den Nullpunkt.
Letztendlich hab ich am Freitag Abend um 22 Uhr noch mal Kuvertüre geschmolzen und mit dem Ergebnis war ich einigermaßen zufrieden, insgesamt hatte ich in dieser Woche 8 Schalen mit mehr oder weniger Erfolg gemacht.

Aber nun erst mal zur Torte:

Freitag hatte ich mir extra frei genommen das ich alles in Ruhe machen konnte.
Zuerst hab ich einen Wiener Schokoboden gebacken, gleich danach war der rote Biskuitboden dran.


Während die Schrift für den Dekorbiskuit im Gefrierschrank schlummerte hab ich schon mal die Quarkcreme fertig gemacht.
Dazu hab ich 1250 gr Quark mit Vanille, Orangenschale, Zitronenschale, Orangensaft verrührt, 14 Blätter Gelantine eingeweicht und vorsichtig aufgelöst. Einige Löffel Quark zur Gelantine und dann das Ganze unter die Quarkmasse geben und zum Schluss geschlagene Sahne dazu - fertig.

Da der Dekorbiskuit ziemlich frisch sein sollte, wurde dieser zuletzt gebacken:

Erst wird das Muster auf das Backpapier oder wie bei mir auf die Backmatte aufgetragen.
Ich hatte mir diesmal die Herzen und Ringe ausgedruckt und drunter gelegt, damit diese schön gleichmäßig werden.
Das Ganze für mind. 1/2 Stunde in den Frost. Dann kommt die rote Biskuitmasse dazu und ab in den Ofen.

So sah die Biskuitplatte fertig aus.
Da war die Oberfläche nicht ganz gleichmäßig, nachdem ich da mit einem Messer vorsichtig drübergegangen bin, waren die "glatten Stelle" weg, und alles war gleichmäßig.

Nun konnte ich die Torte zusammensetzen:

Dazu erst einen halben Schokobiskuit mit Sauerkirschmarmelade bestreichen und auf eine Tortenplatte geben, einen Tortenring draufstellen, aber so, dass rundum noch Platz für den Dekorbiskuit ist.
Diesen in entsprechende Streifen schneiden und ringsrum reinbasteln:


Nun die einzelnen Komponenten reinschichten:

  • Kirschen auf den Boden verteilen, Quarksahne drauf und glatt streichen,
  • roten Biskuit mit Marmelade bestreichen auf den Quark
  • jetzt wieder Kirschen und Quark-Sahne
  • zum Schluss den 2.Schokoboden
Dann war ich auf Höhe des Dekorbiskuits. Diesen hatte ich ca. 1 cm kürzer als der Tortenring geschnitten, weil ich obendrüber noch eine weiße Quark-Sahne-Schicht wollte.
Also zum Schluss noch die restliche Quark-Sahne auf die Torte und glatt streichen.
Da die Gelantine schon ein wenig angezogen hatte, vielleicht hab ich es auch zu wenig aufgerührt, war die Masse leicht klumpig, was man dann beim "glatt streichen " gemerkt hat ;-(


So nun konnte die Torte in den Kühlschrank.
Damit war ich für´s erst fertig, Dauer ca. 4 Stunden ohne Unterbrechung und wirklich Ruhe! - Das ist ja manchmal auch nicht immer darstellbar.

Weiter ging es dann am Samstag morgen.
Damit noch genug Zeit war, hab ich schon um 6 Uhr begonnen um die 3 Bleche Biskuit zu backen.
Eigentlich sollte es eine deutliche Abstufung der Farbe werden, allerdings hab ich das nicht so ganz hinbekommen.
Die Frischkäsecreme hab ich aus 350 gr Butter, 260 gr Puderzucker, 4 Becher Philadelphia und Zitronenschale angerührt.

Dann ging es ans zusammenbauen:


  • 1.Schicht dunkelster Biskuit
  • 2.Schicht Frischkäse-Topping mit Heidelbeeren
  • 3.Schicht mittlerer Biskuit
  • 4. Schicht Frischkäse-Topping mit Heidelbeeren
  • 5. Schicht hellster Biskuit
  • 6 Schicht Frischkäse Topping in besonders schöner Rosetten-Optik draufspritzen (dazu am besten die Wilton 1M-Tülle verwenden, die funktioniert super)
Die Früchte sollten erst vor Ort draufdrapiert werden, so dass auch die Türmchen schön in den Kühlschrank wanderten. (hier Dauer ca. 2 Stunden )

Die Früchte hab ich dann auch am Samstag ganz frisch geholt. Eigentlich wollte ich noch rote Johannisbeeren, die hab ich aber leider nicht bekommen.

Nach dem Mittag ging es dann los, den "Katastrophentransport" fertig zu machen.
Da es am Samstag ziemlich schwülwarm war, hatte ich mir für die Schokoschalen eine Thermobox besorgt, dann hab ich eine passende Schüssel mit einem Küchentuch ausgelegt, Folie darüber und dann die Schale rein. Das hat gut funktioniert, es gab keine Verluste. Insgesamt hatte ich 5 meiner Schalen eingepackt - Reserve für alle Fälle ;-)
Um die Torte machte ich mir eigentlich die wenigste Sorgen, da diese durch die feste Quarkfüllung recht stabil war und außerdem habe ich auch den Tortenring gleich noch drangelassen.
Auch die Türmchen standen recht fest in ihrer Box und die Creme war auch soweit fest, dass auf dem Transport nichts weiter passieren sollte.

Damit war ich zwar grundsätzlich gut gerüstet, aber man weiß ja nie ;-) und so fuhr ich wie auf rohen Eiern los. Na ja so langsam war ich aber auch nicht, es gab jedenfalls kein Hubkonzert hinter mir oder böse Drohungen, aber trotzdem hält man schon bei jedem Bremsen, in jeder Kurve oder bei einer Bodendelle die Luft an.
Aber die 30 km Fahrt hat alles gut überstanden.
In der Gaststätte war das Personal ganz nett und da die Küche sehr klein war verkrümelte ich mich in den Keller, der als Lagerraum dient und wo auch ein Kühlhaus stand!!
Da durfte gleich erst mal alles rein und ich machte mein Schokokörbchen fertig und danach gings ans Früchte waschen:


Dann hab ich zuerst die Türmchen verziert und auf eine Etagere drapiert.Diese hatte ich letztens noch gebastelt und mitgebracht.
Nun das Ganze wieder ins Kühlhaus.

Dann war die Torte dran:
Ein großer Klecks Frischkäse-Topping drauf und das Schokokörbchen schräg platzieren.
Da es in dem Keller aber auch ziemlich warm war, wurde allerdings auch die Schokolade weich, so dass ich mich beeilen musste. Also die Früchte in und um das Körbchen auf der Torte verteilen - fertig - und schnell wieder ins Kühlhaus damit die Schoko wieder ein wenig hart wurde. Damit war erst mal alles soweit fertig! (Dauer ca. 1 h)

Und hier ist mein Baby:









Die Torte hab ich erst kurz vorher aus dem Kühlhaus geholt und die Schoko hat gehalten !!

Die Etagere mit den Türmchen wurden noch von einem, vom Brautpaar selbstgebasteltem Brautpaar gekrönt. Bitte beachtet vor allem den Bogen, das Brautkleid, Hemd und Kravatte, das hat die Braut selbst geklöppelt!


 


Insgesamt bin ich doch recht zufrieden mit dem Ergebnis und es soll auch gut geschmeckt haben, das ist ja eigentlich das Wichtigste.
Und wenn ich mir die Bilder so anschaute: das Körbchen ist schon sehr schön geworden. Da hat sich doch die Mühe gelohnt!

Sonntag, 14. September 2014

Tortenkurs in Berlin - Teil 1

So nun wie versprochen ein kleines Resümeé vom  Tortenkurs in Berlin.
Allerdings gibts erst mal nur ein paar Tortenfotos und ein paar Worte zum Kurs, mehr von unserere Berlin-Reise gibt es später, erstens ist heute nicht mehr Zeit, zweitens hab ich auch noch nicht alle Bilder.
Aber mal von Anfang an:

Maxi die Freundin unseres Neffen und auch Backbegeisterte, fragt mich schon im Frühjahr, ob ich nicht Lust hätte mit zu einem Fondant-Grundkurs. Spontan hab ich zugesagt, obwohl Fondant bisher  nicht mein Thema war.
In unserer Nähe haben wir keinen Kurs gefunden, aber wir sind über die Seite von TolleTorten.com auf die Cake School International gestoßen und haben einen Kurs gebucht.
Natürlich wollten wir nicht nur einfach frühmorgens nach Berlin und abends zurück, das wäre schon ein wenig stressig geworden, ist ja auch ein Stückchen. Also haben wir auch noch ein Hostel gebucht und damit das Grundgerüst für unseren Trip gelegt und es konnte losgehen!
Den Rest werd ich später berichten, heute mal kurz zum Kurs.



Der Grundkurs beinhalte folgende Themen:

  • Einfärben des Fondant - marmoriert oder durchgefärbt
  • Tortendummy eindecken
  • Prägetechnik
  • eine Schleife erstellen
  • Schmetterlinge 
  • verschiedene Blumen und Blätter herstellen
  • Prägen mit Moulds
  • und zum Schluss die Torte nach eigenem Geschmack fertigstellen


Und es sind doch sehr schöne Torten entstanden:


 Gruppenfoto aller entstanden Torten



Für meine Torte hatte ich mich als Grundfarbe für grün entschieden, passt so schön zu meinem Blog ;-)



Die Dekoelemente hab ich einfach in Weiß und einem helleren Grün  gehalten, ich wollte es eher so Ton-in-Ton

Die Äste, die 2 "dicken" Blumen, der Vogel und die Abschlusskante wurden mit Hilfe einer Prägeform (Moulds) erstellt





Ich war mit meinem Werk sehr zufrieden,  dafür dass ich es zum ersten Mal gemacht habe, ist es ganz gut geworden.
Der Kurs hat uns sehr viel Spaß gemacht und ich hab einiges für mich mitgenommen.
Ich hätte schon Lust auch tiefer in die Thematik einzusteigen, allerdings braucht man schon einiges an Zubehör und auch immer mal die Gelegenheit so eine wundervolle Torte zu kreieren - man kann auch nicht alles machen.
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, mir ein paar Austecher für Blumen zuzulegen und so schöne Blumen zu gestalten, die geben auch auf Cupcakes eine super Deko ab.

Samstag, 6. September 2014

Pflaumen-Pinwheel

Ich mag ja Pflaumenkuchen echt gern. Und was passt am besten dazu - Hefeteig!!
Am besten ein richtig schöner Pflaumenkuchen mit Streuseln ...mmmh.
Aber ich hatte ja letztens schon mal das Aprikosen-Pinwheel gebacken, das hat es mir auch total angetan. Leckerer Hefeteig mit schönen Früchten, einfach zu machen und sieht sooo super raffiniert aus! Schon damals stand fest, dass ich das unbedingt mal mit Pflaumen probieren wollte.

Uns so hab ich mich die ganze Woche echt auf´s backen gefreut.
Dazu muss ich noch sagen wir haben einen wirklich tollen Pflaumenbaum im Garten mit sehr vielen Pflaumen.
Und so bin ich am Freitag voller Vorfreude nach Hause gekommen, denn ich hatte meinen Maxi-S beauftragt  einen Eimer Pflaumen abzunehmen.
Leider waren die meisten Pflaumen überreif, angeknabbert oder hingen soweit oben das man nicht rankommt. Wir waren beide ein wenig deprimiert, aber ein paar hat er noch retten können.
Damit reichte es nicht für ein Blech Pflaumen-Streuselkuchen, aber für ein Pinwheel!

Und so konnte ich mich Samstag früh frisch ans Werk machen:




Das Rezept ist im Prinzip das gleiche wie beim Aprikosen-Pinwheel, allerdings hab ich den Kardamon durch Nelke ersetzt, ich dachte es könne gut passen. - Hat auch gepasst, direkt rausgeschmeckt hat man die Nelke aber auch nicht.

Pflaumen Pinwheel

Zutaten:
15 gr Hefe
1 TL Honig
90 ml lauwarme Milch
210 gr Mehl
1 kleines Ei
2 EL brauner Zucker
25 gr weiche Butter
1 TL Vanillemark
1 TL Zimt
1/2 TL Nelken - zu Pulver gemörsert
1 Prise Salz

Füllung:
1 TL Zimt
40 gr Rohrohrzucker
10 gr Speisestärke
1/2 TL Vanillemark
15 - 20 Pflaumen
40 gr Butter

- aus den Zutaten für den Teig einen schönen geschmeidigen Teig kneten (lassen)
- abgedeckt min. 60 min ruhen lassen
- inzwischen Pflaumen halbieren, entkernen, vierteln
- Zucker, Zimt, Stärke mischen

- nach der Ruhezeit den Teig nochmal durchkneten und zu eine Rechteck ausrollen

- mit Butter bestreichen und 1/3 der Zucker-Speisestärke-Mischung daraufstreuen
- Pflaumen auf dem Teig verteilen
- den Rest der Zucker-Speisestärke-Mischung darauf verteilen


- nun den Teig der Länge nach aufrollen


- die Rolle in der Mitte längs aufschneiden, dabei 1 Ende ganz lassen
- die Teigstränge nach außen kippen, da sieht man schön die Schichten



- jetzt die Teigstränge ineinander verdrehen 


- diesen verdrehten Teigstrang nun ineinander zu einem Pinwheel einrollen


- das Ganze mit Folie bedeckt 20 min ruhen lassen
- inzwischen Backofen auf 170 °C vorheizen
- Pinwheel ca. 20-30 min backen



- nach der Backzeit kurz in Ofen lassen, dann rausnehmen und abkühlen lassen
 - mit Puderzucker bestreuen - und am besten noch ganz leicht warm genießen



alle!

Mein Fazit: Immer wieder lecker, ich kann es nur empfehlen. Ein paar gehobelte Mandel würden auch noch gut darauf passen, leider hatte ich aber gerade keine im Haus.

Nächste Woche werd ich nichts backen, sondern nach Berlin fahren, zu einem Tortenkurs und hoffe dann hier davon berichten zu können!